23.02.06 11:05 Uhr
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Berlin: Mindestlohn könnte bei sechs Euro liegen

Die Regierungskoalition hat nach ersten konkreten Planungen einen möglichen Mindestlohn von sechs Euro genannt. Dies würde den Forderungen beider Regierungsparteien entgegenkommen.

Grundsätzlich würde ein Mindestlohn von sechs Euro hinter den Erwartungen der Gewerkschaften bleiben. Diese fordern im Moment noch 7,50 Euro je Stunde.

"...wo es keine Tarifstrukturen gibt oder wo die Tariflöhne zu niedrig sind, um den Beschäftigten eine menschenwürdige Existenz zu sichern, brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn", sagte Gerald Weiß.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Berlin, Mindestlohn
Quelle: www.rp-online.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2006 11:36 Uhr von Peter13779
 
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grausam: Also da sind dann bei ca. 22 Arbeitstagen und 8 Stunden / Tag Arbeit genau 176 Arbeitsstunden. Mal 6 ergibt sich ein Lohn von 1056 €. Nun kommt Vater Staat und nimmt sich ca. die Hälfte davon. Bleiben gut 500 € übrig.... Sorry, aber mit dem Lohn kann man nicht leben und nicht sterben.

Ich bin Stundent und habe bei meinem Minijob (max 400 € / Monat) im Moment 10 € / Stunde. Wobei da natürlich keine Abgaben zu zahlen sind! Würde ich noch 50% davon an den Staat abtreten müssen würde ich nicht für unter 18€ / Stunde arbeiten. Bedeutet ich arbeite 40 Stunden / Monat statt 176 Stunden und habe fast genausoviel, wie so ein armer Schlucker der auf Mindestlohn ist.

Armes Deutschland......
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23.02.2006 11:41 Uhr von rh1974
 
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@Peter13779: nein 500eur hast du nicht raus, es sind ca 700eur, trotzdem ist das für´n ars****.

meine freundin ist gelernte arzthelferin und arbeit 8h/tag und bekommt genau´das raus. sie allein könnte davon nicht leben und wir in der summe schaffen nur den monat, so sieht es aus.
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23.02.2006 11:46 Uhr von PruegelJoschka
 
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Alle Dummen nach Berlin und die Mauer drumrum! Lohn senken? Und wer soll die schönen deutschen Produkte kaufen? Wenn alle in der EU z.B. 1500Euro Brutto verdienen, wer soll dann einen neuen VW Golf für 25000 Euro kaufen?

Das was man alles so aus gewissen politischen und wirtschaftlichen Quellen hört, lässt einen nur vermuten, das BSE bei vielen im fortgeschrittenen Stadium ist!
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23.02.2006 11:48 Uhr von Skolle
 
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schön gerechnet peter: wie genau kommst du darauf, dass sich der Staat 50(!)% von 1000€ nehmen würde?
Soviel nimmt er sich ja noch nicht einmal bei Gutverdienern.
Also bevor man hier was schreibt, einfach vorher informieren
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23.02.2006 11:51 Uhr von dermond
 
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einfach nur *lol*: und nichts neues würde ich sagen.

In diesem Staat kennt mas nicht anders.
@beide vor mir:
is doch egal was genau beim Mindestlohn rauskommt. Fakt ist, dass man damit nicht leben kann und der soziale Unterschied damit nur gesetzlich geregelt wird. Ich hatte auch einen 400€ Job und war erstaunt, dass ich neben dem Marktleiter der best bezahlteste war. Genau ausrechen will ich das gar nicht.
Aber im Vergleich zu den anderen, die eine Ausbildung hinter sich haben, teilweise 45-50 St. die Woche arbeiten, die Überstunden nicht abbummeln dürfen, keine Zeit fürs Privatleben mehr haben, war der Verdiehnst gerade zu lächerlich.

Ich dagegen, mit meinen 40 St/Monat, bei 400€ wurde schon fast beneidet, obwohl ich ein "geringfühgig Beschäftigter" war.

Fazit:
ein großes "Willkommen" der 2 Klassen Gesellschaft.

MfG
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23.02.2006 11:57 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Skolle: Ich weiß ja nicht wo du lebst.

Aber ich denke auf die meisten hier in Deutschland trifft wohl folgendes zu (Alleinstehende):

33% Arbeitgeberanteil an Versicherungen etc.
33% Arbeitnehmeranteil an Steuern, Verischerungen etc.
33% Nettolohn.

Also wenn du zb. 2000 Euro Brutto verdienst. Bezahl der Arbeitgeber 1000 Euro ein (davon redet meistens keiner), 1000 Euro zahlst du ein und bekmmst am Ende 1000 Euro aufs Konto.

Irre ich mich?
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23.02.2006 12:12 Uhr von Troll-Collect
 
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@Prügel Joschka: Ja, du irrst dich.

2000 Euro Brutto, Alleinstehend (Steuerklasse 1), keine Kirchensteuer, Krankenkasse IKK-Direkt 12% Beitrag)

macht 1310,70 Euro Netto.

Arbeitgeberanteil Sozialversicherung: 397 Euro.

http://www1.spiegel.de/...
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23.02.2006 12:16 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Troll: Vielen Dank, Du machst mir Mut :-)
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23.02.2006 14:09 Uhr von SchlachtVati
 
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das ist doch: nur augenwischerei für die regieungsparteien !!!


20 € die stund wären mitlerweile interresant , um den "fluß des geldes" einigermaßen zu erlauben , aber geht ja nicht die schieflage des "urzins" muß bedient werden ,
um der gier zu beschwichtigen !!!


wie soll denn die riesterrente in 30 jahren mit so einem mindestlohn aufrecht erhalten werden können (z.b.) ,

ist das hier polen oder rumänien mit ihren miet bzw. wahrenkorbspiegel ?

ist ja auch kein wunder bei 145 milliarden sozialhilfe für die unternehmen !!!


btw:

immer weniger menschen greifen tatkräftig in den wertschöpfungsprozeß ein , durch rationaliesierung bzw. entlassungproduktivität !!!

anstatt die katze aus dem sack gelassen wird , und probagierte RECHT AUF FAULHEIT den äther erreicht , springen einem immerwieder die selben sinnlosen "eigennützigkeiten" , der gezüchteten SINNlosigkeit an !!!

"Der Traum des Aristoteles ist heute Wirklichkeit geworden. Unsere Maschinen verrichten feurigen Atems, mit stählernen, unermüdlichen Gliedern, mit wunderbarer, unerschöpflicher Zeugungskraft, gelehrig von selbst ihre heilige Arbeit; und doch bleibt der Geist der großen Philosophen des Kapitalismus beherrscht vom Vorurteil des Lohnsystems, der schlimmsten Sklaverei. Sie begreifen noch nicht, daß die Maschine der Erlöser der Menschheit ist, der Gott, der den Menschen von den sordidae artes, den schmutzigen Künsten und der Lohnarbeit loskaufen, der Gott, der ihnen Muße und Freiheit bringen wird."

http://www.artfond.de/...


die geldgeilheit der SINNlosigkeit macht den exportweltmeister auch nicht irre , wieso auch ?!?

http://www.artfond.de/...
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23.02.2006 14:30 Uhr von holsteiner_01
 
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Ist doch o.k. Meiner Meinung nach ist dieser Mindestlohn doch eine gute Sache.

Wie vielleicht einige hier übersehen haben, gab es vorher noch keinen Mindestlohn. Theoretisch hätte ein Arbeitnehmer vor dem Mindestlohn für 1,50€ die Stunde arbeiten können/müssen.

P.S. Gilt diese 6€ Regelung dann auch für die 1€-Jobs. ? ;-)
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23.02.2006 14:44 Uhr von Troll-Collect
 
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@Holsteiner: Nein, ist nicht o.k.. Der Mindestlohn als solcher natürlich schon, ist auch lange überfällig, aber 6 Euro ist viel zu niedrig.
Der tarifliche Mindestlohn für Hilfsarbeiten bei Zeitarbeitsfirmen liegt schon deutlich höher.

Der Pfändungsfreibetrag liegt bei über 900 Euro, d.h. Bei Lohnfpändungen muß dir das mindestens gelassen werden. Die Grenze wurde bestimmt nicht aus Nächstenliebe festgelegt. So viel sollte jemanden der eine Vollzeitstelle ausübt zugestanden werden, das entspricht etwa 1400 Euro Brutto, bei 170 Std. mtl. einem Stundenlohn von 8,20 Euro.
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23.02.2006 14:52 Uhr von Troll-Collect
 
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@Holsteiner - Nachtrag: "P.S. Gilt diese 6€ Regelung dann auch für die 1€-Jobs. ?"

Natürlich nicht!

1. Fallen 1-Euro-Jobs nicht unter das Arbeitsrecht, es sind keine Arbeitsverhältnisse, sondern "Arbeitsgelegenheiten"
2. Der 1 Euro ist kein Lohn, sondern eine Entschädigung für den Mehraufwand (Fahrtkosten, Kleidung usw.)
3. Mußt du die KdU und den Regelsatz hinzurechnen.

Der "Bruttolohn" für einen alleinstehenden Hartzer mit Arbeitsgelegenheit liegt real bei rund 4-5 Euro/Std.
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23.02.2006 15:02 Uhr von snickerman
 
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Lächerlich! Auch wenn es vielleicht ein Anfang wäre..
Schon der Kompromiss-vorschlag der Gewerkschaften
mit 7,50 Euro ist IMHO schon zu wenig,
angemessen wären etwa 10...
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23.02.2006 15:05 Uhr von pulverschmid
 
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@Troll-Collect: Prima! Welch bittere Ironie. Der Bruttolohn (der ja eigentlich keiner ist, weil es keine reguläre Arbeit ist ...) für einen "alleinstehenden Hartzer" liegt bei 4-5 EUR.
Es ist und bleibt, wie es ist, Den Opfern. ob alleinstehend oder nicht, stinkt jeder Hartzter, vor allem die, die solchen Schandnamen tragen. Man weiß ja bei denen nie, ob sie mehr nach Käse oder nach Koks stinken!
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23.02.2006 20:25 Uhr von swald
 
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holsteiner_01: " Meiner Meinung nach ist dieser Mindestlohn doch eine gute Sache."

Grundsätzlich richtig es wird das minimum an Gehalt festgelegt, darunter geht einfach nicht.

Ich denke diese Untergrenze ist notwendig da sie eine Grundvoraussetzung für die angestrebten Kombilöhne sind. ...und unter diesem Aspekt ist dann evtl. sogar ein mindestlohn Job interessant.
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23.02.2006 23:21 Uhr von alexolaf
 
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also: 7,50€ wäre ja ok. Aber 6€ ist ziemlich wenig. Ich wüßte auch gar nicht wem das etwas nützen sollte ? Wer sich mit Brutto,Netto auskennt, weiß das der Aufwand des Arbeitgebers von 6-7,50€ auch nicht viel größer ist.(Für den AG)
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24.02.2006 07:28 Uhr von zenon
 
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Grundsätzlich keine schlechte Idee: es wird höchstens, wie bei so vielem im Leben, an der Umsetzung gewaltig hapern.
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24.02.2006 20:30 Uhr von «azero»
 
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ROFL: Als die WASG/PDS.Linke es vor einem halben Jahr vorschlug, hieß es aus "Volkspartei"-Kreisen, dies sei

- unfinanzierbar
- unglaublich
- unmöglich
- unmachbar
- unwirtschaftlich
- unfassbar
(... und das waren nur die Worte mit "un...")

Heute erfindet man also einen Mindestlohn von 1.000 Euronen neu?! Und auf einmal ist es

- finanzierbar
- eine tolle Idee
- möglich
- machbar
- wirtschaftlich

?!

Letzten Endes ist es mir eigentlich egal, wer es nun umsetzt, aber es zeigt wieder einmal deutlich, wie dünn die Großhirnrinde unserer Neoliberalen ist. Zu dumm, dass das Langzeitgedächtnis des Wahlviehs von Debilität zerfressen ist...

> Kombilöhne
(swald)

Die Kombilöhne werden dafür sorgen, dass das letzte Stück Sozialgefüge aus den Nähten platzt. Das Ergebnis wird - konsequenterweise - sein, dass alle Unternehmen, die einigermaßen "konkurrenzfähig" (neues Schlagwort der Reformer!) bleiben wollen, sich am unteren Ende des Lohngefüges orientieren. Daraus resultierend wird der Staat immer mehr Zuschüsse zahlen, statt Steuern zu kassieren. Damit treibt er sich, so wie mit seiner jahrzehntelangen Verweigerungshaltung bezüglich Lohnforderungen, sukzessive selbst in den Ruin. (Das schafft er zwar so auch, aber mit dieser Idee geht´s ein bisschen schneller. Insofern ist es also eine hervorragende Idee unserer "Reformer", noch ein Stück ihrer anscheinend allumfassenden Inkompetenz zu präsentieren.)

Grundsätzlich wäre nichts gegen Kombilöhne einzuwenden, stützen sie doch Einkommen - und damit Tätigkeiten -, die anders nicht mehr zu realisieren wären.

Listigerweise funktioniert das aber nach dem Ein-Euro-Job-Prinzip (EEJ): Der gute Wille allein reicht nicht. Man muss mit der Skrupellosigkeit der asozialen "Freiheitskämpfer" rechnen.

Statt also die EEJ als "Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt" zu nutzen, wurden MASSENHAFT Stellen reduziert, die nun mit billigen EEJ-Sklaven besetzt werden können. ... Und die Stimmen, die nach EEJs für die freie Wirtschaft schreien, werden immer lauter...

Insofern ist der Kombilohn (zumindest so, wie er derzeit diskutiert wird) wieder ein Schritt in die falsche Richtung. Aber das wird man - wie stets, wenn Lobbyisten reformieren - wahrscheinlich ein Jahr nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, merken.

Und wieder einmal heißt es dann für den (Noch-)Steuerzahler: Außer Spesen nichts gewesen...
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24.02.2006 20:41 Uhr von SchlachtVati
 
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Kombilöhne ? Kombilöhne ?, Kombilöhne ? ,Kombilöhne ?, Kombilöhne ?

sind doch schon längst da !

oder was ist der salat wenn man für 4,50€ oder weniger rammeln geht , fresskorb holt , miete zahlt , strom zahlt , und zu guter letzt auf die arbeitsagentur latscht , und sich einen zuschuß zur miete holt ? na was ist das ? GENAU ,..KOMBILOHN !!!

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