22.02.06 21:47 Uhr
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Weltbank-Studie zu Lateinamerika: Experten wollen Kursänderung zu mehr Staat

In den 90ern forderte die Weltbank Privatisierungen, Deregulierung von Märkten und allgemein den "schlanken Staat". Der damit erhoffte Effekt, dass wenn die Reichen noch reicher werden, auch die Armen davon profitieren, erfüllte sich jedoch nicht.

In der neuen Studie beurteilen die Experten der Finanzorganisation daher eine andere Strategie für eine bessere Entwicklung als richtig. Nun soll verstärkt die Armut direkt bekämpft werden. Hierzu müsse der Staat mehr in das Geschehen eingreifen.

Benötigt würden u. a. mehr Investitionen in die Infrastruktur, damit auch abgelegene Gebiete und Arme Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, wie z. B. Strom und Wasser, haben. Auch die Bildungsmöglichkeiten für Arme sollten verbessert werden.


WebReporter: Muta
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Studie, Staat, Experte, Kurs, Weltbank, Lateinamerika, Latein
Quelle: www.f-r.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.02.2006 21:44 Uhr von Muta
 
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Nach den verheerenden Folgen der empfohlenen und teilweise erzwungenen neoliberalen Politik in den 90ern eine wohl längst überfällige, aber trotzdem positiv-selbstkritische Erkenntnis.
Fragt sich nur ob sich die Weltbank in Zukunft bei ihrer Politik auch an das Credo ihrer eigenen Experten hält oder ob sich die Lobbyisten weiterhin durchsetzen.
Eine veränderte Politik betreiben mittlerweile ja einige lateinamerikanische Länder bereits.
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22.02.2006 22:25 Uhr von SchlachtVati
 
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*in die tischkanntebeiss*: <br>
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22.02.2006 23:08 Uhr von caterdev
 
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Wenns nicht so verdammt ernste Auswirkungen hätte könnte man über die Weltbank-Pappnasen direkt lachen.
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22.02.2006 23:30 Uhr von Muta
 
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nen älterer, interessanter link: Der Ex-Chef-Ökonom der Weltbank, Josef Stiglitz, zur Politik des IWF und der Weltbank (bereits 2001):
http://www.zmag.de/...
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22.02.2006 23:39 Uhr von Cpt.Proton
 
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lol: Das steht überhaupt nicht in der News, auch ein schlanker Staat muß die Grundfunktionen erster und zweiter Ordnung übernehmen.

Sehr gut Muta, macht aus nem normalen Zeitungsartikel einen roten Kampfbericht.
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22.02.2006 23:51 Uhr von dirkaxel_remake
 
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Achduschreck !!! sollte ich jetzt aus meinen Lateinamerika-Fonds rausgehen?

80 -100%p.a (in den letzten 3 Jahren) waren eigentlich ne Top-Anlage.

Die sollen das bloß so lassen.
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23.02.2006 00:19 Uhr von usambara
 
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Weltbank sozialistisch geworden? haha: Sicherlich hat diese Pressemitteilung der neue Chef Herr Wolfowitz veranlasst.
Die U$A standen doch immer für Staatsbetriebe !!!!?
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23.02.2006 00:20 Uhr von SchlachtVati
 
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@proton: bist du schon mal auf beulen untersucht worden ?


"1" punkt , ist dir diese hervorragende kritische und authentische news wert ?

nur weil es dir nicht in dein neoklassisches SINNloses weltbild passt ?
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23.02.2006 01:44 Uhr von Cpt.Proton
 
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Vergleich einfach mal die Überschrift der Quelle mit dem der News....

Aber diese lustige Andeutung mit dem SINN ist total witzig. Leg dir doch noch einen Witz zu, dann biste gleich doppelt so lustig.
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23.02.2006 02:40 Uhr von Kampfpudel
 
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@Cpt.Proton: Damit beweist Du nachhaltig, daß es Dir gar nicht um eine objektive Meinung und faire Bewertung der News geht, sondern nur um Deine Selbstdarstellung, die Du ja nötig zu haben scheinst.
Jedenfalls spreche ich Muta in Sachen Lateinamerika entschieden mehr Kompetenz zu als Du sie jemals haben wirst.

Zum Thema:

Diese Einsicht wird in Deutschland auch noch kommen, vielleicht nicht in Sachen Strom oder Wasser, aber in unsere Bildung wird entschieden zu wenig investiert. Man erlebt es ja hier gerade wieder...

Vielen geht es anscheinend immer noch zu gut.
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23.02.2006 05:57 Uhr von Muta
 
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Was für nen grottenschlechter Versuch: Zitat aus der Quelle (gleich relativ am Anfang):
>> "Die größte Herausforderung für Lateinamerika auf dem Weg zu einer effizienteren Politik, die Wachstum fördert und gleichzeitig Armut und Ungleichheit abbaut, besteht darin, den Staat zu einem Akteur zu machen, der Chancengleichheit fördert und effiziente Umverteilung umsetzt."
Dieser komplizierte Satz in der Studie lässt aufhorchen.
Schließlich hatte die Weltbank noch in den 90er Jahren gemeinsam mit anderen Geldgebern den "schlanken Staat" sowie die Privatisierung sozialer Dienste gefordert [...] neben der Deregulierung der Märkte und der Privatisierung staatlicher Unternehmen vor allem die Verringerung der öffentlichen Ausgaben und der Rückzug des Staates aus Bildung, Gesundheit und sozialer Sicherung... <<

usw., danach kommen dann die Empfehlungen dieser Studie. Also wie und warum nun der Staat mehr eingreifen soll (wie es auch in meiner News zusammengefasst drin steht).

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Nein, das steht alles garnicht in der News, wir wissens :).

Und der Titel ist natürlich auch falsch, klar. Steht ja auch nicht im Original-Titel "Armut hemmt Wachstum" und danach im Text der Studie, dass deswegen der Staat mehr eingreifen soll (weil nur dadurch laut den Experten Armut beseitigt werden kann).
Kleiner Tipp: Das nennt sich umformulieren. Das ist nämlich der Sinn hier, News inhaltlich identisch, aber in völlig anderem Wortlaut wiedergeben. Und um mehr staatliches Eingreifen geht es in der Studie die ganze Zeit (daher der Titel)...


Das merkt auch bestimmt keiner, dass du dir hier nur nen völlig lächerlichen Vorwand zusammenreimst um nen 1er reinzudrücken, weil dir die News mal wieder nicht in die rechte Ideologie passt.
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24.02.2006 06:30 Uhr von johagle
 
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diese Meinung ist nicht neu "Der IWF und die Vertreter der neoliberalen Ideologie postulieren, man solle sich nicht um die Armen kümmern, sondern die Reichen reicher werden lassen, weil der Wohlstand dann schon zu den Armen durchsickern werde. Aber davon ist nichts zu sehen."

Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, bis 1999 Chefökonom der Weltbank, Ökonomie-Nobelpreis 2001, in "Die Schatten der Globalisierung" (2003)

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