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Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier: "Müll- und Trash-Theater geht teilweise zu weit"

In Deutschlands Theatern überwiegt derzeit Ekel und Brutalität. In Berlin wurden zwei Kaninchen getötet, in Düsseldorf räkeln sich unbekleidete Männer in Blut und Kot ("Macbeth") und in Hamburg onaniert ein Schauspieler ("Zur schönen Aussicht").

Auch für Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier ("FAZ") geht dieses "Müll- und Trash-Theater" teilweise zu weit: "Blut muss nicht Sirup; Gier, Pein und Sex müssen nicht Fleisch sein. Man muss nicht alles zeigen, aber man muss alles spielen."

Auf Ablehnung oder gar Kritik reagiere die Theaterszene empfindlich, dennoch möchte er seine Freiheit behalten.
Claus Peymann, Intendant des Berliner Ensembles, bezeichnet dagegen u. a. Obszönität und Geschmacklosigkeit als "ausdrücklich erwünscht".


WebReporter: Junginho
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Theater, Müll, Trash
Quelle: www1.bild.t-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.02.2006 15:56 Uhr von Public_Enemy
 
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Recht hat er! Es geht oft nur um pure Provokation, mehr steckt da meist nicht dahinter. Gutes Theater zeichnet sich dadurch aus, dass es ohne solche "Spezialeffekte" auskommt. In Goethes Faust schmiert sich auch keiner Kot ins Gesicht :)
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22.02.2006 16:44 Uhr von maki
 
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Man nähert sich 33...

Mal sehn, wann der erste das Unwort "Entartete Kunst" öffnetlich ausspricht. ;-)
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26.02.2006 22:40 Uhr von Naddel1408
 
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Wahnsinn in Berlin: Was hier zur zeit in berlin abgeht, ist echt der wahnsinn. der "Küntler" tötet die kanninchen und versteigert sie dann auch noch. Der hat dafür auch ein nettes sümmchen kassiert.
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26.02.2006 22:46 Uhr von kathleenchristine
 
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wäre wirklich an der Zeit das sich dabei etwas ändert, mit Kunst hat es wohl weniger zu tun, denn die kommt wirklich ohne so etwas aus.
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27.02.2006 19:51 Uhr von red.devil
 
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kann ich dem guten Mann nur Recht geben. Was teilweise so geboten wird in der heutigen Zeit muss wirklich nicht sein. Da muss auch irgendwo eine klar zu erkennende Grenze gezogen werden.

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