20.02.06 18:43 Uhr
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Evolution: Vermehrung mit Sex verhindert negative Mutationen

Obwohl es im Tierreich die Möglichkeit der Vermehrung ohne das so genannte starke Geschlecht gibt, fanden Susanne Paland und Michael Lynch von der Universität von Indiana heraus, dass Sex durchaus von Vorteil für die Evolution ist.

Durch die Genvermischung werden negative Mutationen ausgeglichen. Bisher galt das Vorantreiben der Evolution als einziger Vorteil von Sex. Die Forscher verglichen Wasserflöhe, die sich sexuell paaren mit Daphnien, die sich ungeschlechtlich vermehren.

Die Daphnien hatten wesentlich schneller negative Mutationen, die sie als genetischen Müll mit sich herumtragen als die Wasserflöhe. Man kann also auf das starke Geschlecht verzichten. Sex scheint für die Evolution trotzdem Vorteile zu bringen.


WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Sex, Evolution, Mutation
Quelle: apollo.zeit.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2006 18:40 Uhr von Thothema
 
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Und was ist mit der schönsten Sache der Welt? Mal abgesehen von der wissenschaftlichen Kosten-Nutzen Rechnung auch nicht zu vernachlässigen ;-)
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20.02.2006 19:40 Uhr von megatrend
 
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so was von: Asbach uralt...
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20.02.2006 21:18 Uhr von The_Nothing
 
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@amb: Nein, es wird keineswegs immer das Beste weitergegeben. Das heißt bloß, dass die Wahrscheinlichkeit, das bei beiden Eltern ein und dasselbe Gen defekt ist, geringer ist, so dass bei rezessiven Mutationen das gesunde Gen den Fehler ausgleicht. Bei ungeschlechtlicher Fortpflanzung kann eine einmal erfolgte Mutation nicht mehr ausgeglichen werden, alle Nachkommen des betroffenen Individuums tragen einen sichtbaren Genfehler, der sich auch deutlich auswirkt.

Ist aber wie mein Vorredner schon sagte asbach, denn diesen Effekt kann man z.B. bei der Bluterkrankheit beobachten. Das entsprechende Gen wird auf dem weiblichen Geschlechtschromosom (X-Chromosom) vererbt, deshalb erkranken meist Männer.

Frauen haben die Kombination XX, ist ein Gen defekt, findet dennoch keine Erkrankung statt, da das andere noch funktioniert. Bei Männern (XY) wirkt sich das defekte Gen dagegen sofort aus, da auf dem Y-Chromosom kein entsprechender Genort existiert, der den Fehler ausgleichen könnte. Ist im Prinzip das gleiche, auch wenn der Mensch sich natürlich ausschließlich geschlechtlich fortpflanzt.

Aber wo ein Vorteil, da ist auch eine Kehrseite. Es ist meiner Meinung leichter möglich, dass sich unbemerkt genetischer Müll in unseren Keimbahnen ansammelt, da defekte Gene sich nicht immer auswirken, aber unbemerkt weitergegeben werden können. Hat der Partner nun auch unbemerkt denselben Gendefekt, kann das Kind daran erkranken, wenn es von beiden Eltern das defekte Gen bekommt. Jetzt sind beide Gene defekt und es findet kein Ausgleich mehr statt.

Bei ungeschlechter Fortpflanzung wirken Genfehler sich sofort aus, und betroffene Individuen sterben gleich in schwerwiegenden Fällen; so wird der Defekt direkt wieder "wegselektiert".
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21.02.2006 07:29 Uhr von Huscheli
 
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Mutation: IST Evolution. Aber halt positive.
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21.02.2006 07:37 Uhr von jaww
 
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nur mal nebenbei: wasserflöhe sind dasselbe wie daphnien...
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21.02.2006 07:45 Uhr von marcHB
 
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Bewertung: "Obwohl es im Tierreich die Möglichkeit der Vermehrung ohne das so genannte starke Geschlecht gibt, fanden Susanne Paland und Michael Lynch von der Universität von Indiana heraus, dass Sex durchaus von Vorteil für die Evolution ist."

Das bedeutet also, trotz der Vermehrungsmöglichkeit ohne des starken Geschlechts sind sie beiden zu dieser Erkenntnis gekommen?
Wovon lassen die sich noch alles nicht abhalten?
;-)
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21.02.2006 08:03 Uhr von Moloche
 
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was ist daran neu? das lernt man seit Jahrzehnten in der Schule
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21.02.2006 11:34 Uhr von adsci
 
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son blödsinniger artikel: 1. lernt man das schon in der schule
2. was soll das mit dem "starken geschlecht" in dem artikel? es geht um sex und den verzicht beider geschlechter und nicht nur einem.

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