20.02.06 09:23 Uhr
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Tarifstreit des öffentlichen Dienstes: Einige Finanzminister stellen sich quer

Die Tarifgespräche zwischen den Arbeitgebern von Ländern und Kommunen und der Gewerkschaft ver.di werden am heutigen Montag in Berlin fortgesetzt.

Die Finanzminister der CDU-regierten Länder Bayern und Baden-Württemberg beharren weiter auf Mehrarbeit ohne Lohnausgleich. «Wir haben einen langen Atem», sagte der bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser.

Bislang hat ver.di dieser Tarifstreit elf Millionen Euro gekostet.


WebReporter: alexolaf
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Finanz, Dienst, Tarif, Finanzminister, Tarifstreit
Quelle: www.n-tv.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2006 08:25 Uhr von alexolaf
 
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Ich finde in allen Branchen müssen Arbeitnehmer "Opfer" bringen. Warum nicht auch im öffentlichen Dienst. Gewerkschaften üben in Deutschland zuviel Macht aus und genau das ist unser Problem.
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20.02.2006 10:28 Uhr von nu1799
 
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Genau wir alle sollten noch viel mehr Einschnitte hinnehmen und Opfer erbringen, bis wir eines Tages für ein Stück Brot und einen Schluck Wasser arbeiten gehen.
Das dürfte doch in etwa der Trend sein, der seit vielen Jahren verfolgt wird - und wir wollen doch trendy sein.
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20.02.2006 12:38 Uhr von delusion-g
 
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ich muss auch 40 Stunden arbeiten Wir, als Arbeitnehmen in privaten Firmen, müssen auch 40 oder mehr Stunden pro Woche arbeiten. Und wer sagt dass er das nicht will, dem wird gleich gesagt: "Entweder du machst das oder du kannst dir einen anderen Arbeitsplatz suchen!"

Wieso soll das im öffentlichen Dienst nicht auch gehen?
Die Beamten arbeiten sowieso nicht so viel wie jemand in ner privaten Firma.
Dann sollen sie auch ihre Klappe halten und 40 Stunden arbeiten.
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20.02.2006 14:02 Uhr von delerium72
 
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hmm: Die Qualität der Politik ist nicht besser geworden aber die Diäten wurden erhöht. Schon allein deswegen stehe ich hinter Ver.di .
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20.02.2006 18:13 Uhr von Perleberger
 
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Modell der Zukunft: Warum überhaupt noch Geld für Arbeit? Hier das Modell, das Arbeitsmarktexperten und Wirtschaftsweise im Februar 06 für die Zukunft Deutschlands vorschlagen:

Auf einer Tagung der Hanns Martin Schleyer-Stiftung zur Weiterentwicklung von Hartz IV
machten Ökonomen und Arbeitsmarktexperten in Berlin Vorschläge, wie Langzeitarbeitslose
auch ohne reguläre Jobs zu beschäftigen wären. Nicht bei allen Betroffenen dürften die
Anregungen auf große Gegenliebe stoßen – nur bei denen, denen wirklich alles lieber ist als
Nichtstun.

Das brisanteste Modell präsentierte der Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Bonner IZA Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider. Er will mit Arbeitslosen-
Auktionen Billiglöhner an den Mann bringen. Das stellt Schneider sich so vor: „Das Sozialamt
schreibt ein Angebot für 80 arbeitslose Arbeitskräfte aus. Dann kann jeder bieten, ob
Unternehmen oder Privathaushalt. Wer zum Beispiel Leute braucht, die ihm den Keller
entrümpeln, gibt an, welchen Stundenlohn er dafür zu zahlen bereit ist. Das höchste Gebot
gewinnt.“


Für die Arbeitslosen ist unerheblich, welcher Lohn tatsächlich gezahlt wird – sie erhalten weiter
nur ihr Arbeitslosengeld II. Die Erlöse aus der Versteigerung fließen der öffentlichen Hand zu.
Möglicherweise ein Weg, die horrenden Ausgaben für das Alg II zu mindern, das den Bund im
vergangenen Jahr 25 Milliarden Euro kostete.

Auf eine massive Ausweitung der Ein-Euro-Jobs setzt der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz.
Das Mitglied des Sachverständigenrats, der die Bundesregierung in ökonomischen Fragen berät,
will sie auch in Privatunternehmen zulassen. Bisher dürfen Ein-Euro-Jobber nur gemeinnützige
Tätigkeiten übernehmen, für die sonst kein Geld da wäre. Dahinter steht die Befürchtung, dass
die billigen Arbeitskräfte regulär Beschäftigte verdrängen könnten.

Franz hält diese Sorge für übertrieben. Man solle die Gefahr von Verdrängungseffekten nicht
überbetonen, rät er. Sollte eine Kommune tatsächlich einen Gärtner entlassen, weil ein Euro-
Jobber seine Arbeit billiger mache, so entstehe dadurch schließlich eine Ersparnis. Für die stelle
die Gemeinde möglicherweise anderswo jemanden ein. Es dürfte Franz schwer fallen, unter
Beschäftigten des öffentlichen Dienstes viele Anhänger dieser Sichtweise hinter sich zu scharen.

Als die rot-grüne Bundesregierung die Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose im vergangenen
Jahr einführte, wollte sie sie auf breiter Front einsetzen. Der damalige Wirtschafts- und
Arbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) hielt 600 000 solcher Arbeitsgelegenheiten für
möglich. Im Januar waren es 250 000; die Mikro-Jobs sind damit bereits das am meisten
genutzte Instrument zur Ersatzbeschäftigung Arbeitsloser.
Franz plädiert auch dafür, ihre Dauer auszuweiten. Zurzeit sind sie auf sechs Monate befristet.
Dem Wirtschaftsweisen schwebt eher ein Jahr vor. Und er will die Kosten der Ein-Euro-Jobs auf
die abwälzen, die von ihnen profitieren: „Dafür schlagen wir vor, dass die Träger dieser
Arbeitsgelegenheiten diese Mehraufwandsentschädigungen zahlen.“ Die ein bis zwei Euro Bezahlung pro Stunde, die den Jobs ihren Namen gaben, heißen im Bürokratendeutsch
„Mehraufwandsentschädigung“. Zurzeit kommen sie aus dem Hartz-IV-Topf. Auch hier könnte
der Bund also sparen, wenn er die Anregung seines Ratgebers Franz aufgreift.

Ganz ohne zusätzliche Bezahlung sollen Arbeitslose nach dem Willen von Steffen Roth
auskommen, wenn sie eine gemeinnützige Ersatzbeschäftigung annehmen. Der Geschäftsführer des Otto-Wolff-Instituts für Wirtschaftsforschung versteht seine Idee als Angebot an alle, „die sich fair verhalten“ und für ihr Alg II eine Gegenleistung erbringen möchten. Dafür sollen weder bei der Wochenarbeitszeit (!!!) noch bei der Art der Tätigkeit die Einschränkungen gelten, mit denen Ein-Euro-Jobs zurzeit noch belegt sind.



Das dürfte doch auch denen wirklich gefallen, die jetzt Überstunden schieben und auf die Arbeitslosen schimpfen - bald seid Ihr auch dran.

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