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Nigeria: 16 Tote bei Karikaturen-Protesten - Christliches Stadtviertel angezündet

In der nigerianischen Stadt Maiduguri ist es bei Protesten um die Mohammed-Karikaturen zu weiteren Toten gekommen. Insgesamt kamen 16 Menschen ums Leben, die meisten waren Angehörige der christlichen Minderheit.

Auch gingen in Maiduguri zahlreiche Geschäfte und 18 Kirchen in Flammen auf. Die Polizei versuchte, der Lage Herr zu werden, setzte Tränengas ein und nahm 140 Personen fest. Auch eine Ausgangssperre wurde angeordnet.

Zudem kam es in Katsina zu Eskalationen. Von 136 Millionen Staatsangehörigen in Nigeria sind jeweils 50 Prozent Moslems oder Christen. In Indonesien protestierte die "Verteidigerfront des Islam" und drohte: "Es werden größere Taten folgen!"


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Stadt, Protest, Christ, Nigeria, Karikatur
Quelle: www.tagesschau.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.02.2006 18:03 Uhr von Muta
 
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In Nigeria: herrschen doch schon seit längerem Bürgerkriegs-ähnliche Zustände.
Es sei z.B. an das Massaker im von Moslems bewohnten Dorf Yelwa durch christliche Milizen vor 1 1/2 jahren erinnert (600 Tote).

Offensichtlich war hier der Karikaturen-Streit mehr der offizielle Aufhänger, bzw. die Kleinigkeit die "das Faß zum Überlaufen brachte".

Interessant allerdings wie unsere Medien reagieren. Von Nigeria keine Ahnung, jahrelang von den Kämpfen im Land nichts berichtet, aber kaum wird mal der Karikaturen-Streit erwähnt wirds zur überall verbreiteten Sensationsmeldung.


P.S.: Die Kämpfe zwischen Moslems und Christen sind auch in Nigeria weniger ein "echter" Religionskrieg als mehr ein Krieg um Geld und Macht. Die beiden Bevölkerungsgruppen werden lediglich von Profiteuren aufeinander gehetzt (wenn sich das Volk gegenseitig bekriegt, brauchen sich die ausplündernden Herrschenden u.a. keine Sorgen um ihre Herrschaft machen...)
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19.02.2006 18:16 Uhr von Migg
 
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Eskalation: Ich kann vielleicht verstehen, wenn man als Moslem auf die Zeichner der Karikaturen sauer ist. Vielleicht auch auf die ganze Zeitung.

Was der Zorn auf ganz Dänemark (Boykott dänischer Waren bis hin zu brennenden Botschaften) soll kann ich nicht nachvollziehen. Was Norweger, Deutsche und andere damit zu tun haben, weiß ich schon gar nicht.

Und jetzt sind alle Christen an ein paar Bildchen schuld?
Geht´s noch...?
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19.02.2006 18:45 Uhr von vorlons world
 
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so wie: die Christen vor 1500 Jahren ware, so ist der heutige Wissensstand der radikalen Moslems- was will man denn erwarten? denen könnte man alles erzählen, die glaube alles...
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19.02.2006 21:17 Uhr von paulchen1
 
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Nigeria: Das Prinzip ist doch ganz einfach: Als Regierender machst du Sch..ße (Korruption, Unterschlagung und alles, was das STGB hergibt). Wenn dann das herauskommt, lenkst du ab und schiebst du das den Fremden zu. Das sind "Ungläubige", die "unsere" Religion misachtet und verletzt haben (die nutzen uns aus und wollen nur unser Öl). Die Kete machen die Regierenden. Die Muslims sehen dann wohl gerne "die Verarschung" und Verletzung ihrer Prinzipien in den Karikaturen der Dänen und werden manipuliert, davon abzusehen, daß ihre eigene Regierung Mist macht.
Es macht Spaß, auf den anderen zu zeigen und zu sagen, daß er Mist macht. Der eigene Mist ist dann uninterressant.
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20.02.2006 00:43 Uhr von Muta
 
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@Paulchen1: "Wenn dann das herauskommt, lenkst du ab und schiebst du das den Fremden zu..."
Die Christen sind in Nigeria keine "Fremden", sondern Teil der angestammten Bevölkerung (auch als Schwarzafrikaner kann man Christ sein bzw. zu diesem missioniert worden sein).

Was "wollen nur unser Öl" angeht: Shell hat es schon lange. Hier bereichern sich (wie meistens) Konzerne und abhängige Regime zusammen (und die Bevölkerung profitiert hingegen nicht vom Ölreichtum, weshalb u.a. ja auch das Volk zur Ablenkung gegenseitig aufgehetzt werden muss...).
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20.02.2006 13:51 Uhr von RuedigerR
 
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Seltsam: Irgendwie habe ich den eindruck das "Christenmord" zum weltweiten volkssport wird.

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