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Berlin: 82-Jährige wurde wegen Gestanks aus ihrer Wohnung geworfen

In Berlin wurde nun eine 82-jährige Frau aus ihrer Wohnung geworfen, weil sich andere Mieter öfters über den Gestank, der aus ihrer Wohnung kam, beschwerten.

Sie wohnte 40 Jahre lang in dieser Wohnung. Die Frau hat allerdings ein Problem damit, Dinge wegzuwerfen. Ihre Anwältin sieht die Kündigung als juristischen Skandal.

Eine Pflegerin, die als ihr Vormund eingetragen war, stimmte der Kündigung zu. Nun wohnt sie bei Bekannten und hat eine neue Pflegerin.


WebReporter: THE-PUNISHER
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Berlin, Wohnung
Quelle: bz.berlin1.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.02.2006 09:00 Uhr von Dream77
 
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traurig: Die Frau hat allerdings ein Problem damit, Dinge wegzuwerfen.

sowas nennt man auch messi....

die frau bräuchte eher hilfe als einen rauswurf
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16.02.2006 09:17 Uhr von Der.Keks
 
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schnellstmögliche Problemlösung sehr einfach gemacht die Frau einfach raus zu werfen nachdem die 40 Jahre da gewohnt hat ohne ernste Probleme verursacht zu haben. Klar ist es sinnig das irgendwie zu therapieren aber wenn die Pflegerin die schon so zumüllen lässt und dann noch den Rauswurf mit unterstützt dann frag ich mich erstmal nach dem Sinn der Pflege :-\

Ferner müsste die gute Damen auch in ein Pflegeheim oder beaufsichtigtes Wohnen wo man rund um die Uhr den Sammelzwang beobachten kann.

Verstehen kann ich den Vermieter aber auch und die anderen Mieter ebenso. Immerhin ist die Wohnung ja akut Ungeziefergefährdet und schlimmstenfalls werden auch andere Wohnungen so unbrauchbar. Die Reinigung und ggf. Schädelngsbeseitigung können einen Vermieter ohne Rücklagen schnell ins finanzielle Aus schubsen.

Scheiss zwiespalt.
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16.02.2006 09:42 Uhr von Dream77
 
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@ der.keks: das mit dem pflegeheim oder betreutes wohnen wäre auch am sinnvollsten.. allerdings kann es sein das die frau keine pflegestufe hat... dann kommt die krankenkasse nicht für die kosten auf und wenn man nicht gerade zu den oberen 10.000 gehört.. kann man sich das nicht leisten von der rente.

Ein pfleger bzw pflegerin die sagen wir mal 2 mal die woche zu der frau hinkommt, das können sich viele schon eher leisten.

Allerdings ist es nur gut das die pflege tusssie weg ist, sie kann ihren job ja nicht geradeernst genommen haben, denn richtig ausgeführt hat sie ihn ja nicht, anosnten hätte sie es gar nicht erst soweit kommen lassen. Und das sie mit der kündigung einverstanden war.. hm kann ich mir keinen reim drauf machen.. vielleicht hat sie gehofft die dame müsste jetzt in ein pflegeheim? oder des geldes wegen.. sie wusste die dame würde bei bekannten unterkommen, oder eine kleinere wohnung bekommen und somit mehr geld für die pflege haben.
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16.02.2006 10:14 Uhr von hathkul
 
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warum war die pflegerin wohl einverstanden weil der vermieter ihr ein paar scheinchen zugesteckt hat natürlich. was denkt ihr denn...
warum sonst.
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16.02.2006 10:33 Uhr von rolf.w
 
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@hathkul: Es kann auch sein, dass die Pflegerin ihren Job gut gemacht hat. Vielleicht hat sie versucht die Frau/Wohnung zu säubern. Vielleicht hat sie es den zuständigen Behörden und/oder den Bekannten/Angehörigen mitgeteilt und niemand hat es für nötig gehalten zu reagieren. Vielleicht sah sie als Vormund nur diesen Ausweg, da alle anderen versperrt waren.
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16.02.2006 11:02 Uhr von coolman0704
 
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Wenn ein Rauswurf so einfach vollzustrecken ist, wieso schmeissen die ein paar unserer Mieter nicht auch raus? Bei denen stinkt es auch immer bis zur Hölle...
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16.02.2006 12:30 Uhr von Dream77
 
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@ rolf: deine theorie ist nicht schlecht. aber ich glaube nicht drann... denn sie ist ja im endeffekt der vormund für die frau gewesen UND die pflegerin.

Private Pflege beinhaltet mehr als nur waschen und bekochen... der papierkram, der haushalt usw das gehört alles dazu.
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16.02.2006 12:47 Uhr von Disassembler
 
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in China ist ein Sack Reis umgefallen wem Interessiert es, so was passiert gerade 1 Mio. mal jetzt auch irgendwo auf der ganzen Welt, alte Menschen die mit der Sozialen Gesellschaft selber nicht mehr klar kommen, müssen rund um die Uhr betreut werden und nicht so ne Pflegering die 1 Stunde am Tag vorbeischaut, es ist halt die BZ, aus der Müde einen Elefanten machen.

die Frau wurde zu 100% nicht rausgeworfen, das sind lediglich die Hirnergüsse vom BZ Schreibern ;-)
wer klar denken kann weiß das es nicht so leicht ist einen aus der Wohnung zu scheißen, bei der Alten Frau muss es wohl schon sehr extrem gewesen sein und die Pflegerin sollte auch zur Rechenschaft gezogen werden müssen, weil Sie hätte dafür sorgen müssen das Sie gleich in ein Altersheim kommt.


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16.02.2006 12:54 Uhr von Dream77
 
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@ disass: ja du hast recht.. sowas passiert 1 million mal am tag. aber dies ist keine sack reis news.. es spricht ein thema an, das in zukunft noch viel häufiger auf uns zukommen wird und sogar dich treffen könnte wenn du mal ganz ganz alt bist.

Die vergreisung der Geselschaft ist ein Problem mit dem sich die politiker beschäftigen sollten und nicht nur wegen der rente.. denn überleg mal die babyboom generation... wieviele sind das.. ich denke mal da werden nicht alle gleich ne pflegestufe bekommen und nicht alle werden sich ne private pflege leistn können.. also könnte es durchaus passieren das du in 20 jahren einen anchbarn hast der absolut nicht mehr mit der welt klar kommt, der sich selber aber nicht helfen kan und auch die finanziellen mittel nicht dazu hat.

Denk mal drüber nach, es geht sich hier um mehr als einen Sack reis.. es geht hier um Menschen. Menschen die unser Land aufgebaut haben und Respekt verdient haben. Wie heisst es doch so schön.. Menschen in würde altern lassen?
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16.02.2006 12:55 Uhr von rolf.w
 
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@Dream77: Die Pflege muss nicht zwangsläufig 24 Stunden am Tag anhalten. Und wie gesagt, vielleicht hat sie das nur als letzten Ausweg gesehen, da ansonsten niemand reagierte. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Gesellschaft/Behörden versagten.
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16.02.2006 13:00 Uhr von Dream77
 
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@ rolf: was anderes als das die behörden (eventuell) versagt haben, sag ich doch nicht.

Ich betreue eine ältere dame, sie ist 90, körperklich noich relatief fit aber Demet.
auch sie hat eine vorliebe dafür Dinge zu sammeln.. denn schachtel döschen und so weiter, kann man wunderbar benutzen um essen einzufrieren und so weiter. Sie hat halt in einer zeit gelebt wo man so denken musste.
Ich gehe 2 mal die woche zu ihr hin, meistens so 2 stunden, manchmal auch länger.
Ich gehe mit ihr einkaufen, mal in die stadt nen käffchen trinken, mache ihren papierkram, bankangelegenheiten, ich räume ihre wohnung auf und mache die auch sauber.
Irgendwie klappt das bei 4 stunden in der woche.. wieso hat die Pflegerin dieser dame das nicht hinbekommen? meiner meinung nacj ist sie halt fehl in ihrem beruf und sollte sie in einem altenheim arbeiten wo sie sich mit solchen sachen nicht auseinander setzen muss
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16.02.2006 13:50 Uhr von zirkelmine
 
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ist aber auch wiederlich so ein gestank wir hatten auch mal so eine alte frau im haus.
sowas ist einfach nicht mehr gesellschaftsfähig und gehört ins heim!
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16.02.2006 14:34 Uhr von Disassembler
 
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@Dream77: bei dieser Dame hat es bereis gestunken ;-)
es ist so wenn wir jetzt wegen jeder Dame die aus dem Haus geworfen wurde eine Nachricht schreiben, es würde keinen Platz mehr für wichtigere News geben, und es wird schon keine 82 Jährige Frau auf die Straße geschmissen, so herzlos kann kein Vermieter sein, es war halt an der zeit das die Alte Dame eine bessere Versorgung bekommt, bevor Sie irgendwann anfängt im eigenen Dreck zu verwesen, die meisten alten Menschen über 80 sind nun mal wie kleine Kinder.
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16.02.2006 15:31 Uhr von ari99
 
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Typisch Deutsch Anscheißen können sie - aber mal hingehen und helfen ??

Schließlich sind es saubere Deutsche - da will man mit Schmutz nichts zu tun haben - und man muß ja auch Geld für den nächsten Thailandurlaub verdienen.....

-----

Allerdings sind einige Punkte unklar:
Wurde Sie betreut oder hatte Sie einen Vormund ??
Wie kam es zu der Kündigung und wieso kam der Gerichtsvollzieher ??
Wie konnte sie eine Rechtsanwalt beauftragen wenn Sie entmündigt ist ??


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16.02.2006 16:58 Uhr von Dream77
 
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@ diss: ja kann sein das es bereits gestunken hat, aber dann hätte die pflegekraft mal ordentlich anpacken müssen und das problem beseitigen müssen....
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16.02.2006 17:30 Uhr von MDKWEB
 
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Hab auch so eine im Haus: In meinem Haus wohnt auch eine ältere Frau aus deren Wohnung es stinkt. Allerdings bin ich der Meinung dieser Frau sollte geholfen werden und nicht die Kündigung bekommen.

Was man aber hier getan hat grenzt wirklich an einen Skandal, eine Pflegerin die ihre Arbeit nicht macht und einer Kündigung zustimmt. Hätte die Pflegerin ihre Arbeit gemacht würde es aus der Wohnung nicht stinken.

CU MDK
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16.02.2006 19:29 Uhr von Firona
 
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Pfleger und Vormund: Die alte Dame hatte 2004 eine Pflegerin bekommen, d.h., sie stand unter Vormundschaft und war nicht mehr geschäftsfähig. Die Aufgaben einer Pflegerin bestehen nicht darin, die Wohnung aufzuräumen oder zu pflegen. Sie bestimtm lediglich über solche Sachen wie Aufenthaltsort, Gesundheitsfürsorge, hat Kontenvollmacht, vertritt gegenüber Behöröden und dergleichen. Dieser Ausdruck "Pflegerin" ist also ein wenig verwirrend. Das alte Wort Vormund wäre besser. Eine Parellele: wenn eine ledige Mutter ein Kind bekommt, wird ihr oft ein Pfleger zur Seite gestellt. Das ist dann jemand vom Jugendamt, der pflegt natürlich auch nicht. Es ist also ein amtsdeutscher Ausdruck.

Die alte Dame war nicht pflegebedürftig. Sie benötigte allenfalls eine Haushalsthilfe, hier hat die Pflegerin versagt, denn gibt es durchaus Möglichkeiten, eine solche zu beantragen.

Die Frage, warum die alte Dame plötzlich eine Anwältin hatte, da sie ja nicht geschäftsfähig war, ist auch rasch geklärt: die Nachfolge-Pflegerin hat ihr diese besorgt.

Was da passiert ist, ist skandalos. Wenn man bedenkt, dass die Berufspfleger in der Regel zwischen 30 und 50 Klienten monatlich betreuen, dann fragt man sich, ob diese Frau ihre Klientin überhaupt näher gekannt hat. Es gibt heute, im Gegensatz zu früher, auch nur noch Pauschalbeträge, d.h., die Pfleger können ihre Arbeit nicht mehr wie früher stundenweise abrechnen. Das führt bei vielen sicherlich zu solchen oder ähnlichen Verhaltensweisen. Leider. Und leider ist das kein Einzelfall. Es gibt hier zwar Regelungen, aber ich weiß aus Erfahrung, dass diese nicht eingehalten werden.
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17.02.2006 00:06 Uhr von Kampfpudel
 
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@zirkelmine: Ich finde es auch widerlich, wenn Leute statt "widerlich" "wiederlich" schreiben.

Was bedeutet für Dich gesellschaftsfähig?
Nicht hilfebedürftig zu sein?
Dann warte mal, bis Du Hilfe brauchst und niemand für Dich sorgt.
Jetzt ist die Frau wirklich reif fürs Heim, aber nur, weil ihre Pflegerin sie hat verkommen lassen.
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17.02.2006 00:23 Uhr von Disassembler
 
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@primera: "Zur Wichtigkeit der News:
- Du brauchst sie ja nicht zu lesen
- Deine unqualifizierten Kommentare belegen bei SSN schon einigen Plattenplatz und die anderen tolerieren es auch."

und? soll ich jetzt von einer Brücke springen, das geht dich überhaupt nichts an, wie, was und wo ich schreibe, ich kann meine MEINUNG ÜBERALL HINEIN BRÜLLEN, wo ich auch gerade Lust zu habe.
Hier hast Du das Schild, hast es Dir zu Recht verdient ;-)
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17.02.2006 00:29 Uhr von swald
 
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Dream77: "deine theorie ist nicht schlecht. aber ich glaube nicht drann... denn sie ist ja im endeffekt der vormund für die frau gewesen UND die pflegerin.

Private Pflege beinhaltet mehr als nur waschen und bekochen... der papierkram, der haushalt usw das gehört alles dazu."

Wenn die Pflegerin eine Pflegschaft hatte, dann handelt es sich dabei um eine Vormundschaft, meistens für den Papierkram, den Rest machen andere, wenn sie beauftragt werden.
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17.02.2006 00:50 Uhr von beibein
 
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Pflegerin=Falsch,Richtig=Betreuerin: Betreuer\in Amtsgericht.
Pfleger\in Krankenkasse.
Haushaltshilfe
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17.02.2006 01:13 Uhr von swald
 
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beibein: Eine Pflegschaft kann vieles bedeuten...

http://www.ratgeberrecht.de/...
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17.02.2006 02:58 Uhr von beibein
 
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swald: Eine Endmündigung(Vormund) gibt es nicht mehr.
Der Betreuer soll anders als früher der Vormund nicht über
den betreuten,sondern für ihn entscheiden.
Noch einmal
Betreuer=Amtsgericht
Pflege=Krankenkasse-Leiblich
Pflege-Privat=AWO-Leiblich
Haushalt=Privat-Putzfrau
http://www.ratgeberrecht.de/...
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17.02.2006 06:59 Uhr von Maximus9382
 
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Komisch ist das die Frau so schnell aus der Wohnung geflogen ist, ich bin zwar kein Jurist, aber soweit ich weiss, ist eine Kündigung der Wohnung zwar möglich und in den ersten 10 Jahren wie man dort wohnt auch in einem monat mach bar, aber dann ab dem 11. Jahr, bekommt man pro Jahr was man dort wohnt, einen Monat mehr Kündigungsfrist, also hätte dir Frau eigendlich noch weite 2 Jahre dort wohnen dürfen.

Ich bin mir nicht mehr sicher ob das noch Aktuell ist.

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17.02.2006 08:31 Uhr von beibein
 
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Kündigung und Miterschutz: P R E S S E M I T T E I L U N G

Kiel, den 18.06.2002

Kündigung und Mieterschutz

Mieterrechte und -pflichten bei Vertragsbeendigung

(Kiel) Unbefristete Mietverträge können Mieter ohne Angaben von Gründen kündigen. Vermieter brauchen dagegen immer einen der im Gesetz aufgeführten Kündigungsgründe, zum Beispiel Eigenbedarf, wenn sie das Mietverhältnis beenden wollen.

Grundlose Kündigungen des Vermieters sind unzulässig, genau so wie willkürliche Kündigungen, Kündigungen um einen unliebsamen Mieter zu bestrafen, Kündigungen weil die Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden soll oder Kündigungen zum Zweck der Mieterhöhung, das heißt so genannte Änderungskündigungen.

Letztlich kann der Vermieter nur kündigen, wenn der Mieter gegen die Regeln des Mietvertrages verstoßen hat, beispielsweise die Miete gar nicht oder immer wieder unpünktlich zahlt. Hält sich der Mieter dagegen an die Vorgaben des Mietvertrages, kann der Vermieter typischerweise nur kündigen mit der Begründung:

* Hinderung angemessener wirtschaftlicher Verwertung: Das sind Fälle, in denen der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Hauses oder Wohnung gehindert wird und ihm hierdurch erhebliche Nachteile entstehen.
* Eigenbedarf: Wenn der Vermieter die Wohnung für sich selbst, einen Familienangehörigen oder eine zu seinem Hausstand gehörende Person benötigt. Der bloße Wunsch, in den eigenen vier Wänden wohnen zu wollen, reicht für den Vermieter nicht aus. Er muss vernünftige und nachvollziehbare Gründe benennen können, dass er ausgerechnet in der Mieterwohnung einziehen will.

Weder Mieter noch Vermieter können den Mietvertrag aber "von heute auf morgen" kündigen. Es müssen so genannte Kündigungsfristen eingehalten werden, erst danach endet das Mietverhältnis. Seit Inkrafttreten der Mietrechtsreform am 1. September 2001 gelten für Mieter und Vermieter unterschiedlich lange Kündigungsfristen.

Will der Mieter kündigen, muss er eine Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten. Die Wohndauer, das heißt die Zeitspanne, die er bisher in der Wohnung oder im Haus gewohnt hat, spielt keine Rolle mehr.

Kündigt der Vermieter, muss er je nach Wohndauer des Mieters gestaffelte Kündigungsfristen beachten: Bis zu einer Wohndauer von 5 Jahren heißt das, 3 Monate Kündigungsfrist. Bei einer Wohndauer von mehr als 5 Jahren sind es 6 Monate Kündigungsfrist, und nach 8 Jahres sind es 9 Monate Kündigungsfrist. Eine 12-monatige Kündigungsfrist gibt es für den Vermieter seit Inkrafttreten der Mietrechtsreform nicht mehr.

Die gesetzliche Neuregelung ist zwingend. Vertragsklauseln im Mietvertrag, die zum Nachteil des Mieters von den neuen Kündigungsfristen abweichen, sind unwirksam. Die Kündigungsfristen gelten auch für Mietverträge, die vor dem 1. September 2001 abgeschlossen wurden. Nur wenn in den alten oder bestehenden Mietverträgen ausdrücklich andere Fristen vereinbart wurden, können diese vorgehen.

Achtung: Die Vertragsparteien müssen aber nicht nur wissen, wann und mit welcher Frist sie kündigen können, sie müssen auch wissen, wie die Kündigungsfrist berechnet wird. Nur wenn die Kündigung spätestens am 3. Werktag des Monat beim Vertragspartner ankommt, zählt dieser Monat bei der Kündigungsfrist noch mit. Erhält der Vermieter die Mieterkündigung einen Tag zu spät, "verlängert" sich das Mietverhältnis praktisch um einen Monat: Ist die Kündigung bis zum 3. Juli beim Vermieter, endet die Kündigungsfrist am 30. September. Kommt die Kündigung erst am 4. Juli an, endet die Frist am 31. Oktober. Der Samstag zählt grundsätzlich ein Werktag, es sei denn, der Samstag wäre der 3. Werktag, dann zählt er nicht mit.

Alles Weitere zum Thema Kündigungsfristen, schon mit der neuesten Rechtsprechung, umfassenden Informationen zu den gesetzlich anerkannten Kündigungsgründen, wie Eigenbedarf und wirtschaftliche Verwertung, zum Recht der fristlosen Kündigung oder der Teilkündigung, zu Mieterschutzvorschriften, wie beispielsweise der Sozialklausel, zu Rechten und Pflichten bei befristeten Mietverträgen, natürlich zum Recht der Mieterkündigung mit allen Fragen zu Sonderkündigungsrechten und Nachmieterstellung, finden Mieter jetzt in der neu aufgelegten, 100-seitigen Mieterbund-Broschüre "Kündigung und Mieterschutz".

Die neue DMB-Broschüre kostet 5 Euro und ist ab sofort beim Kieler Mieterverein erhältlich. Sie kann auch bestellt werden beim DMB-Verlag, 10169 Berlin, oder im Internet unter http://www.kieler-mieterverein.de (5 Euro zzgl. Versandkosten).

Verantwortlich: Jochen Kiersch, Kiel



KIELER MIETERVEREIN E.V.

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