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Karriereknick für Berliner CDU-Politiker - sein Diplom ist nicht anerkannt

"2002/2005 postgraduales Studium Wirtschaftswissenschaften an der Freien Univ. Teufen/St. Gallen, 2005 Abschluss Diplom-Ökonom" schrieb bislang der Berliner Jung-Politiker Mario Czaja (CDU) in seinen Lebenslauf.

Nun bescherte der Abschluss jenes Schweizer Bildungsinstitutes dem 30-Jährigen statt Ansehen einen Karriereknick. Denn die Freie Universität Teufen gilt als Titelmühle, deren Diplome käuflich sind. Die Abschlüsse sind in Deutschland nicht anerkannt.

Gegen Czaja wurde Anzeige erstattet. Czaja räumte ein, anstelle eines Studiums einen einfacheren Weg gegangen zu sein. Er trat aus dem Ausschuss für Wissenschaft und Forschung aus, will nun in Deutschland Wirtschaft studieren.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Berlin, CDU, Politiker, Karriere
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2006 20:39 Uhr von no_trespassing
 
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Bevor man an solchen Titelmühlen irgendwelche Diplome für ein paar Tausender einkauft, sollte man sich über die Konsequenzen im klaren sein.

Gilt auch für Doktortitel und dergleichen.
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15.02.2006 22:05 Uhr von Davor
 
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Doktortitel ist easier

einfach ne polnische, slowenische o. ä. Uni finden - ghostwriter - fertig

muß man soweit ich weiß in der ganzen EU akzeptieren - kann man sich dann Dr auf die VK klatschen

auch die Schweiz hat ein Abkommen mit D aber betrifft nur anerkannte Unis und nicht sowas wie die FU Teufen
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15.02.2006 22:28 Uhr von ETweb
 
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also bevor Der nen Diplom macht soll Er erst mal Abi machen....

und davon abgesehn lassen sich meiner Meinung nach Vollzeitarbeit - und das sollte wohl ein Mandat sein und ernsthaftes Studium nicht vereinbaren.
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15.02.2006 22:35 Uhr von Kandis2
 
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würg! diese titelgeilheit in deutschland nimmt echt unerträgliche ausmaße an. wenn ich allein im it-bereich an die herren doktoren denke, die meinen, sie wären was besseres, nur weil sie eine arbeit mehr als die nicht-doktoren geschrieben haben ... zum kotzen!!!!!
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15.02.2006 23:27 Uhr von Daniele
 
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Wozu Doktortitel? Man weiß doch: Wo Klugscheißerei drauf steht, kann nur gut Klugscheißen oder?
<lol> <lol> <lol> <lol> <lol> <lol> <lol> <lol> <lol>

Nein, im Ernst, es gibt auch Doktoren, die sehr wohl sich in ihrem Gebiet auskennen und bestens im Beschreiben von Dingen. Solange aber dieser nicht mit seiner "besonderen Bildung" um die Ecke kommt. Heute kann man sich viel Bildung aus dem I-Net holen(aus Seiten von Universitäten oder FHs) und kann sogar mit einem Prof. mithalten, vorausgestzt, man gewissen "Stoff" bestens angeeignet.
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16.02.2006 13:20 Uhr von rubbledi.cats
 
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Hass Du Zettel in der Tasche kriegs Du Asche...

Wie viele TU Abgänger durch die Firmen geistern die keine Ahnung haben entzieht sich meiner genauen Kenntnis. Nur leider bekommt man beim Kontakt mit diesen Herren oftmals den Eindruck, dass sie nicht so genau wissen wie so dies und das geht...
Noch schlimmer sind die Herren aus den Ostblockländern. Haben sich irgendwo son Schein gekauft und glauben von sich selber was besseres zu sein...
Oder diese nervigen Underdogs, wos zu mehr nicht gereicht hat ausser BWL...
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16.02.2006 14:08 Uhr von hathkul
 
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also mal ehrlich glaubt ihr daß sich in ein paar jahren noch jemand dran erinnert daß dieser ARSCH versucht hat die wähler zu VERARSCHEN indem er kompetenz vorgegaukelt hat ?? das ist Betrug am Wähler und gehört mit einem lebenslangen Politikverbot bestraft. er kriegt ne kleine geldstrafe und verspricht dann ab jetzt immer brav zu studieren um was zu wissen von dem er offensichtlich vorher sicher war daß er es niemals wirklich wissen muss... diese typen hat es zu hauf in der politik, viel zu viele. weg mit ihm.
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16.02.2006 14:56 Uhr von Ja.Ne.Is.Klar
 
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WAHNSINN!!! in china ist ein sack reis umgeworfen worden weil er kein annerkanntes Diplom hatte.
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16.02.2006 15:19 Uhr von hathkul
 
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@Ja.Ne.Is.Klar: ja hurrah.
und in korea sind 2 säcke reis umgefallen weil schon wieder einem so ein geiler reissackspruch vom tippfinger rutsch nur weil ihn persönlich eine news einen dreck interessiert. wenns dich nicht interessiert dann lass es doch, auch noch allen mitzuteilen wie drastisch cool du bist und lies was anderes was interessanter für dich ist. politik scheint ja nicht dazu zu gehören. so what ?
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17.02.2006 12:51 Uhr von D_Duck
 
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postgradual?? postgradual, ne ist klar....
postgradual = nach der Graduation
Graduation = Verleihung eines Hochschultitels

Für ein postgraduales Studium brauchr man zuest mal ein ordentliches erstes Studium. Steht zwar auch so auf der Teufen Seite, aber es muss ja nicht stimmen, was da so steht und wird auch nicht richtig, wenn das ein Politiker in seinen Lebenslauf schreibt.

Die Freie Universität Teufen ist auch keine Uni im angenommenen Sinne, es ist vielmehr ein Firmennamen. Die Tätigkeiten dieses Unternehmens sind in der Schweiz solange erlaubt, solange keine schweizer Staatsangehörigen "betroffen" sind.

Eine Frechheit für alle, die ein ordnetliches Studium absolviert haben - egal welche Fachrichtung. Man könnte zwar diskutieren, ob ein Abitur unbedingt für eine Hochschulausbildung nötigt ist (sicher es gibt Ausnahmen - für solche die es wirklich verdient haben), aber das ist nun mal gesellschaftlicher Konsens. Und genau diese Gesellschaft will dieser Politiker vertreten? Sehr zweifelhaftes Vorgehen des jungen Mannes.
Er sollte von seinen Ämtern zurücktreten, wer in seinem Privatleben so kurzsichtig agiert, dem wird sicher der Weitblick für die politischen Probleme, die zu lösen er gewählt wurde, fehlen.
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17.02.2006 16:48 Uhr von vincentgdg
 
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@rubbledi.cats: Geiler Spruch, und leider sehr passend in Germany.

Ich kenne es aus eigener Erfahrung.
Habe mit 16 Jahren mit PCs angefangen in der Schule und wurde in der 12. Klasse der Schulprogrammierer. Seitdem bin ich dann dreimal mit Informatikstudium angefangen, habe es aber jedesmal geschmissen, weil die Studieninhalte hoffnungslos veraltet und am Thema vorbei waren - höhere Mathematik oder Physik z.B., aber kaum Programmierung oder Datendesign.

Ich habe mir in meinen 25 Jahren während der Studien, meiner Jobs und in meiner Freizeit alle möglichen Kenntnisse im IT-Bereich angeeignet, lang bevor es überhaupt irgendwelche Lehrberufe in dem Bereich gab.

Meiner Meinung nach gibt es nichts Besseres, als an realen Aufgaben zu lernen, statt an theoretischen Tests.

Aber wie sieht es jetzt aus?
Kein Stellenangebot ohne das übliche "überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium in Informatik" sowie "mind. 5 Jahre Erfahrung in dem gesuchten Bereich".

Wozu denn 5 Jahre?!
Was ich nicht in 6 Monaten dauerhafter Tätigkeit gelernt habe, das lerne ich auch in 5 Jahren nicht mehr, weil ich es offensichtlich einfach nicht brauche.

Aber das glaubt ja leider Niemand, bzw. es kommt ja nicht einmal zu einem Gespräch.

Grüße
Vince

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