14.02.06 15:41 Uhr
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Osnabrück: Polizeieinsatz gegen Streikposten

Auch in Osnabrück wird derzeit gestreikt. Müllabfuhr, Straßenreinigung, Kita-Erzieherinnen oder die Verwaltung: überall befinden sich Mitarbeiter im Ausstand. Bei einem Abfallwirtschaftsbetrieb eskalierte gestern die Situation.

Ab fünf Uhr morgens versperrten Streikposten das Tor und hinderten Müllwagen am Verlassen des Geländes. Um neun Uhr rief der Werksleiter die Polizei. Diese forderte die Posten mehrfach auf, den Weg freizugeben. Dem kamen die Posten jedoch nicht nach.

Um 9.45 Uhr setzte der Einsatzleiter 30 Beamte ein, um die Kette der Streikposten abzudrängen. Der Bezirksgeschäftsführer von ver.di kritisierte den Einsatz, der Werksleiter nannte die Blockade "rechtswidrig".


WebReporter: sluebbers
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Streik, Osnabrück, Polizeieinsatz
Quelle: www.neue-oz.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.02.2006 15:12 Uhr von sluebbers
 
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oha, da gehts ja los. bin mal gespannt ob es da noch ein nachspiel gibt. dürfen streikposten denn arbeitswillige kollegen am arbeiten hindern? kenn die rechtslage nicht...
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14.02.2006 15:57 Uhr von Mephisto92
 
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Nein: dürfen se nicht insofern war der Polizeieinsatz berechtigt.

Sag ich mal als Ver.di Mitglied
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14.02.2006 16:56 Uhr von Dr_K_Rombacher
 
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meine auch nein: Sehe das wie mephisto92 das der einsatz der polizei gerechtfertigt war.
schlisslich ist nicht jeder mitglied in der gewerkschaft muss also arbeiten und darf dann auch nicht von seinen kollegen gehindert werden...

andersrum finde ich die streiks auch ein wenig übertrieben aber das soll hier nicht thema sein...
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14.02.2006 18:40 Uhr von nester
 
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das erklärt: warum heut morgen nur einer hinten aufem müllabführ wagen stand und nicht, wie sonst üblich, 2... und was die gelben säcke heute noch anner lotterstraße machten....
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14.02.2006 19:13 Uhr von Borgir
 
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richtig: polizeieinsatz war ok. die streikenden dürfen das nicht. mal davon abgesehen streiken die eh unnötig. die forderungen werden nicht im ansatz erfüllt werden.
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14.02.2006 20:03 Uhr von kirschholz
 
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Wenn aus Streikrecht Erpressung wird. Streikrecht ist Streikrecht, und auch der öffentliche Dienst darf selbstverständlich dieses Recht wahrnehmen, um Interessen durchzusetzen. Es ist meiner Meinung nach allerdings fraglich, ob ausgerechnet die Müllabfuhr bestreikt werden muss, wobei viele andere Bereiche bestreikt werden können. Wird der Müll über Wochen nicht beseitigt, dann steigt die Gefahr von Krankheiten und Seuchen. So werden letztendlich diejenigen, die jetzt ohnehin unter Gehaltskürzungen leiden, und eine Wochen-Mindestarbeitszeit von 40 Stunden leisten müssen, bestraft.

Diejenigen Arbeitnehmer, die für einer steigenden Anzahl von Hartz-IV Empfängern aufkommen müssen, und andauernd zu hören bekommen, dass ihre Arbeitsplätze in Billiglohnländer exportiert werden können, wenn sie diese Lohnkürzungen oder jene strafferen Arbeitsbedingungen nicht akzeptieren, haben nicht unbedingt viel Verständnis, wenn ausgerechnet den nicht exportierbaren öffentlichen Dienst über eine 40-Stunden-Woche jammert.

Es ist kein Geheimnis, dass die Deutsche Wirtschaft sich in einer schwierigen Lage befindet, aber dass mein Müll nicht abgeholt wird (wofür ich SEHR teuer bezahle), nur weil der öffentliche Dienst sich weigert solange zu arbeiten wie deren Geldgeber, empfinde ich momentan als ´wenig hilfreich´.

Mir ist geradezu danach meine nicht abgeholten Müllsäcke vor der nächsten Ver.di Zweigstelle abzuladen.
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14.02.2006 21:21 Uhr von Big-Sid
 
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Die Cops: hätten gleich alle dieser Irren einsammeln sollen und sie mal für ein paar Tage unter Arrest stellen sollen, damit die sich mal gedanken machen, was sie für einen Mist verzapfen. Aber ja, den armen gehts sicherlich schlecht, wo sie doch eine Arbeit haben.
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14.02.2006 23:16 Uhr von SchlachtVati
 
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klasse das: die belegschaften sich nicht einig sind , entweder es wird gemeinsam gestreikt oder nicht ! aber schön zu erkennen das das schon ein kleiner bürgerkrieg im schädel ist !!!
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14.02.2006 23:27 Uhr von Troll-Collect
 
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@Daddy: Das darfst du denen nicht übel nehmen, das sind alles Selbstständige und Leitende Angestellte.
"Normale" Arbeitnehmer wären nämlich froh, daß nun einige gegen die neoliberale Umverteilung aufstehen.
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26.02.2006 11:16 Uhr von Glani
 
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@kirschholz: Tach,

zuerst einmal soviel:
Deutschland ist das (Fast) einzige Land der Welt was überhaupt kein "Streigesetz" hat. Das Streikrecht leitet sich nur aus Artikel 9 des Grundgesetzes ab - nebst den dazugehörigen Gerichtsentscheidungen.

Und nun zu Dir lieber "kirschholz" - weißt Du überhaupt was Du da redest?

Den Mitarbeitern beim öd geht es gar nicht um die 40 Stunden. Den geht es um die dahinter verborgenen Stellenstreichungen.
Nur zur Erinnerung: Der öd hat in den vergangegenen 10 Jahren 2 Millionen Stellen abgebaut. SOllte nun die 40 Stundenwoche Bundesweit kommen so werden weitere 350.000 Stellen gestrichen. Das nenne ich Zivielcourage und nicht Schwachsinn.
Hinzu kommt, dass im Länderbereich das Weihnachtsgeld zum Teil ganz gestrichen werden soll. Die Arbeitnehmer haben jedoch schon freiwillig auf ihr Urlaubsgeld verzichtet.

Soll ich noch mehr Beispiele bringen?
und Nein ich bin nicht Verdi Mitglied!

Liebe Grüße an alle Bildzeitungsleser.<fg>

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