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Schweiz: Neunjährige vor Gericht, weil sie einen Unfall provoziert haben soll

Das Schaffhauser Jugendgericht verhandelte im Fall einer Neunjährigen. Dem Mädchen wurde zur Last gelegt, am 18. August 2004 am Zebrastreifen absichtlich einen Unfall verursacht zu haben.

Die damals Achtjährige war zur Überraschung eines Autofahrers hinter einem Bus direkt auf den Zebrastreifen gelaufen. Laut der Jugendanwaltschaft verstieß sie somit gegen eine Verkehrsregel. Ihre Eltern akzeptierten jedoch nicht die verhängte Strafe.

Die Jugendanwaltschaft vertrat die Ansicht, dass eine Strafe in diesem Fall notwendig sei, um Kinder auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen und künftig Unfälle zu vermeiden. Nach Einschalten des Obergerichts hält man nun von dieser Praxis Abstand.


WebReporter: Katerle
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Schweiz, Gericht
Quelle: www.20min.ch

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.02.2006 11:04 Uhr von Katerle
 
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Nährere Informationen zum Unfallhergang und die künftige Handhabung bitte der Quelle entnehmen. Ich habe die News mehr auf die Aktivitäten der Jugendanwaltschaft bezogen.
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14.02.2006 12:08 Uhr von christianwerner
 
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Merkwürdige Praxis: Die Begründung der Jugendanwaltschaft Kinder in solchen Fällen zu bestrafen ist, dass sie deutlich auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden sollten!? Da frag ich mich doch, wie das im Zusammenhang mit der Gebührenrechnung steht, die ganz bestimmt nicht von dem Kind bezahlt wird. Der Unfall allein wird bei dem Mädchen schon etwas bewirkt haben. Sie wird es sich demnächst gut überlegen, mal schnell auf die Straße zu laufen...
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14.02.2006 13:09 Uhr von jens3001
 
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Merkwürdiges Verhalten 1. Ist das Mädchen mit 8 Jahren noch nicht mal strafmündig. Also WENN jemand bestraft wird, dann der/diejenige der sie zu diesem Zeitpunkt Schutzbefohlen war. Also z.b. ein Lehrer, ihre Eltern, Geschwister, etc.

2. Sie ist über einen Zebrastreifen gelaufen und kam hinter einem Bus vor.
Bei jedem normalen Autofahrer müssten Warnglocken in allen Tonlagen läuten wenn er einen Schulbus sieht, der zu der Zeit in der Schüler nunmal Unterrichtsschluss haben an einer Haltestelle steht und direkt davor/dahinter ein Zebrastreifen ist.
Ich würde mal darauf tippen, das hauptsächlich der Autofahrer die Schuld trägt.
Wobei nicht zu vergessen ist das Verkehrsunterricht nicht nur in der Schule vermittelt werden muss sondern auch zuhause und somit die Eltern ebenso eine Teilschuld mitzutragen haben.

Behaupte ich jetzt mal so ;)

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