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Durch Hartz IV werden freiwillige Feuerwehrmänner benachteiligt

Ein Einsatz der Feuerwehr in Frankfurt (Oder) offenbart neue Lücken in der Gesetzgebung rund um Hartz IV: Nach einem Einsatz beantragten zwei freiwillige Feuerwehrleute eine Mehraufwandsentschädigung, die allen Freiwilligen zusteht.

Beide Männer sind derzeit so genannte 1-Euro-Jobber. Die zuständige Arbeitsagentur verweigerte die Zahlung mit der Begründung, dass für Ehrenämter nicht gezahlt werde.

Damit werden Hartz-IV-Empfänger, die als freiwillige Feuerwehrleute arbeiten, schlechter gestellt als "normal" arbeitende Freiwillige. Dieser Zustand war selbst dem Bundesarbeitsministerium neu - Spielraum sehe man aber nicht.


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WebReporter: Reporta
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Feuer, Hartz IV, Feuerwehr
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.02.2006 11:40 Uhr von Reporta
 
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Das ist wieder ein Beispiel für etwas, was passiert, wenn Politik am "Grünen Tisch" gemacht wird. Das könnte man ja noch nachsehen, wenn dann wenigstens rasch und unbürokratisch gehandelt wird. Aber das Hickhack scheint erst einmal zu beginnen: siehe Quelle.
Manchmal braucht man sich wirklich nicht wundern, wenn die Leute auf nichts mehr Lust haben und sich keiner mehr um den Anderen kümmert...
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12.02.2006 15:18 Uhr von UMN
 
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Und so will man das Ehrenamt stärken? Von einem Politiker kam mal die Aussage, das Ehrenamt müsse gestärkt werden. Ich wusste bereits, dass freiwillige Feuerwehrleute ihre Aufwandsentschädigung versteuern müssen - eine Pauschale, wahrlich nicht zu hoch, die sie dafür erhalten, wenn sie im Einsatz sind. Von den vielen Stunden, in denen sie Übungen, Ausbildungen, Materialkontrolle usw. machen mal abgesehen, denn diese werden nicht abgerechnet. Die Aufwandsentschädigung erhalten sie dafür, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Einsätzen ausrücken, unter Umständen stundenlang löschen oder einem Verkehrsunfallopfer helfen. Und dann werden sie vom Fiskus auch noch so behandelt, als würden sie damit das große Geld machen.

Genauso passt diese Geschichte mit den Hartz-IV-Empfängern in dieses Bild. Ich verstehe es nicht, wie Bürokraten so unbendingt nach dem "Nur nach den Regeln"-Reflex handeln, auch wenn das Handeln widersinnig scheint. Diese Feuerwehrleute helfen unter Umständen auch mal mir. Also lasst den Quatsch!
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12.02.2006 15:36 Uhr von Thomas66
 
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kaum zu glauben: Und das schlimme daran ist, dass selbst die Gesetzgeber nicht blicken, was sie da eigentlich beschlossen haben.
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12.02.2006 15:55 Uhr von Buster_
 
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Wofür Entschädigung? Ich weiß zwar nicht wofür die Feuerwehrmänner Entschädigung haben wollen, aber man kann in einem Gesetz nicht jeden möglichen Fall beschreiben.

Sicher ist dies ein Problem der Gemeinden oder der Länder. Das wird sich vermutlich auch klären lassen. Aber wichtig ist ja erst mal zu jammern. Wenn ich 1-Euro Jobber wäre, würde ich mich auch erst mal selbst schlau machen welche Leistungen mir zustehen. In den Medien lassen sich solche Einzelfälle aber gut "Ausschlachten".
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12.02.2006 15:58 Uhr von blutherz
 
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Sorry aber: langsam bekomme ich nen Hals, ein Ehrenamt sollte ein Ehrenamt bleiben und man bekommt eben nichts dafür.
Das seit jahren die Mehraufwands entschädigung für Ehrenämter ist eine RIESEN Sauerei.
Viele Häusliche Krankenpflege Stellen werden so finaziert und so alle Tarifverträge usw umgangen.
Genauso wie dadurch "ABM" Stellen geschaffen werden.
Der Staat will doch sparen also weg mit der Mehraufwands Entschädigung.
Das würde bestimmt nicht zu weniger Leute führen die Ehrenämter übernehmen. Schliesslich macht man das ja nicht wegen der MAE....sondern weil man etwas Soziales für die Welt machen möchte.
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12.02.2006 16:08 Uhr von pixelfool
 
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@ blutherz: Zweischneidiges Schwert! Ein Ehrenamtler, der von Hartz4 betroffen ist, ist unter Umständen auf die MAE angewiesen, da er sich sein Ehrenamt auf Grund seiner knappen finanziellen Ausstattung schlichtweg nicht leisten kann.
Mir persönlich ist es lieber, ein engagierter Feuerwehr-Freiwilliger bekommt einen Teil seines finanziellen Aufwandes erstattet, als das er aus finanzieller Not lieber zu Hause bleibt, wenn Dein Häuschen brennt.
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12.02.2006 17:19 Uhr von Myles
 
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Mehraufwandsentschädigung??? Wo bekommt man denn als freiwilliger Feuerwehrmann eine Mehraufwandsentschädigung? Ich bin in Hessen in einer freiwilligen Feuerwehr und habe noch nie einen Cent Mehraufwandsentschädigung bekommen. Schließlich leiste ich dies ehrenamtlich und freiwillig, als Hobby. Nur der Arbeitgeber kann einen Kostenausfall beantragen...
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12.02.2006 17:46 Uhr von pixelfool
 
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@ myles: Genau darum geht es doch in der Quelle:

Du bekommst als freiwilliger Feuerwehrmann den Lohn für versäumte Arbeitszeit weitergezahlt, während Feuerwehrleute, die ihren 1-Euro-Job wegen eines Einsatzes versäumen, ihr ohnehin schon knappes Geld nicht erhalten, da nur tatsächlich gezahlte Arbeit vergütet wird.
Als freiwilliger Feuerwehrmann würd ich da auch sagen: Dann geh ich lieber zu meinem 1-Euro.Job und verdien ein paar lausige Kröten, als mein Leben bei der Brandbekämpfung zu riskieren.
Da sind mal wieder ein paar dämliche Bürokraten zugange, denen Buchstaben und Zahlen über gerechtigkeit gehen.
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12.02.2006 18:05 Uhr von mort76
 
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"Freiwillige Feuerwehr" ist kein Eherenamt für gelangweilte Hausfrauen und Rentner, die nur ein bißchen Zeit totschlagen möchten (ich arbeite beruflich auch mit Ehrenämtlern zusamen)-
die Leute opfern viel Zeit und riskieren ihr Leben und retten uns damit Haus, Hof und Kind.
Sie sind in dünn besiedelten Gebieten unverzichtbar, weil unsere Feuerwehr ziemlich kaputtgespart wird und die freiw. Feuerwehr fest eingeplant ist.
Da darf es auch gerne Geld für geben...
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12.02.2006 19:25 Uhr von Shaft13
 
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Kein Geld? Sicher das man kein Geld erhält, wenn man als Freiwilliger Feuerwehrmann Nachts Feuerlöscht, oder Wohnungen auspumpt??

Ein Bekannter aus Hessen hat Geld bekommen??
(Wiesbaden Frauenstein war der,soviel ich weiss)

Ohne Geld funktioniert eine Freiwillige Feuerwehr am Wochende in der Nacht??
Da muss man ja wirklich schon sehr motiviert sein,das man morgengs um drei das warme Bett verlässt oder eine geile Party verlässt um eine zB Katze vom Baum zu retten.
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12.02.2006 19:52 Uhr von pixelfool
 
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@ shaft 13: Ja, als Angehöriger der FF muss man sehr motiviert sein - aber wenn man sich vor Augen führt, dass vom eigenen Einsatz Menschenleben und Existenzen abhängen, ist das kein Problem.
Bei uns rennen fast alle Freiwilligen mit Alarmpiepern rum - wenn der anschlägt, lassen die alles stehen und liegen, egal ob es die Arbeit, ein Kinobesuch oder die eigene Hochzeit ist. Es geht nämlich bei der Rettung von Leben um Sekunden und das wissen die Kolegen der FF sehr genau (und es könnte ja auch das Haus von Freunden oder Verwandten sein, das in Flammen steht).
Ohne die FF wäre das Leben auf dem Lande um einiges gefährlicher und daher verstehe ich solch kleingeistige Regelungen nicht. Engagement sollte belohnt und nicht bestraft werden!
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12.02.2006 20:21 Uhr von schottenrock
 
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wirre welt: ich weiß nicht was die sich dabei denken. es ist doch nicht so, dass man sich von seiner arbeit drück und lieber in voller atemschutzmontur ein kleines mädchen aus einem brennendem haus rettet. die sparmaßnahmen sind doch schon erheblich genug bei kleinen freiwilligen feuerwehren in dörfern oder kleinstädten. die sparen doch schon wie die doofen, keine melder mehr sondern am besten nur noch handyalarmierung, keine übungsfahrten für maschinisten mehr. die sollen doch froh sein das es leute gibt die sich solchen stress zum hobby machen und noch nicht mal einen extra lohn dafür verlangen, sonder lediglich den verdienst der ihnen bei ihrer ehrenamtlichen arbeit flöten gegangen ist. also das finde ich nicht zuviel verlangt.
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12.02.2006 20:42 Uhr von megaakx
 
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Bei uns stand in einem Käseblatt etwas interessantes über die heutige Politig, Vetternwirtschaft usw drinne. wenn man das liest, wird einem echt schlecht.
Beispiele?
kleinunternehmern werden von anfang bis Ende Steine in den weg gelegt, man KÖNNTE ja Arbeitsplätze schaffen und das mag der Staat ja garnicht...
Oder die Sache mit der Feuerwehr... Also wenn die vom Amt das so sehen könnten se sich ja auch selbst retten wenns Haus brennt...
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12.02.2006 21:05 Uhr von kryptek
 
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@ Buster: Die Entschädigung ist hier eigentlich für den Arbeitgeber,der durch den Einsatz ja unter Verdienstausfall leidet.
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12.02.2006 21:26 Uhr von ringella
 
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feuerweher gehts viel zu gut: finde ja das es zuviele feuerwehern gibt, denn heutzutage ist dies eine kostenfrage. lieber wenige gut ausgebildete als sehr viele (in jedem ort) die nur unnötiges geld kosten wenn sie einmal im jahr zum einsatz kommen!!!
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13.02.2006 00:12 Uhr von Hugendubel
 
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@all: Als Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr (Hessen) kann ich nur sagen das es durchaus eine Aufwandsentschädigung gibt. Diese gibt es allerdings nur für Führungskräfte die innerhalb ihrer Feuerwehr, ja teilweise erhebliche, Verantwortung tragen und Verwaltungskram bewältigen müssen. Reich wird man damit allerdings auch nicht.
Weiterhin ist es in Hessen auch Gesetzlich geregelt das der Verdienstausfall ersetzt wird (wie das läuft kann ich aber nicht sagen, bin nur "Löschnkecht").
Bei Einsätzen bei denen der Verursacher bekannt ist (und keine Personen gerettet werden müssen) gibt es auch eine Entschädigung. ZB. bei einer Ölspur (Tiefergelgtes Auto und aufgerissene Ölwanne). Abgerechnet wird hierbei nach Stunden und der Gebührensatzung der jeweiligen Stadt. Dies ist auch gerechtfertigt! Ich bitte auch zu berücksichtigen das wir unsere Arbeit freiwillig machen! Wir haben aber keine Lust, durch die Dummheit anderer, kostenlos zum Straßenkehrer zu werden wo vielleicht zu Hause ein Geburtstag; Taufe; usw. läuft. Die Straßenreinigung obliegt anderen Einrichtungen.
Außerdem sind wir nur dem Namen nach freiwillig: Durch Eintritt in eine Hilforganisation ist man automatisch VERPFLICHTET an den zB. Einsätzen einer Freiwlligen Feuerwehr teilzunehmen.
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13.02.2006 00:36 Uhr von Hugendubel
 
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@ringella: Ja, das hört man immer wieder gern! Allerdings nicht als Angehöriger einer Hilforganisation.
Sparen, Sparen und nochmals Sparen. Nach dem Jahrhundert Hochwasser im Osten und den Terroranschlägen in den USA sollten die Hilfsorganisationen sogar mehr Geld bekommen. Allerdings warten die meisten Feuerwehren noch heute auf finanzielle Unterstützung. Aber nochmal auf Deinen Kommentar: Was kosten denn diese vielen kleinen Feuerwehren? Eigentlich nicht viel! Alle 30 - 35 Jahre gibt es mal ein neues Feuerwehrfahrzeug; neue Einsatzkleidung gibts nur wenn die alte auch wirklich aufgetragen ist; die Ausrüstung wird aus dem alten Fahrzeug übernommen; größere Anschaffungen finanzieren die kleinen Feuerwehren meist aus eigener Tasche (bei uns zB.: Lichtmast; Stromerzeuger; Hilfeleistungsanhänger; Leitkegel mit Blitzern; Persönliche Ausrüstung; Wassersauger; usw...). Weiterhin gilt es eine Hilffrist einzuhalten: Nach der Alarmierung muss Hilfe vor Ort sein! Dies ist gerade in ländlichen Regionen nur möglich wenn es Menschen gibt die anderen zu Hilfe Eilen ohne vorher schon nachzurechnen was es sie den jetzt persönlich kostet einem Wildfremden zu Helfen!

Denk mal darüber nach!
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13.02.2006 23:23 Uhr von alexolaf
 
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da will ich mir: keine Meinung bilden. Damals war ich auch so blöd, den Feuerwehrbeitrag zu bezahlen. Das müssen die untereinander regeln.

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