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Stuttgart: Sexueller Missbrauch an Patientin - Arzt bekommt sechs Monate auf Bewährung

Die 36. Strafkammer des Landgerichts in Stuttgart hat in einem Berufungsverfahren einen Allgemeinarzt wegen sexuellen Missbrauchs an einer Patientin zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Der Arzt hatte in seiner Praxis in Stuttgart-Mitte den Beischlaf mit einer Kranken ausgeübt. In einem früheren Verfahren bekam er 16 Monate auf Bewährung. Der Mediziner muss damit rechnen, dass ihm die Zulassung entzogen wird.


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WebReporter: Katerle
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arzt, Stuttgart, Monat, Missbrauch, Patient, Bewährung
Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2006 09:51 Uhr von Garviel
 
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Leider: gibt auch die Quelle nicht viel an Fakten zu den näheren Umständen her. Deshalb bin ich mal nur "verwundert" über das geringe Strafmaß, auch wenn für den Arzt der Entzug der Approbation sicher die eigentliche Strafe darstellt.
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10.02.2006 10:37 Uhr von XX-treme
 
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Absolutes Fehlurteil -> Vergewaltigung: "Von Vergewaltigung (veraltet: Notzucht) spricht man, wenn eine Person eine andere gegen ihren Willen unter Anwendung oder Androhung von Gewalt oder durch das Ausnutzen einer hilflosen Lage zum Geschlechtsverkehr oder anderen Handlungen mit sexuellem oder sexuell motiviertem Charakter zwingt."

Das Strafmaß sieht folgendermaßen aus:

(1) Wer eine andere Person

1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,

nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn

1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder
2. die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter

1. eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
2. sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden, oder
3. das Opfer durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

(4) Auf Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter

1. bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder
2. das Opfer
a) bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder
b) durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.

(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
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10.02.2006 10:43 Uhr von Garviel
 
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@XXtreme: Stimmt. Selbst wenn man davon ausgeht, dass hier ein Fall der "Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist" vorliegt, hätte das GEricht demnach auf mindestens ein Jahr erkennen müssen.
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10.02.2006 10:58 Uhr von adee
 
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@XX-treme: Ich weiß nicht, ob das wirklich gegen ihren Willen geschehen ist. In der Quelle steht nur drin, dass es unter Ausnutzung des Behandlungsverhältnisses passiert ist. D.h. er hatte Sex mit ihr während sie in Behandlung bei ihm war, was eigentlich für Ärzte ein Tabu ist.
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10.02.2006 18:37 Uhr von weaselBbg
 
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Unverständlich! Wenn ich von solchen Urteilen lese, komme ich immer zu der Auffassung, dass das deutsche Rechtssystem nicht funktionieren kann ... Der lacht sich doch ins Fäustchen!

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