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Hessen: Ministerpräsident Koch sieht ab 2010 Grundlagen für neue Atomkraftwerke

In der Union sprachen sich zuletzt zahlreiche politische Kräfte für die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken aus. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) geht noch einen Schritt weiter: Er favorisiert ab 2010 Neubauten von Atommeilern.

Nachdem Rot-Grün abgewählt wurde, zeigen sich Befürworter der Atomindustrie optimistisch. «Kernenergie ist eine Zukunftstechnologie», so Walter Hohlefelder vom Deutschen Atomforum. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will ebenso längere Laufzeiten.

Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ist dagegen. Roland Koch drängt förmlich die Energiebranche zur Atommeiler-Rückkehr: Das Neubauverbot ließe sich aushebeln, doch um das zu erreichen, müsse «irgendwann auch mal einer einen Bauantrag» stellen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Grund, Minister, Hessen, 2010, Ministerpräsident, Atomkraftwerk, Koch, Atomkraft, Grundlage
Quelle: www.spiegel.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2006 21:57 Uhr von rheih
 
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Dass: der Herr Koch überhaupt noch politisch tätig sein darf ist schon tragisch....

Immerhin war er mal der brutalst mögliche Aufklärer.....

Aber er hat einfach alles unter den Teppich gekehrt und regiert fröhlich weiter... :-(

Genau wie Schäuble, der heute Bundesinnenminister ist. Schäuble hat immer noch nicht die Wahrheit über die 100.000 DM-Spende gesagt....
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09.02.2006 21:59 Uhr von rheih
 
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Atomkraftwerke: Statt der Atomkraft sollte man lieber Geld in alternative Energien (Sonne, Wind) stecken!

Gegen neue Atomkraftwerke!
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09.02.2006 22:43 Uhr von docx
 
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Den Koch sollte man kochen! Die Tschernobyl-Überlebenden werden noch 25.000 Jahre lang ein Lied davon singen können.
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09.02.2006 23:04 Uhr von SchlachtVati
 
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schade eigentlich: das man sich nicht für einen fusionsreaktor öffnen will !

auf der einen seite , mit so einem teil ist man für eine seeeehr lange zeit versorgt und weniger abhängig , auf der anderen seite , wenn es rumst dann gleich richtig . ist es nicht so das frankreich so ein "knuffel" hat oder baut ?
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09.02.2006 23:23 Uhr von usambara
 
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Koch ins Endlager Exportiert doch die Zukunftstechnologie in den Iran.
Da gibt es grosse menschenleere Wüsten und nicht
dichtbesiedelte Gebiete wie RheinMain (Biblis).
Schweden will in den nächsten 10-15 Jahren unabhängig sein von Atom und Öl. Das ist Zukunft.
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09.02.2006 23:32 Uhr von Schafschen
 
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hätte: man all die subventionen für die wind/sonnen anlangen in atom-forschung gesteckt, wären unsere kraftwerke verdammt sicher und effizient.

die einzige lohnende natürliche energie ist wasserkraft, der rest lohnt sich nur dank der subventionen die die bösen bösen grünen durchgesetzt haben.

"am besten wir sterben gesund"...

was gibt es gegen sichere atomkraft einzuwenden?
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09.02.2006 23:51 Uhr von roichi
 
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@ SchlachtVati: Ein Fusionsreaktor rumst nicht, wenn etwas schief geht.

Beim Fusionsreaktor wird unheimlich viel Aufwand benötigt, um die Reaktion durchzuführen. Wenn es zur Störung kommt, bricht die Energieversorgung zusammen und die Reaktion hört einfach auf.

Beim KKW wird die Reaktion dagegen auch ohne großen Aufwand am Leben erhalten, nämlich sobald eine Kritische Masse vorhanden ist. Da ist der Aufwand eher das Steuern und Unterdrücken der Reaktion.

Nicht nur Frankreich baut einen Versuchsreaktor.
In Greifswald wird momentan der Wendelstein-X gebaut. Dazu gab es vor ein paar Tagen auch einige news hier.

@ Schafschen

"was gibt es gegen sichere atomkraft einzuwenden?"

Nichts.
Fusionsreaktoren sind voll in Ordnung.

Nur KKWs sind nicht gerade das Beispiel an Sicherheit.
Abgesehen von den unangenehm strahlenden Abfallprodukten.
Kannst ja vorschlagen, nen Endlager in deiner Garage einzurichten.

</ironie>
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09.02.2006 23:53 Uhr von Mr.Gato
 
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Blablubb... Und schon wieder kommt irgendwer mit der Tschrnobyl Keule angelaufen. Wird langsam langweilig.

Google n bissi und erkenn dann, daß speziell in D sowas NIE passieren wird. Und in der UKR auch net mehr.

PS: Wenn die Überlebenden noch 25k Jahre was davon haben, sind se ja hervorragend weggekommen (:

Hehe... musste sein, bin sonst net so kleinkarriert


@rheih: *looool* Is klar... sämtliche Fläche in D wird ne gigantische Solarplatte und wo noch Zwischenraum ist, wird n Winkraftdingens hingestellt.

@Vati: Fusion is ne gute Sache und geforscht wird daran ja schon. Allerdings - soweit ich weiss - soll, wenn es Stress gibt, erstaunlich wenig passieren.

@Schafschen: Dito! Und hab ich ja oft genug in anderen Atomdiskussionen gepostet.
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10.02.2006 00:17 Uhr von swald
 
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Mr.Gato: "Google n bissi und erkenn dann, daß speziell in D sowas NIE passieren wird. Und in der UKR auch net mehr."

Klar niemals, nur ist der Faktor Mensch nicht berechenbar, die Genauigkeit sinkt mit dem Vertrauen in dei Technik schlendrian schleicht sich ein (z.B. Biblis).

...und einen Flugzeugabsturz halten alle (!) nicht aus und das ist seit 9/11 ja nicht gerade abwägig.
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10.02.2006 00:44 Uhr von Mr.Gato
 
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@swald und einen Flugzeugabsturz halten alle (!) nicht aus und das ist seit 9/11 ja nicht gerade abwägig.

---

Ok, endlich ma ein gutes Argument. Da sollte wohl tatsächlich noch n bissel nachgebessert werden. Und das, obwohl ich der Meinung bin, daß sowas wie 9/11 sich wohl net mehr wiederholen wird. Aber möglich wärs ja schon.

Ich hab ma irgendwann was von Problemen in Biblis gehört, weiss aber net mehr, was es war und in wieweit problematisch. Kann mir aber net vorstellen, daß wir fast nen GAU oder so gehabt hätten. War da net was mit Kühlwasserrohren?

Aber wir wissen doch alle, daß speziell Störfälle in AKWs gerne als beinahe GAUs verkauft werden.
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10.02.2006 00:49 Uhr von SchlachtVati
 
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@roichi und mr.gato: da bin ich ja richtig angetan und positiv überrascht , das die sache klimpflich abginge !!! dankeschön

ein frage hab ich da noch , wie ist effizienz gegenüber einem atomkraftwerk zu sehen ? oder irre mich da auch das ein fusionsreaktor den gesamten energiehaushalt von D
decken könnte ?

btw:die vatis können aber auch nur fragen stellen heut ;)
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10.02.2006 05:37 Uhr von Buster_
 
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@Mr.Gato: Wenn du mal mit Google richtig suchen würdest, könntest du feststellen das manchen Rasenmäher besser kontrolliert wird als einige Bereiche von Deutschen Atomkraftwerken. Du würdest auch feststellen das die Sicherheitsanforderungen in den letzten Jahren immer weiter zurück gefahren wurden.

Wenn unsere Politiker nicht so popolistisch und innovationslos wären würden sie sich Ziele wie die Schweden setzen:
http://shortnews.stern.de/...
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10.02.2006 05:41 Uhr von Buster_
 
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Popo? Gut da sollten es die Politiker auch spüren, meinte aber
den Populismus.
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10.02.2006 07:46 Uhr von jens3001
 
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Atomkraft ist an sich nichts schlechtes. Allerdings bringt die Reaktion die bei der Energieerzeugung zustande kommt grosse Risiken mit sich. Auch die Entsorgung, bzw. Endlagerung der verbrauchten Brennstäbe ist nicht unproblematisch.

Ein Fusionskraftwerk brächte diese Probleme nicht. Ich weiss leider nicht wie effizient diese wären aber wenn sie zumindest in die Nähe von AKWs kommen würde, wäre es eine Alternative.

Alternative Energiequellen (Solar, Wind, Wasser, etc.) sind zwar ganz nett und reichen für einen Privathaushalt aus (muss nicht mal das ganze Dach gepflastert werden ;) ) aber was macht man mit Firmen, Industrieanlagen, Discotheken, Vergnügungsparks, etc.? Deren Energieverbrauch ist um einiges höher und durch alternative Energie nicht zu decken.

Neue Technologien (z.B. Fusion) müssen her. Der Weggang von Kernspaltung ist wichtig für die weitere Zukunft.. denn ein richtiger Unfall und es sähe für sehr viele Menschen sehr übel aus.
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10.02.2006 11:37 Uhr von eros007
 
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@Fusions-Befürworter: An die Adresse jener, die Fusionsreaktoren wünschen, möchte ich folgendes sagen:
Derzeit weiß man nur vom theoretischen Potenzial dieser Art der Energiegewinnung. Bis heute muss man in jeden (Forschungs-)Reaktor mehr Energie reinstecken als man rausbekommt. In Greifswald wird es nicht anders sein.
Übringens wird der Reaktor, der in Frankreich gebaut wird, auch von Deutschland unterstützt. Großzügig. Also Deutschland macht da auch mit. Dass Frankreich zum Zug kam, hat natürlich mit gewissen Förderungen der französischen Regierung zu tun. Aber besser dort als in Japan. Der Reaktor ITER soll als erster mehr Energie rausbekommen als man reinsteckt, um Temperaturen von über 100 Mio. Grad zu erzeugen. Kostet aber viele Milliarden, wird deshalb unter Beteiligung nahezu aller größeren Industriestaaten gebaut.
Was das Problem an Kernfusion ist (ich kenne die vielen Vorteile: aus 1 m^3 Wasser bekommt man etwa so viel Energie wie aus 42 m^3 Erdöl, die Radioaktivität ist sehr gering und nach 100 Jahren beinahe vollständig abgeklungen), ist der Zeitpunkt des möglichen Einsatzes. Wenn alles nach Plan läuft (und wie oft ist das bei solchen Forschungen schon der Fall), dann werden die ersten Reaktoren um 2040 industriell Strom liefern. In Deutschland wahrscheinlich um einige Jahre verzögert. D.h. die meisten hier werden zumindest alte Greise sein, wenn wir den Strom aus Fusion gewinnen. Mittelfristig führt also kein Weg an der Förderung alternativer Energien vorbei. Auch den Ausbau von Kernspaltung sollte man nicht prinzipiell ausschließen. Wohl aber die Abhängigkeit von Erdöl, Erdgas und Kohle verringern. Denn CO2 ist in der nahen Zukunft wohl das größte Problem. Wegen des sog. Emissionshandels zahlt sich das auch wirtschaftlich wohl bald aus.
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10.02.2006 11:52 Uhr von vst
 
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ob es jemals: zu einem funktionierenden fusionsdinger kommt steht irgendwo in den sternen.

und den satz:
>hätte man all die subventionen für die wind/sonnen anlangen in atom-forschung gesteckt, wären unsere kraftwerke verdammt sicher und effizient<

kann man auch umdrehen.
hätte man das ganze geld, das man in die atomkraftwerke gesteckt hat und noch heute steckt.....

es glaubt doch keiner von euch, dass atomstrom so billig ist wie das behauptet wird?
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10.02.2006 12:07 Uhr von D1S
 
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@vst: Auf jeden Fall deutlich billiger als Solar und Windstrom. Und das wird auch zukünftig so bleiben.

Für jedes Atomkraftwerk, dass wir abschalten, bauen die Franzosen ein Neues. Und wir kaufen Strom bei denen ein. Der Sinn? Gibt keinen... Außer das die Grünradikalen sich toll finden.

Nicht mal zu erwähnen, dass die meisten Gegner der Kernkraft (sei es nun Fusion oder Spaltung) allerhöchstens über ein grobes Grundwissen über die Technik bzw Vorgänge in Atomkraftwerke und Solar/Wind Kraftwerke verfügen.

Das Einzige was im Kopf rumschwirrt ist "Kern=Atom=Radioaktivität=doof", "Sonne=Wind=toll" und "Tschernobyl". Und das reicht ja anscheinend den einen oder anderen Stuß in Foren zu schreiben.

Ich hatte ja schon in nem anderen Thread geschrieben, dass das Verhältnis Energie"gewinnung" zu Platz und Kosten in keinem angemessenen Verhältnis steht oder jemals stehen wird.
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10.02.2006 12:14 Uhr von vst
 
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d1s: hast du in deine kosten-nutzen-rechnung auch die milliarden die der staat dazuschießt mit eingerechnet?

hast du in deine kosten-nutzen-rechnung auch die schäden miteingerechnet die durch fehler im betrieb, durch lecks, durch austreten von strahlung etc. entstehen?

hast du in deine kosten-nutzen-rechnung auch die milliarden, die die entsorgung des mülls kosten mit eingerechnet?

wenn betreiber von atomkraftwerken ihre kosten alle selbst tragen müssten könnte sich kein mensch atomstrom leisten.
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10.02.2006 12:17 Uhr von Notre-Billstedt
 
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hehe: vieleicht maschiert dann Frankreich bei uns ein weil wir dann wieder atomanlagen betreiben wollen als böösse Deutsche.. ach nee die verdienen ja an uns weil wir ja unseren Atommüll bei denen aufbereiten lassen..
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10.02.2006 13:08 Uhr von swald
 
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Mr.Gato: "Ich hab ma irgendwann was von Problemen in Biblis gehört, weiss aber net mehr, was es war und in wieweit problematisch. Kann mir aber net vorstellen, daß wir fast nen GAU oder so gehabt hätten. War da net was mit Kühlwasserrohren?"

Das Problem ist der Mehsch, stell dir mal vor du arbeitest seit 20 Jahren in einer Firma, du bist sehr qualifiziert, du machst einfache Tätigkeiten, die sehr gewissenhaft ausgeführt werden, du wirst immer mit dem Slogan wir sind sicher konfrontiert, es passiert auch nie etwas.

wie gewissenhaft kannst du sein?
Wie viele von 100 versagen?
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10.02.2006 13:21 Uhr von D1S
 
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@vst: Ja sicher! :)

Übrigens:
Ökostrom wurde (und wird?) ebenfalls ordentlich subventioniert. Es wurde sogar geschmiert, damit man die Dinger (also Windräder) überhaupt irgendwo bauen darf.

Windräder gehen recht häufig kaputt, auch wenn das selbstverstänlich totgeschwiegen wird. Die werden dann entweder kostenintensiv repariert, bleiben abgeschaltet oder sogar wieder abgebaut. Alles weitere zusätzliche Kosten.

Von der Entsorgung von Bestandteilen der Windkrafträder braucht man ja auch nicht zu sprechen. Die werden verbrannt, weil nicht recyclebar.

Atomstrom (auch wenn mans auf Kernfusion reduziert) bleibt immer noch günstiger als Windkraft und Solarkraft (Wirkungsgrad ist unter aller Sau)
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10.02.2006 13:39 Uhr von kathleenchristine
 
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Wer regt sich auf? Und warum eigentlich? Atom ist im Moment in jeder Form voll im Trend, also warum nicht auch das noch?
Einige sind noch in der Politik denen man einiges vorwerfen könnte....
rheih - die "normalen" kleinen Bürger sind manchmal seriös, die Diskussion hatten wir doch schon mal?
;)
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10.02.2006 13:50 Uhr von eros007
 
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D1S: >> Atomstrom (auch wenn mans auf Kernfusion reduziert) bleibt immer noch günstiger als Windkraft und Solarkraft (Wirkungsgrad ist unter aller Sau)

Du meinst sicher Kernspaltung, oder? Falls nicht, dann noch mal: Kernfusion kann man - selbst wenn zukünftig mehr Mittel in die Erforschung fließen - frühestens in 30 Jahren nutzen. Nur ein ganz kleines Beispiel, weil wir in Deutschland daran arbeiten: Die Herstellung der Materialen für die Reaktorwände ist bis heute nicht richtig gelöst. Zu schnell verspröden die Materialen beim Betrieb, sodass sie nach kurzer Laufzeit ausgetauscht werden müssten. Doch sind sie dann radioaktiv, also nicht unproblematisch.

Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich bin auch der Meinung, dass wir Kernfusion erforschen müssen, dass wir den Ausstieg aus dem Strom aus Kernspaltung überdenken sollten. Wahrscheinlich sogar neue Kernkraftwerke bauen sollten.
Aber ich bin auch der Meinung, dass jeder Euro, der für erneuerbare Energien ausgegeben wurde und wird, das Geld auch wert ist. Mittelfristig werden alle sonstigen Energieträger (fossil und "radioaktiv") nämlich knapp und drohen damit übermäßig teuer zu werden. Das würde unserer Wirtschaft stark schaden, eine Rezession auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, wäre die Folge. Wenn wir aber Alternativstrategien haben (z.B. Windräder), dann lässt sich dieses Szenario abfedern. Denn je teurer die Rohstoffe, desto mehr rechnet sich der Strom aus Wind und Sonne. Deren Preis ist nämlich - bis auf Material - unabhängig von der Rohstofflage und die Energiegewinnung wird durch technische Weiterentwicklungen immer effizienter und/oder billiger. Außerdem steigt dann der Bedarf im Ausland, das die Entwicklung verschlafen hat. Also haben wir - wenn der Export an Autos eines Tages nachlässt - einen neuen "Exportschlager". Nur durch Technik können wir uns leisten, auf Dauer unser Wohlstandsniveau zu halten, ohne durch Billiglohnländer gefährdet zu werden. Also nur dadurch, dass wir forschen und Neues etwas schneller entwickeln als alle anderen.

Ich hoffe, auch du siehst ein, dass es dumm ist, ein Gebiet, auf dem wir viel Wissen (und z.T. einen wesentlichen Vorsprung) erarbeitet haben, einfach aufzugeben, bevor es sich rechnet. So wie es heute nämlich aussieht, wird sich das bald rechnen. Ölpreise sind am Steigen und niemand weiß, wie man das stoppen kann. Uran wird auch bald teurer werden. Und die Erforschung des Fusionsreaktors ist zwar gut. Aber wir müssen erst mal so lange durchhalten, bis industriell Strom erzeugt werden kann. Wie, wenn nicht mit Erforschung und Beteiligung aller Energieträger, die es gibt?
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11.02.2006 11:09 Uhr von vst
 
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D1S: >Ökostrom wurde (und wird?) ebenfalls ordentlich subventioniert. Es wurde sogar geschmiert, damit man die Dinger (also Windräder) überhaupt irgendwo bauen darf.<
natürlich.
alles was sich selbst nicht trägt aber die chance besteht, dass es gebraucht wird (vorsichtig ausgedrückt) wird subventioniert.
dass geschmiert wurde um windräder aufzustellen, dem will ich nicht widersprechen.
dass aber die atomkraftwerkebetreiber heute noch schmieren ist so sicher wie das amen in der kirche.
oder warum sind koch und öttinger so scharf drauf die alten in betrieb zu halten und neue bauen zu lassen?

>Windräder gehen recht häufig kaputt, auch wenn das selbstverstänlich totgeschwiegen wird. Die werden dann entweder kostenintensiv repariert, bleiben abgeschaltet oder sogar wieder abgebaut. Alles weitere zusätzliche Kosten.<
stimmt.

>Von der Entsorgung von Bestandteilen der Windkrafträder braucht man ja auch nicht zu sprechen. Die werden verbrannt, weil nicht recyclebar.<
ach ja? da ist es natürlich viel einfacher die verstrahlten teile eines atomkraftwerkes zu entsorgen. und viel billiger.

>Atomstrom (auch wenn mans auf Kernfusion reduziert) bleibt immer noch günstiger als Windkraft und Solarkraft (Wirkungsgrad ist unter aller Sau)<
günstiger? das glaubst du doch selbst nicht.
wo ist ein atomkraftwerk günstiger?
die rechnung würde ich gerne sehen.
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11.02.2006 14:19 Uhr von Troll-Collect
 
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auch totgeschwiegen: "Im Bundesforschungsministerium wird Bares knapp, weil der Rückbau eines Forschungsreaktors in Karlsruhe eine halbe Milliarde Euro verschlingt. Die neue Ministerin Annette Schavan muss das Geld von ihrer Innovationsoffensive abzwacken"
http://www.taz.de/...

wenn man unterschiedliche Technologien vergleicht, sollte man alle Kosten mit einbeziehen.

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