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Schweden will erdölunabhängige Energieversorgung

Nach der Ankündigung von US-Präsident Bush, die USA unabhängiger von Erdöl zu machen, ssn berichtete, will nun Schweden noch weitaus radikaler aus der Energieversorgung mit dem fossilen Brennstoff aussteigen.

Bis 2020 sollen, unter Vermeidung des Neubaus von Atomkraftwerken, sowohl Industrie als auch private Verbraucher auf erneuerbare Energieträger umgestellt sein.

Schweden geht schon jetzt mit gutem Beispiel voran: Seit dem Jahr 1970 wurde der damalige Anteil von Erdöl an der Energieversorgung von 77 Prozent auf bis jetzt 34 Prozent gedrosselt.


WebReporter: Reporta
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Energie, Schweden, Schwede, Abhängigkeit, Energieversorgung
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2006 18:16 Uhr von Reporta
 
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Man kann nur hoffen, dass die Schweden nicht die Einzigen bleiben, die den Trend erkannt haben und konsequent umsetzen. Wenn das, (Alptraum) doch so bleiben sollte, werden auch die Knäckebrotesser in 100 Jahren mit in den Strudel der Krise gezogen werden. Aber ich hoffe ja immer noch auf einen Lern- und Nachzieheffekt.
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09.02.2006 20:12 Uhr von Buster_
 
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Beispiel gebend: Das nenne ich mal einen ehrgeizigen, aber richtungsweisenden Schritt. So ein Projekt fördet auf jedem Fall die Forschung auf dem Gebiet der Erneuerbare Energien.
Aber das Schweden es schafft in so einem kurzem Zeitraum den Anteil des Atomstroms von 40% auf Null zu fahren glaube ich nicht. Der Verzicht auf fossile Brennstoffe wie Erdöl dürfte dagegen kein großen Problem darstellen. Davon nutzt Schweden jetzt schon nicht viel. Da müssen im wesentlichen nur die Kfz umgestellt werden.

Sollten Schweden diesen Schritt schaffen, hätten sie in einigen Jahren sicher einen Wettbewerbsvorteil und eine größere Unabhängigkeit.
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10.02.2006 11:15 Uhr von eros007
 
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@Buster_: Das mit dem Atomstrom ist natürlich eine etwas andere Sache. Andererseits diskutiert man ja in Schweden auch eifrig, nicht doch Reaktoren der neuen Generation wie in Finnland zu bauen.

Was allerdings die Strategie "Los vom Erdöl" betrifft, muss ich den Schweden meinen Respekt aussprechen. Wer so handelt, kann vielleicht auch in 20 Jahren noch reich sein und einen der besten Sozialstaaten erhalten - trotz Billiglohnländern und Rohstoffverknappung. So ein Schritt birgt natürlich Risiken, denn niemand weiß wirklich, ob dieses Ziel auch tatsächlich wie geplant zu realisieren ist. Aber wer nix riskiert, der nix gewinnt.
Ich würde mir wünschen, wenn in Deutschland die Investitionen in die Erforschung erneuerbarer Energien deutlich erhöht würden. Nicht zuletzt wegen der Ankündigung der USA, ihre Ölabhängigkeit zu reduzieren. Wenn sie das schaffen wollen, werden sie auch Know-How aus dem Ausland brauchen. Damit könnten wir Geld verdienen. Aber nur, wenn wir die Anstrengungen erhöhen und gleichzeitig sinnlose Subventionen wie z.B. die Kohleförderung, Eigenheimzulage und einiges mehr so schnell wie möglich gänzlich abbauen. Das frei gewordene Geld kommt dann in die anwendungsnahe Forschung und - wenn es wie im Beispiel der Windenergie nötig sein sollte - für beschränkte Zeit auch in den Betrieb von Alternativen.
Falls sich diese Alternativen nicht rechnen, muss natürlich auch die Förderung aufhören. Aber den Versuch ist es in jedem Fall wert, denn man weiß ja vorher nicht, was sich durchsetzen wird.

Noch was zum Thema: Deutschland wird die Pläne Schwedens so leider nicht "nachmachen" können. Das liegt daran, dass Deutschland schlicht und einfach die Fläche für den Anbau von Energieträgern (sprich Wälder für Holz, Äcker für Ölersatz) fehlt. Schweden plant ja riesige Waldflächen für dieses Vorhaben zu nutzen. Dennoch sollten wir prinzipiell ebenso wie Schweden den Ausbau alternativer Energieträger noch stärker fördern. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass der Ölpreis auf Dauer hoch bleibt bzw. noch steigt. Es dauert gar nicht mehr so lange, bis sich die Alternativen also wirklich rechnen. Der Zeitpunkt ist also eindeutig absehbar.

Diese Diskussion läuft in Schweden jetzt schon seit etwa 3 Wochen (bevor sie jetzt auch Deutschland erreicht hat... schämt euch deutsche Medien, dass ihr erst über britische Medien darauf gekommen seid!). Alle Kommentare in schwedischen Zeitungen sehen große Chancen in diesem Projekt. Eigentlich keiner sagt, dass man das Risiko nicht eingehen soll, weil es zu viel kostet. Man sieht es als Investition. Zahlt sie sich aus, ist das super. Falls es aber nicht wie geplant läuft, dann hat man es wenigstens nach bestem Gewissen versucht. So viel Mut wäre in Deutschland manchmal auch wünschen. Das ist das, was Deutschland manchmal fehlt, um ganz vorne mitforschen zu können. Die übergroße Angst, dass es vielleicht doch nicht ganz so gut laufen könnte.

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