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Venezuela: Chávez gebraucht starke Worte gegen Blair

Mit einem «Fahren sie zur Hölle, Mr. Blair» hat Venezuelas Präsident eine Ansprache des Premiers aus Großbritannien kommentiert. Blair hatte in einer Rede empfohlen, das Land solle die demokratischen Regeln der internationalen Gemeinschaft respektieren.

Chávez bezeichnete es als «unmoralisch» und «schamlos», wie Blair sich den Interessen der USA beuge. Der hatte in seiner Ansprache vor dem Parlament in London auch dafür plädiert, Kuba solle eine funktionierende Demokratie werden.

Chávez wies darauf hin, dass Blairs Äußerungen kamen, nachdem Bush dazu aufgerufen hatte, eine Radiostation, die pro-US-amerikanische Nachrichten in Lateinamerika verbreitet, zu sponsern.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wort, Venezuela, Hugo Chávez
Quelle: www.swissinfo.org
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2006 01:58 Uhr von la_iguana
 
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Mit Händen und Füssen, scheint er sich zu wehren, der Chavez. Persönlich habe ich immer mehr für einen Dialog unter den Völkern der Welt plädiert. Solch „starke“ Worte wie sie derzeit von Nord nach Süd, von Ost nach West und umgekehrt durch die Welt ziehen irritieren mich etwas. Alles „nur“ Presse oder was?

Und ob Kuba eine "funktionierende Demokratie" sein soll: das müssen die Kubaner am Besten wissen.
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09.02.2006 09:47 Uhr von pixelfool
 
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Na ja! Man muss aber die Vertreter der sogenannten 1. Welt schon verstehen. Da haben sie in den letzten Jahrzehnten hunderte von Millionen in faschistische Paramilitärs, Contras, Mordbanden und Invasionen investiert, um Südamerika dem Willen der "freien Welt" zu unterwerfen, und das undankbare Volk wählt einen Sozialisten nach dem anderen an die Macht.
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09.02.2006 10:46 Uhr von usambara
 
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Er sagt was er denkt. Das tun viel zu wenig Politiker.
Durch sein ÖL brauch er auf niemanden Rücksicht
nehmen, wie die anderen die Bush sonstwo reinkriechen.
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09.02.2006 12:05 Uhr von mk23
 
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wenn man sich mal wirklich mit dem thema: auseinandersetzt und sich nicht nur auf medien propaganda bezieht wird einem klar das Venezuela teils viel demokratischer ist als beispielsweise die brd . außerdem beteiligt Chávez sein volk an den gewinnen vom öl was man von den ländern nicht behaubten die ihr öl an us firmen verkaufen (müssen) .
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09.02.2006 14:26 Uhr von Muta
 
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Wichtiger Absatz noch aus der News: "Stay in your place, Mr. Blair, you are not one that has the morality to criticise anyone," Chavez said during a speech. "Venezuela is a free nation. Do you believe we´re still in times of imperialism and colonialism?"

Nun, damit hat er ohne Zweifel Recht. Hat sich Großbritannien unter Blair zur Musterdemokratie gewandelt (Folterskandale, Bürgerrechtseinschränkungen usw.)? Wohl eher nicht.
Unter Anderem die Förderung der Basisdemokratie, auch mit Hilfe der neuen per Volksabstimmung besiegelten Verfassung, in Venezuela ist hingegen doch wohl Tatsache.
Daher wirkt es in der Tat lächerlich und offensichtlich heuchlerisch, wenn Blair Venezuela mangelnde Demokratie vorwirft (wenn Blair und Co "Demokratie" fordern, dann meinen sie natürlich in der Regel etwas Anderes und "Demokratie" ist nur der offizielle Sprachbegriff dafür).

Etwas unschön undiplomatisch ist Chavez Ausdruck natürlich trotzdem, aber ein geölter Diplomat hatte er nie vor und wird er auch nie sein :).
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09.02.2006 20:46 Uhr von mort76
 
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andererseits Das klingt ja wieder so, als würde die Gegenseite ein Blatt vor den Mund nehmen.
Mit diplomatischem Geschick sind ja wohl vor allem die Amis mit ihrer "für uns oder gegen uns"-Politik nicht gesegnet, und wer die Welt mit einem Krieg nach dem anderen beglückt, hat sich auch keine Schmeicheleien verdient.

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