07.02.06 19:31 Uhr
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Öffentlicher Dienst: Streiks laut Chefvolkswirt kein Risiko für Konjunktur

In Deutschland hat bisher noch kein Streik die Richtung der Wirtschaftsentwicklung beeinflusst, urteilt der Chefvolkswirt der HypoVereinsbank. Sie «dauern nicht lange genug», so Jörg Krämer, «um aus einem Aufschwung einen Abschwung zu machen».

Die Finanzprobleme der öffentlichen Hand hätten ihre Ursache im Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitszeitverlängerung ließen sich die Kassen nicht sanieren. Nötig seien schnellere Stellenvermittlungen und dadurch mehr Steuereinnahmen.

Kritik an seinen Kollegen übt auch Hannovers OB Schmalstieg: Die kommunalen Arbeitgeber hätten zu diesem Zeitpunkt «nicht angemessen» einen kurz zuvor geschlossenen Tarifvertrag gekündigt und trügen somit eine Mitschuld am Streik.


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WebReporter: Troll-Collect
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streik, Risiko, Dienst, Konjunktur
Quelle: linkszeitung.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.02.2006 19:10 Uhr von Troll-Collect
 
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Ziemlich festgefahren. Populistisch hingegen die FDP, die die Arbeitszeitverlängerung auf 18min am Tag herunterrechnet (warum nicht auf 2 1/4 min die Stunde).
Auf das Jahr hochgerechnet wären es 4 Tage.
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07.02.2006 19:52 Uhr von pevos
 
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Bei den Streiks: der Müllmänner und Krankenschwestern, die in Baden-Württemberg begannen, drängt sich folgender Eindruck auf: Ver.di baut auf eine wieder gewerkschaftsfreundlichere Stimmung und will im Schlepptau der IG Metall versuchen, Forderungen durchzusetzen — und damit auch Mitglieder zu rekrutieren. Denn das sind Arbeitskämpfe natürlich auch: Mittel, um für den Gewerkschaftseintritt zu werben. Die Metaller erzielen damit schon erste Erfolge, vermelden teils Zulauf gerade bei jungen Beschäftigten — die IG Metall ist so inzwischen wieder die größte Einzelgewerkschaft der Welt geworden und hat damit ver.di überrundet.

Die Dienstleistungsgewerkschaft will aus der Defensive heraus, in der sie seit Jahren notgedrungen steckt: Der öffentliche Dienst hängt nun einmal am Tropf der Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden — und die sind weitestgehend klamm. Ver.di kämpft daher Abwehrschlachten: Es geht dort schon lange nicht mehr um Einkommenszuwächse, sondern darum, immer neue Eingriffe in Besitzstände zu verhindern.
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07.02.2006 23:58 Uhr von Troll-Collect
 
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@pevos: ver.di und die IGM stehen aber nicht miteinander im Wettbewerb. Sicherlich ist es ein angenehmer Nebeneffekt Mitglieder zu werden. Durch die Ruhe in den letzten Jahre und dadurch, daß auch Nichtmitglieder den Tariflohn erhalten, haben viele vergessen, warum Gewerkschaften notwendig sind.

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