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"Der Kapitän ging zuerst von Bord" - Die Anklage der Überlebenden des Fährunglücks

Um die vor Ägypten versunkene Fähre "Al Salam Boccaccio 98" erschüttern jetzt schreckliche Vorwürfe die anlaufenden Untersuchungen. Sogar der Verdacht, die Besatzung habe die Fähre selbst versenkt, wurde laut.

Augenzeugen berichten außerdem, Kapitän und Besatzung der Fähre hätten nach dem Unglück als erstes die mit viel zu wenigen Rettungsboten ausgestattete Fähre verlassen und so "chaotische" Zustände an Bord hinterlassen.

"Sie sagten uns aber, es sei alles in Ordnung, und wir sollten die Schwimmwesten ablegen. Dann nahm die Besatzung uns die Schwimmwesten weg. Als das Schiff zu sinken begann, nahm der Kapitän ein Boot und war verschwunden", berichtete ein Augenzeuge.


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WebReporter: MarcHB
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Anklage, Kapitän, Bord, Überlebende, Überlebend
Quelle: www.abendblatt.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.02.2006 10:29 Uhr von Komtess
 
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Leider ist die News etwas abweichend von der Quelle. Es darf nicht "bewusst versenkt", sondern lediglich "selbst versenkt" heissen. "Bewusst" implementiert eine Absicht, "selbst" jedoch nur technische Panne oder menschliche Dummheit... ups.. das nennt man ja Versagen. In dem Fall kommt eher letzeres in Frage. Natuerlich kann man auch einen Brand sehr effektiv loeschen, wenn man das ganze Schiff dabei versenkt. *g*

Je laenger die Story anhaelt und umso mehr Dinge ansTageslicht kommen, umso absurder wird die Geschichte. Bedauerlich das so viele Menschen dabei sterben mussten.
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06.02.2006 10:41 Uhr von MarcHB
 
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@ Komtess: Du hast natürlich recht - danke!
Ich habe es weitergeleitet.
Gruß Marc
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06.02.2006 10:51 Uhr von indoxo
 
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Letzte Worte des Kapitän "...und hiermit verabschiede ich mich schon mal von allen Nichtschwimmern...sollten sie dieses Unglück dennoch überleben empfehle ich ihnen für die nächste Überfahrt ein Rettungsboot mitzubuchen..."

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06.02.2006 12:33 Uhr von pulverschmid
 
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Welche Tragik! @indoxo: Sind solche Typen, wie diese Besatzung mit einem gewissenlosen und verbrecherischen Kapitän noch zu toppen? Nur noch Massenmörder wären vergleichbar.
Die Wut der Angehörigen und Überlebenden ist völlig verständlich.
Schließlich hätte jeder von uns ebenfalls auf so einem Schrott-Dampfer ahnungslos mit in den Tod fahren können. Das ist nicht die erste Meldung über solche Schrotthaufen, die Menschen transportieren. Schon ein ADAC-Bericht vor Jahren von Fährschiffen waren absolut erschreckend. Offensichtlich hat sich nichts getan mit der Sicherheit oder verbrecherischem Personal.
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06.02.2006 12:47 Uhr von fegelein
 
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Der Kapität ist sicherlich untergetaucht: Schon Krass. Kapitän und Besatzung zuerst von Bord. Die schreiben nicht nur andersrum bei denen ist die Regel: wer geht zuerst vom Board auch verkehrt!
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06.02.2006 12:54 Uhr von Super-Ingo
 
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@pulverschmid: Was bist du denn für einer? Wenn die Angehörigen schreien okay, aber du so vor dem Computer weg?

Natürlich hättest du als Kapitän allen erzäht, dass es nur wenige Bote gibt, wo sie sich alle dranhängen müssen.

Selber wärst du als letzter von Bord und wärst aus Ehre Fischfutter geworden. Man kann die Aufregung verstehen. Ich kann auch längere Wut auf die eigner verstehen und Kontrolleure, die mit wenig Rettungsboten das schiff nicht sicherer machen lassen, aber den Kapitän anmachen ist doof.

Der Vergleich mit Massenmördern ist absolut hirnverbrannt!
Hand auf´s Herz. Wer ist sich ganz sicher, dass er anders gehandelt hätte. Ist die ganze Besatzung ein Verbrecherhaufen. Der Kapitän hat Schwimmwesten anlegen lassen und hat sich dann so gerettet, dass er an Stelle von anderen überlebt.

Hätte die Besatzung dagegen gemeinsam nur einen Menschen bewusst getötet ohne Not, wäre sie wesentlich schuldiger.

Wie gesagt "pulverschmid", was dich da geritten hat, verstehe ich nicht!
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06.02.2006 13:46 Uhr von Sunriser
 
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@superingo der gar net so super ist: Also sonst gehts dir noch oder???

Sind wir hier Kapitäne, so dass du uns hier sowas fragst, ob wir selber noch geblieben wären? Natürlich wäre hier keiner freiwillig geblieben und hätte riskiert zu sterben. Aber das ist nicht der Punkt, denn wir sind auch keine Kapitäne...

Jeder der einer ist, weiss dass er diese Verantwortung hat. Dies ist sicherlich auch in irgendwelchen internationalen Seerechten - und gesetzen "verankert".

Also hör auf so ein Stuss zu reden, schon schlimm genug dass dieser Feigling samt seiner Crew einfach abgehauen ist.
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06.02.2006 13:55 Uhr von mages
 
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das wohl vieler: wiegt höher, als das wohl eines einzelnen.

das ist ein gesetz der natur zur arterhaltung. das kapieren sogar bienen. nur menschen haben meistens ein egozentrisches weltbild und meinen ausgerechnet ihr leben sei am wertvollsten.

ich will ja nicht protzen, aber ich hoffe und glaube, dass ich wohl in der lage wäre in so einer situation richtig zu entscheiden.
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06.02.2006 14:02 Uhr von iLL.k
 
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Was ein blöder Schisser natürlich wollen die wenigsten "freiwillig" sterben aber er hätte sicherlich mit gewissen Regelungen noch mehr Menschen das Leben retten können!
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06.02.2006 14:14 Uhr von maki
 
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@fegelein: "Der Kapität ist sicherlich untergetaucht"

Isser eben NICHT!

;-)
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06.02.2006 14:44 Uhr von freaky_wolf
 
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leute natürlich ist das schlimm! und mages hat recht, das wohl vieler geht vor. aber ich verstehe trotzdem nicht, warum ihr euch jetzt so aufregt! es ist wahr, dass die erde leider voll von egoistischen schwachköpfen ist die nur blödsinn machen, aber so sind nun einmal die menschen! Leider können wir persönlich nichts dran ändern, außer vielleicht geld zu spenden, aber mehr nicht! Wir können den kapitän vor Gericht stellen, weil da eine pflichverletzung vorliegt, aber nicht einmal das können wir persönlich machen, sondern nur seine rederei ode rdie angehörigen der toten!
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06.02.2006 15:17 Uhr von DSkater
 
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@ maki ^^ wortspiel: hab ne minute gebraucht um das zu rfaffen xD

echt krass der kapitän ... hoffentlich gibts von der sorte net alzu viele in deutschland *g*
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06.02.2006 16:44 Uhr von Mr.Gato
 
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So weit verständlich: Klar, auch n Käptn (u. Crew) haben net sonderlich Lust auf Sterben.

Aber fies ist, daß die Schwimmwesten weggenommen wurden. Das ist mir net verständlich.

Oder doch?

Vlt. wollte er keine Zeugen haben, die aussagen können, daß der Kahn wg. eigenem Verschulden versenkt wurde....
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06.02.2006 16:50 Uhr von tweety315
 
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Egoistisch: Mal ganz ehrlich..Wir Menschen sind von Natur aus egoistisch, da denkt fast jeder zuerst an seine Haut bevor er andere rettet. Das ist halt so und es ist auch sehr traurig aber einer alleine kann so ein Problem auch nicht in den Griff bekommen.
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06.02.2006 17:04 Uhr von samanoudi
 
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Korruption ????? Interessant ist was die aegyptische Tageszeitung, Al Ahram zu dem Unglueck meint vom 3 oder 4 ten Feb. dazu meint :
a) Die Faehre ist mitte dezember letzten Jahres aufgrund Sicherheitsmaengel, die die aegyptischen Behoerden festgestellt haben, nicht ausreichende Feuerloesch anlagen, nicht ausreichend Rettungsringe, schlecht gewartete Rettungsboote, Undichte Diesel Leitungen etc. im Hafen festgesetzt worden. Nur zwei Tage spaeter wurde ihr die erlaubniss zum Ausreisen gegeben. Frage : Koennen solche gravierenden Maengel in zwei Tage repariert werden oder hat da wer nachgeholfen ?
b) Der Besitzer der Reederei ist Parlamentsmitglied. Kann ja sein das da was gelaufen ist ?? Dieser wagt auch noch zu behaupten, dass es keine Lebenszeit fuer Schiffe gibt. <ironie> Lebenzeit eines Schiffes : Stapellauf bis Untergang </ironie>
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06.02.2006 18:37 Uhr von pulverschmid
 
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@Super-Ingo: Ich weiß zwar nicht, womit Du ein Problem hast, auch nicht, ob Du nicht lesen kannst oder nicht verstehen kannst oder sonst nicht ganz takko bist. Dennoch will Dir aber ganz persönlich etwas erläuternd erklären:
Ich schrieb etwas über Seerechte, den Ehrenkodex von Kapitänen (sollte man kennen, bevor man etwas aufreißt), Gewissen von Menschen-Transporteuren Schutzbefohlenen gegenüber, Anständigkeit und technischem Sachverstand. Um nichts anderes ging es, den betroffenen Menschen, Toten, Hinterbliebenen und allen, die verständnisvolle Kommentare geschrieben haben. Wenn Du das alles negierst, dann bist Du von der ganz jungen absolut herzlosen und irren Generation, die noch nichts erlebt haben und noch viel Leid vor sich haben. Gnade Dir Gott, wenn Dir dann nicht irgendein verständiger Mensch hilft, wenn Du in Not bist!
Zum Vergleich das Zitat aus vorherigem Kommentar:
"Letzte Worte des Kapitän...

"...und hiermit verabschiede ich mich schon mal von allen Nichtschwimmern...sollten sie dieses Unglück dennoch überleben empfehle ich ihnen für die nächste Überfahrt ein Rettungsboot mitzubuchen..."

indoxo"

Genau das meinten wir alle. Wenn das Vorstehende Dein Stil sein sollte, dann hast Du unter Menschen nichts verloren.
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06.02.2006 19:18 Uhr von legionaer
 
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Feigling - na klar...aber: Der Kapitän verläßt das sinkende Schiff zuletzt

Bei einer Totalhavarie auf See gilt das Gesetz: Rette sich, wer kann. Das gilt auch für den Kapitän.

Nach internationalem Seerecht macht sich also ein Kapitän in keiner Weise strafbar, der bei sinkendem Schiff als erster ins Rettungsboot steigt. Zwar gilt das ungeschriebene Gesetz, daß die Mannschaft und natürlich auch der Kapitän dabei den Passagieren und speziell den Frauen und Kindern den Vortritt läßt, aber wie diverse Vorfälle mit italienischen Passagierdampfern der letzten Jahre zeigen, darf man auf diese Tradition nicht immer bauen.

Quelle:Literatur: Götz Krämer: Das neue Lexikon der populären Irrtümer

http://www.ammenmaerchen.de/...
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07.02.2006 03:00 Uhr von Super-Ingo
 
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Mein Standpunkt. Dass der Kapitän noch dumme Sprüche gerissen hat - okay, stand nicht in der News. Schwimmwesten wegnehmen?

"Sie sagten uns aber, es sei alles in Ordnung, und wir sollten die Schwimmwesten ablegen."

Ich hatte anlegen gelesen. Sorry. "Ablegen" macht nicht so den guten Eindruck.

Abgesehen davon stellt sich die Frage, wieviel Platz in dem kleinen Rettungsboot frei war. Da passen nicht alle rein. Stirbt man da gerne mal eben um den Platz einer unbekannten Frau zu überlassen?
Das können viele Leute ihrem Friseur erzählen. Oder eben dann an der Himmelstür nochmal ausbreiten.

Dass die Crew die Schwimmwesten und das Boot genommen haben, um sich doppelt abzusichern finde ich extrem. Boot alleine genügt. Bei viel Seegang aber auch noch mit Überlebenswillen zu verstehen.

Dumme Sprüche wären unentschuldbar, wie: Allen Nichtschwimmern frohes Absaufen.
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07.02.2006 17:40 Uhr von Ja.Ne.Is.Klar
 
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lol: Kairo -
Brennende Decks, beißender Rauch, Menschen in Panik: An Bord der Unglücksfähre "Al Salam Boccaccio 98" spielten sich grauenhafte Szenen ab. "Der Untergang übersteigt jede Vorstellungskraft", sagt ein Überlebender, bevor er im ägyptischen Safaga zitternd vor Erschöpfung in einen Rettungswagen steigt. "Es war eine brennende Titanic."

Gestern kam ein neuer, furchtbarer Verdacht auf: Hat die Besatzung der "Al Salam Boccaccio 98" ihre Fähre selbst versenkt? Fest steht: Löscharbeiten auf dem brennenden Autodeck sollen die Ursache für den Untergang des Schiffes im Roten Meer gewesen sein, bei dem vermutlich fast 1000 Menschen ertrunken sind. Das Deck sei vom Löschwasser überflutet worden, sagte Schiffsoffizier Rani Kamal. Dadurch sei die Fähre in Schlagseite geraten und schließlich gesunken.

Überlebende erheben schwere Vorwürfe gegen die Besatzung. So sollen Kapitän und Crew das sinkende Schiff als Erste verlassen und die Passagiere im Stich gelassen haben. Gestern wurden weitere Schiffbrüchige gerettet, darunter ein Fünfjähriger, der 24 Stunden im Wasser überlebte. Für die noch 700 Vermissten besteht aber nur wenig Hoffnung.

Die Überlebenden beschreiben die Lage auf dem brennenden Schiff als "chaotisch und skandalös". Offenbar kamen nur 460 Menschen mit dem Leben davon, bisher wurden etwa 200 Tote geborgen. Bei der Abfahrt in Dhiba (Saudi-Arabien) waren 1200 Ägypter, 112 Passagiere anderer Nationen und 96 Besatzungsmitglieder an Bord. Ihr Ziel: der Hafen von Safaga nahe dem ägyptischen Ferienort Hurghada.

Ein Augenzeuge: "Der erste Rauch war bereits eine Stunde nach Abfahrt zu sehen, der Kapitän hätte umkehren oder sofort Hilfe anfordern müssen." Doch er habe gesagt, es gebe keinen Anlaß zur Sorge, sagte Schahata Ali, ein Überlebender. "Wir trugen Schwimmwesten. Sie sagten uns aber, es sei alles in Ordnung, und wir sollten die Schwimmwesten ablegen. Dann nahm die Besatzung uns die Schwimmwesten weg. Als das Schiff zu sinken begann, nahm der Kapitän ein Boot und war verschwunden."

Die Reederei Al-Salam Maritime Transport Company hatte die in Italien gebaute Fähre 1998 erworben. Schon damals soll es instabil gewesen sein. "Das Schiff wurde 1991 - damals noch im Besitz der italienischen Firma Tirrenia - um drei Etagen aufgestockt und verbreitert, um die Kapazität und die Einnahmen zu steigern", sagte der Hamburger Schiffsexperte Jan Mordhorst. "Dadurch wurde es instabil."

Ägyptens Präsident Husni Mubarak erklärte, die Angehörigen der Todesopfer sollten jeweils 4350 Euro erhalten. Der ägyptische Staat werde zudem jedem Überlebenden 2150 Euro auszahlen. Ein Sprecher von Mubarak sagte, an Bord seien nicht genügend Rettungsboote gewesen.

In Italien, wo das zuletzt unter Panama-Flagge fahrende Schiff 1970 gebaut wurde, geriet die Lizenzierungs-Gesellschaft RINA in die Kritik: Erst im vorigen Jahr hatte die Gesellschaft der Fähre ein Sicherheitszertifikat ausgestellt. Die RINA hatte auch den 1999 vor Frankreich zerborstenen Öltanker "Erika" zertifiziert.

LOLOLOLOLOLOLOL
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09.02.2006 12:43 Uhr von scuba1
 
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Untergang der Fähre im Roten Meer: Zunächst möchte ich an alle User hier mal eine Frage stellen: Ist einer von euch schon mal auf einer Fähre im Roten Meer von Hurghada nach Sharm el Sheik oder von Safa nach Sharm el Sheik gefahren ? Oder hat schon mal einer von euch eine 1 oder 2 wöchige Tauchsafari auf einem Safariboot gemacht ? Ich habe Ägypten mehr als 50 mal bereist und bin auf vielen Fähren bzw.Tauchsafarbooten gefahren. Sei es in den Norden nach Sinai oder in den Süden zu den Riffen vor der sudanesischen Küste oder auch zu den Riffen im offenen Meer.An dieser Stelle muss icg sagen daß viele dieser sogenannten Kapitäne nicht einmal lesen und schreiben können, sich aber Kapitän nennen lassen.Genauso sieht es mit den Leuten aus die zur Mannschaft zählen wie z.B.der Maschinist der sich häufig Ingineur nennt.
Sehr viele Boote die unter ägyptischem Managment stehen sind in einem sehr miserabelen Zustand, während die Boote welchen unter europäischem Management stehen weitaus besser sind.Viele sogenannte Kapitäne sind ehemalige Fischer die nur nach Sicht navigieren können und für die eine Seekarte ein Fremdwort ist.Ausnahmen sind die MISR-Fähren bzw. Schnellboote die von Hurghada nach Sharm el Sheik fahren diesen Schiffen kann man sich anvertrauen weil hier ausgebildete Mannschaften ihren Dienst versehen.
Wer einmal in Hurghada war sollte mal nach El Mina fahren und sich die Fähren der verschiedenen Gesellschaften ansehen und er wird schnell feststellen welche Boote gut sind und welche zu meiden sind.Leider ist es immer noch so daß in Ägypten die Sicherheit nicht besonders ernst genommen wird denn an erster Stelle steht dort der Verdienst und nicht der Tourist.Dies betrifft aber nicht nur die Schiffe sondern auch alles andere wie Busse bei Ausflügen, Kleinbusse oder Taxies.
Ausserdem ist vor 15 Jahren auf dieser Strecke schon mal eine Fähre gesunken ( Salem Express ) weil der Kapitän besoffen war. Diese Fähre liegt einige Kilometer vor Safaga in 30 m Tiefe und kann betaucht werden, für Sporttaucher ein Highlight , habe dort tolle Videoaufnahmen gemacht aber man kann auch noch das Gepäck der Opfer sehen die mit der Fähre ertrunken sind. Leider waren die Ägypter auch die ersten die das Gepäck der Opfer geplündert haben als die Fähre gerade mal einige Tage untergegangen war.Für mich war es also kein Wunder daß auf dieser Strecke irgendwann ein neues Fährunglück passieren wird.

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