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Kernfusion: Studie über mögliche Gefahren von Fusionskraftwerken

Knapp einhundert europäische Wissenschaftler haben sich über mögliche Gefahren der Kernfusionstechnik geäußert. Demnach sind mögliche Gefahren bei der Verschmelzung von Atomkernen in 100 Millionen Grad heißen Plasmen minimal.

Analysiert wurden mögliche Kraftwerke mit 1.500 Megawatt. Auch der größte anzunehmnede Umfall (GAU), das Ausfallen der Kühlung, würde lediglich zum Erlöschen der Kernfusion führen und die Sicherheitshülle wäre dabei nicht in Gefahr.

Sogar beim Austreten von radioaktivem Material würden keine Werte erreicht, die eine Evakuierung der Umgebung zur Folge hätten. Auch die Abfälle eines Fusionskraftwerkes wären relativ gefahrlos.


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WebReporter: never.ever
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Gefahr, Fusion
Quelle: www.spiegel.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.02.2006 08:44 Uhr von killozap
 
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Na ja, klingt toll, aber bei Einführung der Atomkraftwerke werden ähnliche Aussagen getroffen worden sein.
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06.02.2006 09:36 Uhr von godofdeath
 
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@vorgänger: Nur das man bei einem Fusionskraftwerk keine radioaktiven Brennstäbe braucht wie bei einem AKW und somit auch kaum radioaktives Material vorhanden ist, was strahlen könnte. Außerdem wird der gesammte Fusionsvorgang nur durch das zusammenhalten der Plamawolke durch starke Magnetfelder möglichgemacht. Sollte die Kühlung ausfallen, fallen sofort die Magnete aus und somit stoppt die Fusion.
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06.02.2006 09:37 Uhr von torix
 
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Na dann baut: doch endlich mal so ein Fusionsding. Achso, wurde ja aus Deutschland vergrault. Toll!
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06.02.2006 09:39 Uhr von hitzi
 
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@Author: Wie fällt so ein Fusionskraftwerk um??? *grins*
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06.02.2006 09:41 Uhr von sbz
 
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@torix: Wenn sie könnten würden sie es tun.

"Noch ist alles nur Zukunftsmusik. Die Gewinnung von Energie, wie sie auch auf der Sonne entsteht, gilt als eines der ehrgeizigsten Forschungsziele der Menschheit."
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06.02.2006 10:05 Uhr von vostei
 
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soso: und das notwendige deuterium fällt einfach vom himmel und materialisiert sich dann im reaktor, ebenso verhält es sich mit dem tritium, welches dort erst aus lithium erbrütet werden muss...

haben sich die experten denn auch damit beschaäftigt woher das rohmaterial stammt und wie es dorthin kommt und wie die prozesse VOR, NEBEN und NACH dem verschleiß des kernfusionsreaktors abgesichert werden???

Zur info: Deuterium ist ein zellgift und tritium radioaktiv - sprich nach einem zusammenbruch der fusion im störfall (also ungewollt/ungesteuert) ist der reaktor als solcher nicht mehr brauchbar und muss mit einer halbwertszeit von 100 jahren verbunkert werden - wenig im vergleich zur kernkraft, aber dennoch genug.

Fusionstechnologie wäre meiner meinung nach am besten im all aufgehoben als antrieb, um schneller ein bißchen weiter zu kommen als jetzt. Somit käme man dann besser an alternativrohstoffe für eine einfacher zu handelnde fusionstechnik ran - zb das auf erden rare helium-3....
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06.02.2006 10:48 Uhr von noobgen
 
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@vostei: Nicht überall wo Experte drauf steht ist auch experte drin.
Aber ich glaube wirklich "Spiegel.de" hat vergessen dich zu fragen :)
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06.02.2006 10:54 Uhr von derschmu
 
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@sbz: ja warum tuns die Franzosen dann...achja ist ja auch nur n Versuchsreaktor....naja Frankreich wurd aber als Standort gewaehlt, weil Deutschland da , aufgrund des Atomausstiegs, leider zu wenig Fachpersonal dafuer hat...und das wo hier in der Naehe im nem Forschungszentrum die letzten 20 Jahre ueber Fusionstechik geforscht wurde...
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06.02.2006 11:13 Uhr von deejaymotz
 
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fusion in deutschland ist meines wissens noch nicht vorbei nur das sie einfach nicht ausreichend von der regierung unterstützt werden. fusion ist eine äuserst zukunftzträchtigen technik die es zu unterstützen lohnt. kann mir vieleicht jemand sagen wieviel tritium dabei eingesetzt wird? meines wissens nach liegt das vieleicht im gramm bereich.

ein kleiner TIP am rande, sollte sich trotz des bösen tritium jemand für fusion interesieren dann schaut in greifswald im maxplank institut für plasmaphysik vorbei und schaut euch dort denn zwar noch nicht fertiggestellten aber beeindruckenden "stellarator"(bauform des fusionsreaktors) an, der für einen kontinuierlichen betrieb entwickelt wird.

anmelden muß man sich aber vorher!
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06.02.2006 11:18 Uhr von fidelzastro
 
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An meine Vorredner: Von wegen Fusionsenergie sei Zukunftsmusik oder es wurde noch keine Fusin aufrechterhalten. Das ist totaler Nonsens! Auh in Deutschland werden immer wieder Versuche mit Reaktoren gemacht, die ALLESAMT erfolgreich verliefen. Das einzige "Problem" im Moment ist, das noch keine Positive Energiebilanz erreicht werden konnte, d.h. das die Aufrechterhaltung des Magnetfeldes sowie die Zündung (das erhitzen auf die 10fache Sonnentemperatur, die wegen des geringeren Drucks auf der Erde nötig ist, geschieht über künstiche Blitze) noch mehr Strom verbrauchen als der Reaktor liefert. Der Reaktor in Greifswald, der mit mehreren 100 Millionen Euro Fördergeldern von Bund und EU (soviel zum Thema nicht genug Förderung) gebaut wird ist ein Schritt in die Richtige Richtung, denn soweit ich weiss soll eine Stromsparendere Magnetspule getestet werden u.a.
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06.02.2006 11:47 Uhr von cefirus
 
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*umfall* *gg*: sicher nur ein verschreiber des autors, aber es liest sich so lustig. *lol*
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06.02.2006 13:09 Uhr von masb
 
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wäre das nicht eine alternative für den iran? :)
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06.02.2006 13:37 Uhr von seifiction
 
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genau ich finde jeden schritt in richtung verbesserung als sinnvoll,und ich bin auch der meinung das sich hundert wissenschaftler mit erfahrung und theoretischem wissen genügend zellen sind die sich darüber gedanken gemacht haben.und wenn dann noch so ein ergebnis herauskommt,muss das viel heissen.wenn auch nur theorie... der tag wird kommen an dem sie recht/unrecht hatten.aber ich bin hundertprozentig dafür... weil es kann nur besser sein.

gruss andi
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06.02.2006 13:53 Uhr von JFranklin
 
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@torix: Den Zuschlag für ITER hat Frankreich bekommen, da in Deutschland schon ein ähnlicher Versuch läuft: WedelsteinX.
Dieser wird momentan Aufgebaut, Bauzeit 6 Jahre.
Arbeitet nach dem Stellarator Prinzip. ITER arbeitet nach dem Tokamak Prinzip. Das Bedeutet, dass wenn sich der Stellarator durchsetzt Deutschland einen Vorsprung hat, wenn sich Tokamak durchsetzt, hat Frankreich einen Vorsprung. Meiner Meinung nach eine Faire Wette. Auserdem verdoppeln sich dadurch die Chancen ein funktionierendes Kraftwerk zu bauen.
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06.02.2006 15:04 Uhr von Daishi
 
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Cadarache: In Cadarache in Frankreich wird ITER gebaut, ein Fusionsreaktor, allerdings ist das kein französisches Projekt, daran sind mehrere Nationen beteiligt.
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06.02.2006 16:10 Uhr von Happy Hippo
 
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@vostei: ähm geh doch mal in einen Kernspin.
Da wird dir Tritium als Kontrastmittel injeziert.
Naja und Deuterium ist nur in sehr hohen Konzentrationen giftig.
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06.02.2006 16:57 Uhr von Morf
 
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@vostei: Bei aller Polemik ist deine ironisch gemeinte Behauptung mit dem vom Himmel fallenden Deuterium richtig.

Schließlich ist Deuterium bestandteil schweren Wassers, welches ja zu einem Bruchteil in allem Wasser auf der Erde vorhanden ist und durch Destillation angereichert werden kann.

Trotz allem ist das Risko im Verhältnis zur herkömmlichen Kernkraft sehr klein.
Zumal schweres und überschweres Wasser auch in herkömmlichen Kernreaktoren entsteht.

Und solange eine Luftdichte Isolierung gegeben ist stellt auch ein eventueller Zwischenfall kein extremes Problem dar, da sich Neutronen, Alpha und Beta strahlung recht einfach abschirmen lassen.

Da machen mir doch die diversen Atomuboote in den Weltmeeren mehr Sorgen! Wobei die ja auch zur genüge von Wasser umgeben sind.
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06.02.2006 22:23 Uhr von Peter13779
 
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Kleiner Überblick zu "unserem" Fusionreaktor: http://de.wikipedia.org/...

Wenn Links hier vorboten sind sorry aber ich glaube nicht, dass Wikipedia gefährlich ist *G*
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07.02.2006 00:41 Uhr von bress
 
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@amb: erst informieren, dann lostippern... O;-)

Es geht nicht um DEN Reaktor, der in Deutschland nicht "aufgestellt" werden konnte, sondern um (nebenbei bemerkt nicht ganz billige) Experimentalreaktoren, die im Rahmen gemeinsamer europäischer Forschungen an verschiedenen Standorten gebaut und getestet werden. In Deutschland gab es außer am neuen Zweitstandort in Greifswald bereits in den achtziger Jahren entsprechende Fusionstests am Max Planck Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München (ich durfte dort seinerzeit mit unserem Physik-LK eine sehr interessante Führung mitmachen). Damals befand sich der Joint European Torus (JET, Tokamak-Typ) bereits in Betrieb (naja, "Betrieb" hieß damals noch, nach wochenlanger Testvorbereitung die Zündung des Plasmas für einige Sekundenbruchteile aufrecht zu erhalten, heute ist man meines Wissens immerhin schon im Bereich einiger Sekunden angelangt), die Anlage Wendelstein 7-AS (Stellarator-Typ) war damals noch im Bau.

Leider ist die Technologie so anspruchsvoll, dass mit einer kommerziellen Nutzung der Fusionsenergie wohl erst in etwa fünfzig Jahren zu rechnen ist. Bis dahin werden wohl noch so einige Experimente nötig sein, um die Zünddauer des Plasmas zu erhöhen. Mit dem Projekt Wendelstein 7-X in Greifswald erhofft man sich bereits "Laufzeiten" von bis zu 30 Minuten.

Für alle Interessierten hier noch der Link zum IPP, dort ist auch die Studie im Original hinterlegt (unter Presse):

http://www.ipp.mpg.de/...

Gruß

Bastian
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22.11.2006 12:37 Uhr von El Salvas
 
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@JFranklin: Heißt das ding nicht WeNdelstein *Klugscheiss*
Ich dachte die Weiterentwicklung von Stellaratoren wurde Eingestellt, wegen der Komplexen Anordung der Eindämmungsmagneten und von der benötigten Energie
um einen Stellarator zu betreiben ganz zu schweigen.

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