04.02.06 19:12 Uhr
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AEG-Werk in Nürnberg - Gespräche wurden verschoben

Am AEG-Werk in Nürnberg wird seit über 14 Tagen gestreikt. Heute wurden Gespräche zwischen der IG Metall und AEG (Electrolux) geführt. Sie wurden jedoch nach ca. zweieinhalb Stunden vertagt.

Man sei bisher zu keinem Ergebnis gekommen. Die Gespräche werden am Mittwoch weitergeführt. Eine Annäherung hat bisher auch nicht stattgefunden.

Laut dem Verhandlungsführer der AEG ist an dem Beschluss, das Werk Ende 2007 zu schließen, auch nicht mehr zu rütteln.


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WebReporter: Naddel1408
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Nürnberg, Gespräch, Werk
Quelle: www.rnz.de

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04.02.2006 19:07 Uhr von Naddel1408
 
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Wieder ca 1700 Leute auf der Straße und warum? Weil die Firma ins Ausland wechselt, da die Arbeitskräfte dort billiger sind.
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04.02.2006 19:47 Uhr von pevos
 
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Die Produktion in Nürnberg: wird platt gemacht und ins Ausland verlagert. Die Heuschrecken ziehen nach dem Kahlfraß weiter - nach Italien und Polen.
Aber:
es läuft nicht so gut für Electrolux, wie sich das die „Schreibtischtäter“ in Stockholm gedacht hatten. Anders als in Västervik, wo die Belegschaft mit ähnlichen Methoden unter Druck gesetzt wurde, solidarisiert sich nicht nur die Region mit den Streikenden in Nürnberg. Sympathiebekundungen für die AEG-Belegschaft kommen aus ganz Deutschland und Europa.
Dass Entscheidungen des Managements auf Wut und Widerstand stoßen, dass die Beschäftigten nicht Hurra rufen zum angeblich so großzügigen „Nürnberger Modell“, ist neu für Hans Stråberg. Und ebenso unangenehm für Electrolux und seinen Boss ist der Imageverlust, den das Unternehmen mit jedem Tag, an dem schlechte Nachrichten aus Nürnberg kommen, hinnehmen muss. Das wird sich mit Sicherheit negativ auf die erhofften Umsatzzahlen in Deutschland auswirken.
Die gerichtlich bestätigte Legalität des Streiks, die wachsende Solidarität, die sogar Edmund Stoiber bei der Eröffnung der Nürnberger Spielwarenmesse ein demonstratives Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft abnötigte, und der Imageverlust sind die Pfunde, mit denen die Streikenden wuchern können. Sie setzen dem „Raubtierkapitalismus“ Grenzen und ermutigen italienische, polnische und ungarische Arbeiter dazu, sich ihrer Haut genauso entschieden zu wehren, wenn die Heuschrecken eines Tages weiterziehen - in die Ukraine oder nach Asien.
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04.02.2006 20:03 Uhr von Himeros
 
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Sichere Arbeitsplätze: Also damit wir uns gleich mal recht verstehen. Ich finde es auch nicht gut, dass diese Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden, um in Niedriglohnläder auszuweichen.
ABER:
So wie es zur Zeit in Deutschland aussieht - wer kann da schon von sich behaupten, für die nächsten zwei Jahre einen sicheren Job zu haben? Das ist doch genug Zeit, um sich was anderes zu suchen. Die Gewerkschaft sollte lieber mal die Bälle etwas flacher halten.
Auch das ausgeschlagene Angebot von Electrolux. Mit der Begründung, eine Abfindung würde beim Arbeitslosengeld bzw. Hartz IV angerechnet - ja Leute, so ist das nun mal. Das ist doch nicht nur für Mitarbeiter von AEG!
Die Mitarbeiter sollten lieber aufpassen. Ruck-Zuck sperrt Electrolux die Bude sofort zu, meldet Insolvenz an und die Leute stehen sofort auf der Straße - ohne Abfindung, ohne Beschäftigungsgesellschaft.
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04.02.2006 20:29 Uhr von pevos
 
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Sollte jemand: Zweifel daran gehabt haben, dass der Arbeitskampf die richtige Antwort auf das schäbige Verhalten der Konzernleitung ist, wurden mögliche Bedenken durch ein aktuelles Urteil aus Frankfurt beseitigt. Das hessische Landesarbeitsgericht entschied: Streiks für Sozialtarifpläne sind sehr wohl zulässig. Ein Unternehmen hatte der Gewerkschaft in einem ähnlich gelagerten Fall vorgeworfen, die Standortverlagerung durch „erdrückende Forderungen“ und „in die Länge gezogene Verhandlungen“ unmöglich machen zu wollen.
Das Gericht urteilte im Sinne der Belegschaft und des Grundgesetzes. Danach dürfen Konzerne eben nicht ohne Rücksicht auf die Beschäftigten Arbeitsplätze verlagern, sondern sind der Sozialpflichtigkeit des Eigentums unterworfen. Deswegen, so sahen es die Richter, verstoßen auch „weit reichende Tarifforderungen“ nicht gegen den Grundsatz der Unternehmensautonomie, wenn die Existenz zahlreicher Arbeitsplätze auf dem Spiel stehe. Und das ist in Nürnberg zweifellos der Fall.
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04.02.2006 23:51 Uhr von HackForce
 
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lol @himerus ^^: "Die Mitarbeiter sollten lieber aufpassen. Ruck-Zuck sperrt Electrolux die Bude sofort zu, meldet Insolvenz an und die Leute stehen sofort auf der Straße - ohne Abfindung, ohne Beschäftigungsgesellschaft."

das will ich sehen wie electrolux wg. dem streik insolvenz anmeldet... wie gesagt ist electrolux ohne nürnberg bis 2007 nicht in der lage seine kunden zu bedienen... allerdeings ist wohl davon auszugehen, dass nach dieser aktion die verkaufszahlen von AEG (electrolux) in deutschland absacken werden und das ist gut so ^^

wenigstens wird dieser scheisskonzern so einige millionen leichter :D und das freut mich ungemein...

denn die arbeitsplätze sind 2007 so oder so weg und das weil electrolux es wollte und nicht weil es ökonomisch notwendig war... ich hoffe electrolux wird aus dieser sache so richtig schön angeschlagen rausgehen, dann sehen sie angeblich ökonomisch durchdachte strategien manchmal ordenlich nach hinten losgehen kann :D

und das muss noch viel häufiger passieren...

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