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Irland verbietet per Erlass den Handel auch mit frischen “Zauberpilzen“

Irlands Gesundheitsministerin Mary Harny hatte im Dezember die Familie eines Mannes besucht, der nach dem Genuss von psychedelischen Pilzen (magic mushrooms) vom Balkon seiner Wohnung in den Tod gesprungen war. Jetzt hat sie den Umgang mit den Pilzen verboten.

Der von ihr unterschriebene Erlass verbietet den Verkauf oder Besitz aller Substanzen, die Psilocybin enthalten und schließt die Pilze ein. Diese konnten bisher in frisch geerntetem Zustand ohne Probleme in den Läden gekauft werden.

Der Erlass schließt eine Gesetzeslücke, nach der es bisher nur verboten war, getrocknete "Zauberpilze" zu verkaufen. Eine Studie unter Irlands Schülern hatte zudem ergeben, dass vier Prozent von ihnen die Pilze ausprobiert hatten.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Handel, Irland, Zauber
Quelle: today.reuters.co.uk

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2006 02:05 Uhr von la_iguana
 
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Wo bekommen die jetzt die Pilze her? Vor Jahren gabs sowas wie einen heiligen Platz wo die Pilze auf offener Wiese gegessen wurden in Ecuador. Ob es dort noch immer „Psycho-Pilz-Turismus gibt?
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02.02.2006 10:39 Uhr von Hirnfurz
 
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@ la_iguana: wenn man weiss wie die Dinger aussehen - selber pflücken gehen :-)

Aber das der hier vom Balkon hüpft hätte auch bei einer andern Droge passieren können, oder? Dann müssten die ja auch Alkohol verbieten eigentlich, denn da passieren auch die wildesten Dinge, wie man gelegentlich zu lesen bekommt
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02.02.2006 11:03 Uhr von simonl
 
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ziemlich dämlich eine öffentliche diskussion über zauberpilze zu führen und dessen verbot durchzusetzen. ne bessere publicity gibts nicht.

kann mich sonst nur hirnfurz anschließen.
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02.02.2006 11:12 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Autor: Die gemeinten Pilze kommen aus Mexico oder aus Havaii (eine etwas heftigere variante). Sie gelten eigentlich als "leichte Droge" (wie Marihuana und co.) und sind laut diversen Angaben nicht Gesundheitsgefährdend (mal abgesehen vom gegen die Wand laufen ... das passiert aber bei vielen auch im "nüchternen" Zustand).

Naja, eigentlich brauchst du bloß aus dem Haus zu gehen und es springen dir Drogen ins Gesicht. Stechapfel, Fliegenpilz, Muskatnuss sind nur wenige der Naturgeschenke, die man als Drogen benutzen kann. Es gibt etliche Kräuter, vor allem die Nachtschattengewächse. Man kann das alles niemals verbieten, als wird man nur Gesetze dagegen erlassen, wenn ein bestimmtes Mittel vermehrt als Droge misbraucht wird. Stechapfel hat mehr als 100 sorten, die kennt kein Mensch auf der Welt und auch kein Politiker wird jemals ein brauchbares Gesetz "gegen" Stechapfel rausbringen können. Aber seit 1900 wurde die "Kultur" der Drogen (Kräuter, Pilze, etc.) völligst Massakriert und man kann heute kaum Informationen über den Gebrauch von z.b. Stechapfel finden. Die wirkung ist (bei gleicher Dosis, aber anderer Sorte des Stechapfels) von kaum Wahrnehmbar bis zum totaler Supergau. Da kann man sich schnell "selbstzerstören". Zwar bin ich der Meinung, daß Naturdrogen immer harmloser als die chemischen Konzentrate sind (Du müssest einen ganzen bitteren Kockabaum fressen um zu sterben *kotz*, aber mit 5g Kokain bist du schon fast tot), aber leider gibt es keine Drogenkultur mehr. Stechapfel ist übrigens eine Hexendroge, die am besten durch Schleimhäute aufgenommen wird ... also kannst du dir denken wieso eine "Hexe" auf einem mit Stechapfel eingeribenen Besenstiel reitet ...

Anyway! Wer glaubt, daß Medikamente wie Valium, Beruhigungsmittel, Schlafmittel gesünder sind als Opium, Canabis & Co. .... der wird es auch nie begreifen, wieso es so viele Apotheken gibt und die Pharmaindustrie stinkereich ist ...

P.S.: Ich rauche nocht und nehme keine Drogen ^^ ... seit meinem 20. Geburtstag ^^ ...
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02.02.2006 11:13 Uhr von PruegelJoschka
 
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P.P.S: In Deutschland sind die MagicMushrooms nur im getrockneten Zustand verboten ...
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02.02.2006 13:12 Uhr von Andre1977
 
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als ich noch jung war als ich vor ca. 5 jahren noch jung u wild war *lol* konnte man sich die pilze auf den partys kaufen. die wurden als sogenannte "durftkissen" oder so verkauft. nein, nicht beim stamm daeler sondern direkt an einem offiziellen stand. so war das jedenfalls bei "SonneMondundSterne 2001". wie legal das war, kann ich nicht sagen, aber nett war es allemal ;-)
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02.02.2006 13:19 Uhr von Dream77
 
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naja wenn se frisch: noch erlaubt sind werden se frisch gekauft und anschliessned selber getrocknet

welche pilze sind das eigentlich die man frisch verzehrt? also als droge.
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02.02.2006 13:32 Uhr von trimi
 
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Ein weiteres Opfer der Desinformationskampange gegen die pösen pösen Drogen.

Wäre er vernünftig im Bilde gewesen über Set und Setting (http://de.wikipedia.org/...), hätte es nicht dazu kommen müssen...

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02.02.2006 16:33 Uhr von evil_weed
 
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@dream77: psilocybin-haltige pilze. z.B. der spitzkeglige kahlkopf (psilocybe semilanceata o.ä.), der auch bei uns wächst.
die richtig potenten sorten (psilocybe cubensis z.B.) kamen aber ursprünglich nur in wärmeren ländern vor (mexiko z.B.), und werden in europa normalerweise in growboxen aufgezogen, um die richtigen umweltbedingungen (luftfeuchtigkeit, temperatur) für diese pilze zu schaffen.

vor nicht so langer zeit hat man trüffelsorten entdeckt, die ebenfalls psilocybin beinhalten.

zur news: blöde idee sowas. wenn jemand unter alkohol einfluss aus dem fenster springt, verbietet man den dann auch? wohl kaum, weil der staatshaushalt von den einnahmen abhängt. bei pilzen wird aber kaum was verdient, also kann man sich da als politiker schön einfach mit einem anti-drogen image profilieren.

generell war diese ganze verbotspolitik, die zur vollkommenen verwahrlosung des gesellschaftlichen wissens über bewusstseinsverändernde substanzen führte, eine dumme idee.

warnungen die ernst genommen werden sollen, sollten am besten von leuten kommen, die eigene erfahrungen damit haben. und nicht von leuten, die im grunde überhaupt keine ahnung haben, aber hauptsache mal alles verbieten wollen.

hier wird versucht, der eigenen bevölkerung eine moral aufzudrängen, die mehr schaden als nutzen bringt. man glaubte jahrzehntelang, eine drogenfreie gesellschaft wäre plötzlich einfach so durch verbote möglich. einfach so, nach tausenden von jahren des drogengebrauchs. ziemlich naiv, oder?

der schaden hierbei ist, dass man von der öffentlichkeit kaum vernünftige aufklärung über drogen erwarten kann. oder wer weiss denn schon, dass z.B. LSD vor allem bei latenten psychosen, instabiler persönlichkeitsstruktur und bei schlechtem set & setting zur ernsthaften gefahr wird?
die 999 kiddies (die das eh nicht nehmen sollten, aber es nunmal tun), die es schonmal genommen haben und bei denen nichts schlimmes passiert ist, erzählen dem 1 mit verborgener/latent vorhandener persönlichkeitsstörung wie toll LSD ballert und der glaubt denen das. und landet dann vielleicht in der psychiatrie oder schlimmeres. obwohl es schon seit jahrzehnten klar ist, unter welchen umständen LSD zum problem werden kann, hat nur ein sehr geringer prozentsatz der bevölkerung auch nur annähernd einen plan davon.
man glaubt zu wissen. weil es einem ja so beigebracht wurde. erinnert mich irgendwie an religion. da glauben viele auch alles aufs wort, was in der bibel steht. das ist aber bei weitem nicht ausreichend.

das bedürfnis der menschen, durch externe mittel ihr bewusstsein zu verändern, gibt es nicht erst seit ein paar jahrzehnten. das muss man im hinterkopf behalten, wenn man ernsthaft etwas gegen drogen-/suchtprobleme tun will. ansonsten sollte man sich einen anderen job suchen.

dumme verbote und bestrafung sind was für halbaffen. viele menschen sind da schon weiter. würde mich stören, so zurückgeblieben zu sein ^^
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03.02.2006 10:20 Uhr von Borgir
 
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@evil_weed: hast meine uneingeschränkte zustimmung. geil geschrieben.

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