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Tasmanien: Krebserkrankung bei Beutelteufeln vermutlich durch Bisse übertragen

Schon seit einiger Zeit wird bei dem einzigen fleischfressenden Beuteltier Australiens eine seltsame Krankheit beobachtet. Jetzt ist das Rätsel um die Wucherungen am Maul des Tiers wohl gelöst.

Es handelt sich um Krebs, der durch Beißereien untereinander übertragen wird. Die Wucherungen behindern die Tiere beim Fressen. Sie müssen verhungern. Der hohe Verwandtschaftsgrad der Tiere könnte an dem Effekt schuld sein.

Das selten gewordene Tier lebt auf Tasmanien, einer australischen Insel. Seinen Namen trägt es wegen des schwarzen Fells und seines wilden Verhaltens. Sein Verschwinden wäre für die Insel und die dortige Ökologie ein folgenschwerer Verlust.


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WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Krebs, Beute, Tasmanien
Quelle: www.faz.net

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2006 08:12 Uhr von zenon
 
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Hmmmm? Was hat denn nun der Verwandschaftsgrad mit den Beißereien untereinander zu tun? Mir fehlt da der Zusammenhang...
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02.02.2006 10:52 Uhr von atreides
 
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@zenon: Ich geb Dir Recht. Auf den direkten Zusammenhang wird nicht direkt eingegangen. Aber wenn Tier keinen genügend großen Genpool mehr haben (weil es beispielsweise zuwenige von ihnen gibt), dann treten einfach degenerative Gendefekt-Krankheiten auf. Das ist wie früher in abgelegen Bergdörfern, wo sich alle Bewohner auch verwandtschaftlich sehr nahe stehen. Da kommt es zu Mongoloismus und ähnlichem.
Es könnte also durchaus sein, daß die genetisch verarmten Tiere nicht mehr genügend Widerstands- und Regerationskraft mehr besitzen, um eine ansich übliche Verletzung wieder vollständig abheilen zu lassen. Tasmanische Teufel haben sich jedenfalls schon immer gerne gezofft. Das ist also in sofern nichts Neues.
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02.02.2006 14:49 Uhr von zenon
 
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@atreides - Danke: für diese sehr ausführliche und verständliche Erklärung.
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02.02.2006 15:24 Uhr von atreides
 
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Nachtrag: Ich muß mich in meiner Erklärung teilweise korrigieren. Aus der Quelle wird der Zusammenhang etwas deutlicher.
Die Wucherungen sind Tumore. Wenn sich die Tasmanischen Teufel balgen, dann wird Tumorgewebe "ausgetauscht". Was nun aber normalerweise vom Körper abgestoßen würde, weil es Fremdgewebe ist, das wird vom Körper aufgrund der hohen Ähnlichkeit der Genstruktur nicht mehr als Fremdgewebe erkannt und der Tumor kann sich im neuen Körper fast wie eine ansteckende Krankheit ausbreiten.
Bei menschlichen Transplataten hat man manchmal diesen Effekt, weil hier ja auch das Immunsystem stark geschwächt wird, bevor das Spenderorgan aufgenommen wird. Eventuell vorhandene Krebszellen können sich dann umso leichter im neuen Körper ansiedeln und verbreiten.
Eine wirklich verfahrene Situation also. :-/
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02.02.2006 22:02 Uhr von Fleurmia
 
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hmm hoher Verwandschaftsgrad? gibt es denn nur noch so wenige?? Naja... dachte zeitweise sie wären ganz ausgestorben... hätte man sie nur schon beschützt, als es noch genug waren um die Art unbeschadet zu erhalten... aber Menschen versuchen es in dieser Hinsicht (wenn überhaupt)eh immer erst auf den letzten Drücker..

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