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Die Veto-Mächte rufen in der Irankrise den Sicherheitsrat an

Überraschend stimmten Russland und China einer gemeinsamen Erklärung zu, in der die fünf Veto-Mächte den Streit um das Atomprogramm des Irans an den Uno-Sicherheitsrat überweisen, wahrscheinlich wird im März darüber beraten.

Vorher wird noch ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde vorgelegt. Der Iran verteidigte daraufhin erneut seine Forschungsanstrengungen, der Leiter der Atomenergieorganisation bezeichnete das Vorgehen der Veto-Mächte als "illegal".

Beim Treffen der fünf Außenminister gestern in London waren auch der deutsche und der EU-Minister anwesend. Es sei "die wichtigste Entscheidung seit Jahren" und eine "gemeinsame entschlossene Botschaft" an die iranische Führung, hieß es.


WebReporter: snickerman
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Sicherheit, Veto
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.01.2006 11:14 Uhr von snickerman
 
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Die nächste Stufe der Eskalation ist erreicht, wenn auf seiten des Irans noch ein Rest von Vernunft vorhanden ist, dann ist es jetzt Zeit, zurückzurudern, bevor Sanktionen und schlimmeres kommen.
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31.01.2006 13:36 Uhr von usambara
 
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die Kriegsspirale dreht sich. Die Entwicklung bis zum Krieg lässt sich
am Beispiel des Iraks erkennen.
Was sollen Sanktionen nützen? Der Iran wird schon seit über 20 Jahren sanktioniert.
Der steigende Ölpreis wird zu einer weltweiten Wirtschaftkriese führen.
Wenn es hart auf hart kommt werden China und Russland
vom Veto gebrauch machen (aus Eigeninteressen).
Der Iran wird dann zum Märtyrer in der islamischen Welt
gemacht.
Der Iran wurde systematisch eingekreist, jetzt beginnt das Finale. Und das werden auch wir schmecken!
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31.01.2006 16:02 Uhr von amatoer
 
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jetzt wirds langsam eng Traurig, Traurig. Wie soll das weitergehen? Jetzt, wo Russland und China deutlich Partei ergriffen haben, bleibt Teheran wohl wirklich nur die Möglichkeit, klein beizugeben, sonst sieht die Stadt wahrscheinlich bald aus wie Bagdad zur Zeit. Und der Irak war ja nun bewiesener Maßen nicht im Besitz von Massenvernichtungswaffen.
Wirklich nicht schön, was sich da anbahnt...
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31.01.2006 17:04 Uhr von travel2earth
 
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3. WK rückt immer näher: Nun, dann kann man auch nachvollziehen, warum nun doch kurzfristig beschlossen wurde, in den nächsten Monaten die Truppen im Irak zu reduzieren (vgl. News-ID: 607714). Die brauchen wohl scheinbar jeden Mann ...

Schätze mal, dass dann als nächstes (vielleicht schon im Frühjahr ´06) ein "Luftkrieg" mit ferngesteuerten Dronen beginnen wird, der hoffentlich kein böses Ende für uns alle nimmt ...

Claudia
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31.01.2006 19:48 Uhr von exekutive
 
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sone scheiße: die sind so dumm...

die uno zeigt ihre unfähigkeit wie mans besser nicht machen kann..

wir fahren mit 300 km/h gegen die wand....

finde auch lustig das dieses thema kaum beachtung findet... wenn es zum krieg kommt, ist die aller letzte hürde üschritten...

das wird komplett außer kontrolle geraten

und dann, kann man sich zu 100% sicher sein, das diese thema jeden menschen auf diesen planeten interessieren wird..
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31.01.2006 20:13 Uhr von usambara
 
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@Mc Bison: du stehst halt wohl auf Imperialisten!
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01.02.2006 08:27 Uhr von pevos
 
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Teherans zum Teil: wütende, andererseits von äußerster Vorsicht geprägte Reaktionen auf den Beschluss der fünf Vetostaaten plus Deutschlands verraten, wie sehr das Mullah-Regime überrascht - und getroffen wurde. Es hatte gar nicht damit gerechnet, dass neben dem „großen Satan“ USA und den Europäern auch Russland und China dafür stimmen würden, im Atomkonflikt den Weltsicherheitsrat einzuschalten. Sie taten es aber. Und damit haben sich erstmals die mächtigsten Länder der Erde geschlossen auf eine härtere Gangart gegen den „Gottesstaat“ geeinigt.
Diese Botschaft enthält ein unmissverständliches Signal, das die geistliche Führung und ihr (nicht dem Klerus angehörender) Hassprediger im Präsidentensessel ernst nehmen sollten. Moskau und Peking, heißt das im Klartext, sind zwar weiterhin an Kooperation und lukrativen Geschäften, doch nicht im Geringsten daran interessiert, dass Iran seine Pläne zum Bau der A-Bombe inmitten einer ohnehin schon höchst instabilen Region verwirklicht. Überdies lassen sich weder Putins imperiale Restauratoren noch die kommunistischen Herren im kapitalistischen Reich der Mitte als Karten in einem Pokerspiel missbrauchen, wie es fundamentalistischen Emporkömmlingen gerade gefällt. Denn die hatten zuletzt ja den Kreml mit durchsichtigen Hinhaltetaktiken ebenso vorgeführt wie zuvor über Jahre die EU.
Die Warnung lautet zunächst lediglich, den Bogen nicht zu überspannen. Selbst wenn die IAEO den Fall nun, wie empfohlen, an den Sicherheitsrat überweist, heißt das noch lange nicht, dass im höchsten Gremium der Vereinten Nationen Sanktionen auf die Tagesordnung kämen. Der Rat soll auch erst im März zusammentreten - Zeit genug für die Islamische Republik, endlich konstruktiv auf den von der gesamten internationalen Gemeinschaft befürworteten Vorschlag einzugehen, die Uran-Anreicherung in Russland vorzunehmen.
„Das Ende der Diplomatie“, wie Persiens Chefunterhändler Laridschani drohte? Nein: Tatsächlich wollen sie ja schon in den nächsten Tagen eiligst wieder reden.
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01.02.2006 12:41 Uhr von wewuma
 
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Auf einen groben Klotz muss man manchmal genau so reagieren.
Sicher, die Gefahr der Eskalation ist weiter gestiegen.
Aber wäre sie verringert worden, hätte man den "Mätzchen" des Iran weiter tatenlos zugesehen?
Weder die Veto-Mächte und sicher auch nicht die Machthaber im Iran sind Selbstmörder.
Wenn auch nur ein Funke von Vernunft übrig gerblieben ist, dann wird man sich jetzt zu Verhandlungen zusammen setzen.
Wir leben auf einer WElt, auf der sich niemand den Auswirkungen eines Krieges entziehen kann - die Zeiten sind lange vorbei.

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