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Berlin: Autorin des "Lehrerhasserbuchs" outet sich als Mutter von vier Kindern

Die Berliner Buchautorin schrieb das Traktat gegen wehleidige und faule Lehrer an den Schulen unter dem Pseudonym Lotte Kühn. Jetzt wurde ihr wahrer Name bekannt, Gerlinde Unverzagt. Die Autorin sieht die Grundschule als ewigen Kindergarten an.

Ein erstes "Opfer" unter Schulpädagogen gibt es schon: Die Kündigung eines Lehrers, so gab der im Internet preis, war Reaktion auf das Buch. Er gehe nun ins Ausland. Der Inhalt des Buches habe dazu beigetragen, so der "fahnenflüchtige" Pädagoge.

Die Autorin machte sich angesichts von erlebten 26 Schuljahren ihrer Sprößlinge in einer Art von kritischer Abrechnung mit Lehrern Luft. Die Grundschule ist ein "wunderliches Soziotop", in dem ein Achtjähriger noch im Diktat "Beischbiel" schreibt.


WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Kind, Mutter, Lehrer, Autor
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.01.2006 16:53 Uhr von LuckyBull
 
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Ziemlich umfangreich der Originalbericht. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass so manchen Eltern der Hut hochgeht, wie die ersten Schuljahre mit unnützem Kram und Lern-Unterversorgung auf der Strecke bleiben...
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30.01.2006 17:20 Uhr von Garviel
 
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Fehler im zweiten Abschnitt: Noch wurde kein Lehrer gekündigt (wie auch, wo doch die meisten verbeamtet sind...?), es hat lt. Quelle nur einer "angekündigt", er werde Deutschland verlassen...

Im Übrigen habe ich auch ab und zu so meine Probleme, wenn mir Freunde berichten, was ihre Kids in der Grundschule so machen. Trotzdem gleich alle Lehrer in einen Sack zu stecken und draufzuhauen, ist allerdings auch nur billige Polemik. Wobei die gute Frau lt. quelle auch zugibt, man könne ebenso gut auch ein "Elternhasserbuch" schreiben. Lehrer und Eltern - zwei Welten prallen aufeinander. Manchmal zumindest. Und Leidtragende sind, wie immer, die Kinder.
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30.01.2006 18:00 Uhr von LuckyBull
 
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@Garviel, du kritisierst aber hier falsch, wenn du behauptest, ich hätte geschrieben, dass
dem Lehrer gekündigt wurde.
Im Gegenteil!
Er selbst hat gekündigt. Dies geht auch aus meinem Satz einwandfrei hervor.
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30.01.2006 18:53 Uhr von pulverschmid
 
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Hautnahe reiche Erfahrungen! Offensichtlich hat sie sie, die Autorin. Das scheint mir auch nicht nach "ewig meckern" auszusehen, sondern schlichte schlimme Wahrheit zu sein, analog auch sonstiger übriger Verlautbarungen zu diesem Thema. Die Frau hat einfach mal ausgepackt und nicht weiter geschluckt bis ins Endlose. Das haben natürlich Beamte nicht gern und Pauker auch nicht. Sonst haben beide Gattungen natürlich immer Recht, außer bei welchen, die es eben besser wissen. So kommt Frust zustande und bei den Geschundenen Freude auf. Daß es nicht am Einzelnen liegt, ist schon klar. Aber die Systemfrage liegt auch hier auf der Hand. Kultus-Schlappen usw., s. Pisa usw.usw.usw.
Wehe, wenn da mal ein paar Wahrheiten ins Licht geraten. Nun, wie wär´s mit einer fachlichen Auseinandersetzung, verehrte Kulturbeamte?
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30.01.2006 19:05 Uhr von TheRoadrunner
 
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Vorschlag: Mal wieder eine pauschale Lehrer-Schelte? Ich kann gut verstehen, dass man bei manch einem Lehrer am liebsten ausrasten wuerde. Allerdings kenne ich wesentlich mehr Schueler bzw. Eltern, bei denen ich am liebsten ausrasten moechte.
Eltern erwarten ernsthaft, dass Lehrer in einer Klasse mit 30 oder mehr Schuelern erzieherische Aufgaben wahrnehmen, die die Eltern one-on-one bei ihren Kindern nicht erfuellen konnten. Wenn die Haelfte einer Klasse aus unerzogenen Rotzloeffeln besteht, kann man als Lehrer auch nicht mehr viel erreichen.
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30.01.2006 21:42 Uhr von lightningstar
 
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kyle´s mum´s a bit***, kyle´s mum´s a bit*** schon in der grundschule gingen mir als schüler diese sich überall einmischenden eltern auf die nerven. früher hab ich mich nur gefragt warum die glauben dass sie mehr ahnung haben als die lehrer, obwohl sie noch nie eine unterrichtsstunde gesehen haben und später gingen mir die so richtig auf den sack mit ihren das-beste-für-die-kinder-ideen.
und seit ich south park kenne bin ich beruhigt dass so leute auch schon anderen auf die nerven gegangen sind.
also wenn der achjährige sohn "beischbiel" schreibt würd ich mich fragen ob da nicht generell auch bei der außerschulischen forderung so einiges auf der strecke geblieben ist.
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30.01.2006 23:24 Uhr von spendeblut
 
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das buch: st meiner meinugn nach auch mehr als langweilig geschrieben habe nciht mal die ersten 10 Seiten ueberstandne, diese info nur mal so am rande
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31.01.2006 07:20 Uhr von mort76
 
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Wenn nich solche Leute das Schulsystem kritisieren dürfen, welche denn dann bitte?
Sonst meint doch jeder, er könne zu allem seinen Senf dazugeben und wäre für alles kompetent.
Die Frau hat das nun ja 12 Jahre Grundschule insgesamt miterlebt, also hat sie auch das Recht zu kritisieren.

Daß die Klassengröße einer Durchschnittsklasse die Zustände nicht rechtfertigt, sondern erklärt, ist ja wohl auch keine Rechtfertigung,sondern ein weiterer Kritikpunkt.

Daß unser Schulsystem derart marode ist, OBWOHL viele Lehrer (und sonstige Beamte) im Bundestag und sonstwo inder Politik sitzen, spricht auch nicht dafür, daß dieser Berufsstand einen eigenen Antrieb hätte, da selber etwas zu ändern.

Und im Kultusministerium sitzen ja bekanntlich auch keine Klempner und Automechaniker, die schlechten Lehrpläne fallen nicht vom Himmel und sind auch nicht gottgegeben!

Die können eher froh sein, daß die meisten Eltern sich für sowas nicht interessieren...
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31.01.2006 08:41 Uhr von kopfnusser
 
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hm, ist ja schon erschreckend was diese frau, bzw. ihre kinder da wohl erlebt haben! aber leider steht in diesem buch auch nur ihre sicht der dinge, logischerweise...kommt es jetzt wieder zu der diskussion ob lehrer an sich alle faul, unmotiviert etc sind? das hatten wir ja schon einmal! allerdings sollten sich die eltern der kinder auch von lehrern durchaus beraten lassen, ich selbst habe die erfahrung gemacht, dass die meisten eltern von schülern nicht MIT dem lehrer zusammenarbeiten, sondern GEGEN ihn; wie war es bei euch? wenn ihr mist gebaut habt, wie man so schön sagt, und der lehrer hat mit euren eltern gesprochen...war da nicht klar dass das auch zuhause ein nachspiel für euch hat? heute ist es leider eher so dass man über die "kleinen engel" nichts sagen darf, da sonst die eltern extrem auf die barrikaden gehen!

"mein kind ist das beste, tollste und kann alles" das sind dann meist so montesori-trullas oder walddorff-schnepfen..."

eltern haben die pflicht ihr kind zu erziehen! diese rolle dem lehrer zu übertragen bringt nichts...ich würde mir etwas mehr erziehung und förderung IN einer familie wünschen, eine KINDHEIT in der man nicht schon dies und das lernen muss, sondern einfach kinder die in ihrer kindheite noch unbeschwert sein können! dieses gottverdammte PISA-ding hat die lage nicht grad besser gemacht!...am besten sollen die kinder sobald sie reden können anfangen zu lernen, dann geht die schule schneller vorbei, schnelles studium...und möglichst jung in die wirtschaft um dort produktiv zu sein....schöne neue welt :))
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31.01.2006 10:24 Uhr von Dream77
 
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@ autor: mich würde mal interessieren was du als unnütz im grundschul unterricht darstellst..

erklärst du es mir... ich werde danach mein bestes tun dir zu erklären wieso und weshalb das "unterrichtet" wird

das ist ernst gemeint. Ichhabe selber eine zeitlang als lehersassistentin gearbeitet auf einer grundschule (war zwar in holland und für gehör und sprachbehinderte kinder, aber das prinziep ist überall gleich)
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31.01.2006 11:45 Uhr von danielrambaud
 
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Wahrscheinlich: Vielleicht kann diese frau ihre Kinder nicht leiden und/oder hatte ieine sehr, sehr schwere Kindheit, wer weiß. Aber eins ist auf jeden Fall klar: Sie hat einen ziemlichen Hals auf Schule, Lehrer und Co. Kann ich auch irgendwie irgendwo verstehen aber ich denke, dass diese Frau Kinder hat, ist nicht dragisch. Ich meine, sie "outete" sich als Mutter vierer Kinder... ich denke, es ist doch egal, ob sie Kinder hat oder nicht, das hat nichts mit der "Situation" zu tun
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31.01.2006 13:32 Uhr von LuckyBull
 
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@Dream77, wenn du mich schon: direkt fragst, wieso ich einiges als "unnütz" in der
Unterrichtung vieler Grundschullehrer sehe, dann kann ich
nur auf die vierfache Mutter und Journalistin aus Berlin verweisen.
Sie sagte ja, dass

"diie Grundschule wirklich so ein wunderliches Soziotop ist, beherrscht von Lehrerinnen, die sich in einer Art ewigem Kindergarten mit Matschecken und Klangmulden eingerichtet haben. Sie genießen es, mit den kleinen Mädchen Puppen zu kämmen, wuscheln gern traulich in Kinderschöpfen und zeigen überhaupt einen schier unstillbaren Kuschel- und Wuschelbedarf."

Ich bin selbst seit etwa vierzig Jahren mehr in keiner Schule gewesen, weiss höchstens noch, wie mein Sohn
vor 14 Jahren in der Grundschule pädagogisch und unterrichtsmäßig "versorgt" wurde.
Es sollte schon mehr Power von den sechs - bis 10-Jährigen abverlangtden Kindern gegenüber erfolgen, damit sie einem Eintritt und Fortbestehen in eine(r) nächsthöhere Schulart (Realschule oder Gymi) besser gewachsen sind.
Und dann noch eins, Dream, wenn du als Lehrerassistent schon mal tätig warst, wie du ja schreibst, dann müsstest du aber auch wissen, dass man "Prinzip" nicht mit ie schreibt....
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31.01.2006 14:05 Uhr von Garviel
 
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@Lucky: Du hast (nicht ganz) Recht: Meine Formulierung, ihm sei gekündigt worden, stimmt tatsächlich nicht. Lt. Quelle hat er aber auch noch nicht selbst gekündigt, deine Formulierung ist also auch zumindest missverständlich... ;-)

Was mich etwas befremdet: Wenn du selbst "seit 40 Jahren in keiner Schule mehr" warst, hat dann die Zusammenarbeit mit der Schule deines Sohns nur deine Frau erledigt?
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31.01.2006 18:06 Uhr von Dream77
 
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@ lucky: biotzte entschuldige meine rechtschreibfehler.. wie schon des öfteren von mir, ich habe fast meine gesamte schulzeit in holland verbracht und dort auch diese tätigkeit ausgeübt, an manchen ecken fehlt es bei mir in der deutschen rechtschreibung.

ich werde mich heute abend mal hinsetzen und dir ausführlich aufschreiben wofür klangschalen und matschecken sind, wieso das schulsystem umgestellt wurde und welchen nütz es hat jmit den kindern die haare der puppen zu kämmen. jetzt gleich ist das essen fertig und meine Kinder haben hunger.
Wirst aber noch von mir lesen :-)
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31.01.2006 19:24 Uhr von LuckyBull
 
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@Nö Garviel, nicht ganz, denn die Schulbegleitung meines Sohnes erfolgte
neben meiner beruflichen Aufgaben in dieser Zeit
mittels meiner dreijährigen "Elternbeiratstätigkeit" in der
Realschule.
Dort konnte ich einiges über Lehrer und ihre
"Schwächen" miterleben.
Nur ist das so eine heikle Sache, wenn man als
Beirat dort gegen Lehrer opponiert - dann "leidet"
ja am Ende das eigene Kind...
Verd.... Konfliktsituation, wobei die Beiräte auch oftmals
nur zur Ausstaffierung und als Feigenblatt der Schulen
herhalten...
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31.01.2006 20:24 Uhr von redhairedangel
 
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nicht einseitig: die Darstellung der Autorin ist nicht einseitig, sie schreibt zum Schluß in einem Extrakapitel, welche positiven Erfahrungen sie/ihre Kinder hatten - allerdings gibt es - wie wohl immer und überall - auch an der heutigen Lehrform etliches zu kritisieren, und das hat sie gemacht (ich hab das Buch gelesen :-) )
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04.02.2006 21:16 Uhr von Engelchen_mit_B
 
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Das gilt sicher nicht für alle Schulen: Alle Schulen kann man sicher nicht über einen Kamm
scheren...
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24.02.2006 16:43 Uhr von kozerats
 
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gefährlich ich bin recht erschrocken nachdem ich jetzt ein wenig in dieses buch reingelesen habe. diffamierungen und halbwahrheiten, dazu noch ein paar fragwürdige thesen, aber so geschrieben, dass man leicht geneigt ist der autorin einfach recht zu geben. grade leute die nicht in der lage sind solch einen text kritisch zu hinterfragen werden hier mit einem hass geimpft. gefährlich...
und sich als mutter von vier kinder als expertin in sachen schule zu bezeichnen ist genauso sinnig wie sich bei jedem läderspiel angetrunkene bierbäuchige männer selbnst zum besten nationaltrainer ernennen. ein experte in sachen shcule kann doch eigentlich nur jemand sein, der beide seiten erlebt hat und sich auch die mühe macht beide seiten zu verstehen. aber so bleibt der bittere beigeschmackt billiger verkaufsfördernder meinungsmache, die jede lösung des problems nur unnötig erschwehrt.

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