28.01.06 10:18 Uhr
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Nürnberg: Durch AEG-Streik ist auch bald die polnische Produktion lahm gelegt

Seit einer Woche streiken die AEGler in Nürnberg. Grund ist die vom schwedischen Konzern Electrolux beschlossene Schließung des bayerischen Standortes bis Ende 2007. 25.000 Haushaltsgeräte wurden seit einer Woche nicht produziert.

Da aber nicht nur die Produktion, sondern zusätzlich auch noch die Logistiker streiken, kann die Ware nicht ausgeliefert werden. Dauert der Streik noch länger, werden spätestens am Mittwoch in Polen die Fließbänder ebenfalls stillstehen.

Electrolux müsste dann in Italien weiter produzieren, doch dort hat man bereits erklärt, dass die Leute "keine einzige Stunde mehr arbeiten". Der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer betonte erneut, dass der Nürnberger Standort profitabel sei.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Nürnberg, Streik, Produkt, Produktion
Quelle: www.finanzen.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2006 11:27 Uhr von zottelhaar
 
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und nun ???? Das Beste wäre, wenn Electrolux den Laden direkt zu macht !. Dann lernen die Gewerkschaften sich endlich zurückzuhalten.
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28.01.2006 11:54 Uhr von feldy.de
 
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@zottelhaar: behindert? hast natürlich mal wieder keine ahnung von was du laberst. es geht hier um 2000 arbeitsplätze in nürnberg. wenn die wegfallen is bei uns in mittelfranken polen offen
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28.01.2006 13:02 Uhr von Peter13779
 
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Was wir brauchen: Wir brauchen Gewerkschaften, die Europaweit agieren. So könnte man einen ganzen Konzern bestreiken und den überbezahlen Bossen mal zeigen wo der Hammer hängt, wenn die wiedermal 2000 Arbeitsplätze wegfallen lassen wollen.
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28.01.2006 13:02 Uhr von ChristianWagner
 
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Im Ausland ist`s halt billiger Unabhängig davon was die Gewerkschaft für Geschichten erzählt. Bin skeptisch ob Elektrolux auf Erpressung eingeht. Ich würd`s nicht.
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28.01.2006 14:17 Uhr von red.devil
 
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Im Ausland billiger: Genau das triffts BILLIGER.

Nicht zwingend kostengünstiger, vor allem, wenn man die Qualität der Verarbeitung (nicht bei allen Produkten) sieht, die dann dabei herauskommt, wenn man sich kaputtspart. Außerdem vergißt man gern folgendes:

Im Ausland wird billig produziert, aber der deutsche Markt soll dies zu dem alten Preis kaufen. Wenn hier aber die Arbeitsplätze wegfallen, fehlt wieder mehr Menschen das Geld diese zu kaufen und der Absatz an Geräten nimmt ab. Geschieht dies, kann sich das ganze schnell als Schuß in den Ofen erweisen, zumal auch in Polen erst einmal ein Standort geschaffen werden muss.

Weiterhin wird man auch in Polen diese Geräte haben wollen, diese dann aufgrund des niedrigeren Lohnniveaus dann günstiger anbieten müssen, weswegen grenznahe Märkte in Deutschland zusammenbrechen, weil die Geräte in Polen verkauft werden. In Polen selbst ist die Gewinnspanne aufgrund des niedrigeren Verkaufspreis auch geringer. Tritt dann der Effekt auf, dass die Mitarbeiter in Polen mehr Geld wollen (eine quasi Angleichung ans Westniveau - und diese Rufe werden immer lauter wie ich mehr als einmal schon gehört und gelesen habe), dann wird auch dort alles wieder teurer usw. und so fort...

Klar kann es sich für den Konzern rechnen, aber es ist auch ein erhebliches Risiko und menschlich und moralisch ist es sowieso das letzte.

Ich sag nur "Entlassungsproduktivität"

Sorry, muss mich jetzt übergeben gehen...
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28.01.2006 19:28 Uhr von Kraftnuss
 
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Man muss ja nicht AEG Geräte kaufen ! Als Käufer kann man ja glücklicherweise selbst entscheiden was man kauft.

Ich rege mich auch darüber auf und die Leute bei AEG tun mir ehrlich leid.

Deshalb gehe ich bewußt an AEG/Electrolux Geräten vorbei und nehme die Geräte anderer Hersteller.

Aus Erfahrung gut ...... PFFFFFT
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29.01.2006 02:32 Uhr von Davor
 
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kraftnuss: genau so schauts aus-

kein Opel
kein Mercedes
keine Telekom
kein AEG
keine Deutsche oder Dresdner Bank
kein Conti
keine Müller-Milch

wir als Verbraucher können viel mit geschicktem Einkauf regeln

wir sollten diese Macht nutzen

Stichwort "bewußt einkaufen"

Firmen die sich ihrer eigenen Verantwortung bewußt sind verdienen Vorrang

grusz (dedicated to silence - rettet das ß! )
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29.01.2006 20:35 Uhr von zottelhaar
 
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nochmals ! Ehy Leute,

ich denke, das Problem ist die Mentalität der deutschen Gewerkschaften ! Solange diese die Null-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich wollen, solange werden viele Unternehmer ins Ausland wechseln, wo Arbeiter noch bereit sind, für ihr Geld zu arbeiten. Ich glaube, wir haben das gleiche Problem wie damals in UK wo auf jeder Elektrolok ein Heizer mitfuhr, weil die Gewerkschaft das durchgesetzt hat. Maggi Thatcher hat damals hart durchgegriffen, und danach lief es wieder.
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29.01.2006 21:33 Uhr von marshaus
 
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das heisst: sie produzieren bald nur noch im ausland, dann werden die pforten in deutschland geschlossen.

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