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Indischer Stahl-Milliardär plant den Mega Coup

Der Inder Lakshmi Mittal, drittreichster Mann auf der Welt und Besitzer von Mittal Steel, plant eine Übernahme des französisch-luxemburgischen Konkurrenten Arcelor für 18,6 Milliarden Euro.

Mittal Steel ist jetzt schon der größte Stahl-Produzent der Welt. Mit einer erfolgreichen Übernahme des zweitgrößten Produzenten wäre Mittal Steel uneinholbar die Nummer eins.

ThyssenKrupp, zehntgrößter Stahlproduzent der Welt, würde ebenfalls von dieser Übernahme profitieren, da Mittal dem Ruhr-Konzern den der Arcelor-Gruppe angehörigen Stahlproduzenten Dofasco verkaufen würde.


WebReporter: Blacksan
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mega, Milliardär, Coup, Stahl, Indisch
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.01.2006 17:18 Uhr von no_trespassing
 
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Paukenschlag! Da hat Arcelor sich verspekuliert. Mittal wartete, bis die Bieterschlacht zu Ende war und nachdem der Zuschlag für Dofasco an Arcelor gegangen ist, griff sich Mittal Arcelor.

Was muß das die Franzosen fuchsen - erst die Ambition zu haben, um jeden Preis die Deutschen ausstechen zu wollen und dann gleich im Anschluß selbst gefressen werden. :-)
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27.01.2006 21:56 Uhr von deomaki
 
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Und wenn Thyssen-Krupp dann Dofasco übernehmen kann, steigt TK direkt auf Platz 5 weltweit...
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27.01.2006 23:30 Uhr von stxy
 
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Daneben: ja toll...und die Mehrheit seiner indischen Landsleute verrecken elendiglich aus Armut. Ich könnte ko....
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28.01.2006 00:30 Uhr von -•Neo•-
 
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@stxy: ähm, ich glaub du hast da irgendwas falsch verstanden bezüglich dem thema "wirtschaft u. wohlstandsbildung"!!
das wird seinen indischen landsleuten nur gutes bringen wenn Mittal Steel das gleiche wird wie Microsoft bei betriebssystemen!
einfach formuliert:
mehr (stahl)fabriken=mehr arbeit=weniger leute die "elendiglich an armut verrecken"!!;-)
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28.01.2006 01:04 Uhr von Muta
 
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@Neo: Und warum soll es den Indern was bringen, wenn der internationale Konzern Mittal Steel (der zwar einen indischen Besitzer hat, aber übrigens keine Produktion in Indien) zu einem fast-Monopolisten wird?

Mal abgesehen davon, dass hier keine zusätzlichen Stahlfabriken entstehen, sondern lediglich andere aufgekauft werden.
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28.01.2006 01:15 Uhr von Super-Ingo
 
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Auf jeden Fall geschäftstüchtig. Stahl wurde eh schon teurer und er wird wohl mit weiterer Nachfrage immmer teurer. Besser kann mann nicht investieren. Man muss natürlich erstmal genug Schotter haben um sich sowas zu besorgen.
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28.01.2006 01:34 Uhr von Katatonia
 
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@Muta: Mittal dahingehend Arbeitsplätze geschaffen, indem mal alte marode Betriebe aufgekauft und saniert hat. Sozusagen genau das, was bei uns nach der Wende Gegenteilig passiert ist. Den Indern bringt das natürlich sogut wie nichts, da hast du recht. Selbst der Firmensitz befindet sich in Europa.

Und natürlich werden erstmal keine neue Stahlfabriken geschaffen, das wird es nie bei einer Fusion oder Übernahme. Aber Mittal ist damit groß geworden und wird auch weiterhin marode, kleine Stahlkonzerne oder Fabriken aufkaufen, neu aufbauen und effizient machen.
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28.01.2006 01:42 Uhr von Muta
 
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@Katatonia: "Mittal dahingehend Arbeitsplätze geschaffen, indem mal alte marode Betriebe aufgekauft und saniert hat. Sozusagen genau das, was bei uns nach der Wende Gegenteilig passiert ist."

Das mit dem Gegenteil ist ein gutes Beispiel :).
Aber ja, du hast allgemein schon Recht. Ich bezog mich aber mehr konkret auf die, hier erwähnte, Übernahme von Arcelor (dessen Betriebe meines Wissens nicht marode sind).
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28.01.2006 02:18 Uhr von -•Neo•-
 
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@Muta: ok, aber das muss ja nicht heissen das er in zukunft nicht in indien auf irgendeine art u. weise investieren wird! zumindest hat er das in einem cnn interview angedeutet...

und btw: man sieht jetzt halt heutzutage immer mehr das die weissen nicht mehr die welt dominieren...wer hätte z.B noch vor 25 jahren gedacht das ein inder mal drittreichster mann der welt sein wird...lol<--und dieser "trend" wird sich (leider?) fortsetzen...
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29.01.2006 09:14 Uhr von kebabpapzt
 
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Der Grund, warum Mittal keine Stahlwerke in Indien: hat, ist ganz einfach.
Als L. Mittal vor. ca. 30 Jahren den kleinen Familienbetrieb übernahm, war der indische Stahlmarkt staatlisch sehr reguliert, d..h. man konnte nicht so mir nichts dir nichts ein paar alte Stahlwerke in Indien kaufen oder neue Werke hoch ziehen. Aus diesem Grund hat der damals gerade mal 20 jährige (bzw. der muss damals so um die mitte 20 gewesen sein) einfach in Malaysia begonnen mit seiner weltweiten Expansion. Danach hat er überall marode Stahlwerke aufgekauft und modernisiert.
Die Inder ärgern sich wohl sicherlich, dass sie Mittal damals mit ihrem regulierten Stahlmarkt, aus Indien herausgetrieben haben, aber das waren eben Politiker und die wenigsten von denen scheinen Ahnung in wirtschaftlichen Fragen zu haben.
Nur um mal ein analoge Beispiel zu nennen : Die britische Regierung in 80er Jahren wollte endlich die Verwantwortung für den verstaatlichten Autohersteller Rover, bzw. die Rover Group abgeben bzw. privatisieren.
Die British Aerospace wurde 1988 regelrecht dazu genötigt die Rover Group zu kaufen. Die BAe wussten nichts mit der Rover Group anzufangen und suchten nach dem Kauf schon direkt einen Käufer für die Rover Gruppe. Das damalige Management der Rover Group hatte damals schon sehr eng mit Honda zusammengearbeitet, es gab gemeinsame Entwicklung einzelner Modelle etc. kurz, die Leute von Honda und Rover verstanden sich sehr gut.
Warum auch immer, jedenfalls war die Entscheidung auch mehr als gewollt von der britischen Regierung : BAe verkaufte 1994 die Rover Group an BMW, obwohl Honda der bessere Käufer gewesen wäre, die Rover auch mit Kusshand gekauft hätten ohne lange über den Preis zu streiten. Derweil freute sich der gute Pischetsrieder wie ein Kind, weil er damit auf einen Schlag die gesamte britische Automobilindustrie, bzw. was davon noch übrig war. Nur wussten die netten Herrn aus München gar nichts anzufangen mit der Rover Group und mit den Jahren entwickelte sich damit eine finanzielle Bedrohung für BMW bzw. die Großaktionäre, d.h. die Quandt Familie wollte nicht mehr länger zusehen wie der "englische Patient" weiter Geld verbrennt.
Pischetsrieder musste seinen Hut nehmen, die RoverGroup wurde auseinandergerissen und BMW pickte sich mit dem neuen Mini und einigen alten Marken wie Triumph und Riley, die Rosinen heraus und verkaufte Landrover an Ford. Der klägliche Rest der Rover Group wurde an vier englische Geschäftsleute, darunter auch einige ehemalige Rover Manager, verkauft, was wiederum politisch forciert wurde.
Den Rest der Geschichte kennt nun jeder : im April 2005 standen die Bänder bei MG Rover still, da man nicht mehr liquide war und die Zulieferer keine Teile mehr lieferten und der mögliche rettende Deal mit dem chinesischen Autohersteller SAIC platzte auch.
Im August wurden die Reste von MG Rover an Nanjing Automobile aus China für 53 Millionen Pfund verkauft.
Hätte man 1994 die Rover Group an Honda verkauft, würden in Longbridge, der ehemals größten und ältesten Autofabrik Europas, immer noch Autos vom Band laufen.
Na ja...ist eben immer so, wenn Politik meint, sich in die Wirtschaft einmischen zu müssen...es endet sehr oft, wenn nicht immer in einem wirschaftlichen Desaster...
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29.01.2006 18:27 Uhr von marshaus
 
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intressant: nun sehen wir das die anderen nicht schlafen und uns zeigen wie man es macht.

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