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Dresden: Polizei nahm illegalen Schatzsucher fest

In der Nähe von Dresden stellte die Polizei in der Wohnung eines 42-Jährigen Stücke aus der Bronzezeit sicher. Der Mann hatte die insgesamt 700 archäologischen Stücke, darunter Gewandschmuck und eine Sichel, unerlaubterweise ausgegraben.

Den entscheidenen Tipp zur Ergreifung des illegalen Schatzsuchers gab das Landesamt. Der 42-Jährige hatte Bilder seiner Funde in ein Internet-Forum gestellt und wollte so den Wert der Stücke in Erfahrung bringen.

Christoph Heiermann vom Landesamt für Archäologie sagte, dass die Stücke wegen ihrer großen kultur- und landesgeschichtlichen Bedeutung einen unschätzbaren Wert haben. Dem Schatzsucher droht eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren.


WebReporter: Katerle
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Dresden, legal, illegal, Schatz
Quelle: www.lr-online.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2006 15:28 Uhr von soundz
 
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Ich wusste gar nicht: das man solchen sachen nicht ausgraben darf! Ok wenn man jetzt auf die nächste wiese geht und gräbt gehört der krempel ja nicht einem selbst, sondern dem besitzer der wiese... aber das man dafür 2 jahre gefängnis bekommt - sollen die doch froh sein, das der den schmodder in unschätzbarem wert ausgegraben hat!
ich muss ma gucken was ich so alles als kind ausgegraben hab ;)
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20.01.2006 16:09 Uhr von S-Treffi
 
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...und wenn der Typ einem anderen einen richtig in die fresse geschlagen hätte, hätte er nur ne kleine geldstrafe bekommen.

Was belehrt uns das? Lieber Gewalt anrichten, als wirtschaftlichen schaden.
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20.01.2006 16:13 Uhr von mo0
 
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... stimmt nich: alles was unter 99.9 cm tief is gehört dem staat.. darüber dem besitzer des jeweiligen grundstücks... aba ich weiß nich wie das auf friedhöfen is.. gibts sicha eine sondergenehmigung
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21.01.2006 15:21 Uhr von evil1
 
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@ mo0: sei dir da mal nich zu sicher, wenn der staat mal wieder geld braucht, landen die verstorbenen bei ebay
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21.01.2006 16:35 Uhr von marry jane
 
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ach gottchen: das arme pabi staat haddu widda bözeböze mann festjenommn? haddu aba fein gemach kutschikutschiguuu...
ne man, ist ja okay, dem typen das zeug dann wegzunehmen und dann noch n bisschen geldstrafe aufzubrummen für aufwandsentschädigung (die armen bürohengste mussten ja wegen dem n bisschen arbeiten, arme klien pferdchen),aber zwei jahre? bitte? na gut, für kinderpronographie bekommt man ja auch 3 jahre, für urheberrechtsverletzu7ng in richtung cd brennen etc. gibbs 5 jahre+ schadensersatz, was solls
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21.01.2006 17:48 Uhr von luckyfred
 
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Die Sache: scheint mir schwach erklärt - auch in der Quelle. Woher wusste der Mann wo was war? Ist er vielleicht ein Entdecker, der bestraft wird?
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21.01.2006 17:51 Uhr von luckyfred
 
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Soll kpünftig jeder aufpassen: der irgendwo etwas findet. Vielleicht ist er sonst ein "illegaler Finder" und landet für einige Zeit in der Kiste...
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22.01.2006 19:20 Uhr von BuvHunter
 
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der Raubgräber von Dresden: Ich bin dafür, Raubgräber oder Bodenplünderer als medienwirksame Bezeichnung für Schwerverbrecher wie diesen Herrn einzuführen.
Raubkopierer haben ja auch Einzug in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden.
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23.01.2006 08:20 Uhr von divercharly
 
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versucht es mal mit denken !!!! Es geht weniger um den Wert des ausgegrabenen Teiles, die umgebenden Erdschichten sind für den Archäologe mindestens genauso wichtig wie der Fund selbst.

Ist das Teil einmal unsachgemäß ausgegraben sind viele Dinge nicht mehr nachvollziehbar.

Auch deshalb steht diese Grabräuberei unter Strafe.

Es geht nicht um den materiellen Wert den der Raubgräber dem Staat entzieht sondern um die erforschbaren Dinge um den Gegenstand die der Geschichtsforschung und somit der Allgemeinheit vorenthalten werden.

Dieser Schaden ist materiell überhaupt nicht zu erfassen.
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24.01.2006 05:44 Uhr von divercharly
 
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f455: Deine Argumente sind natürlich nicht so ganz von der Hand zu weisen. Ich kenne mich da auch nicht so doll aus, aber so weit ich weiss ist der Finderlohn gesetzlich geregelt.

Das Problem ist nur dass diesen Raubgräbern die Allgemeinheit von vorne herein wurscht ist. Sie ziehen schon mit dem Vorsatz los etwas zu finden und zu stehlen. Wäre dem nicht so, könnten sie sich in archäologische Hobby - Teams einbringen, dort ihrem Bedürfniss nachgehen und gemeinsam mit Fachleuten wertvolle Funde bergen.

Vielleicht passe ich mit meiner Meinung nicht mehr so ganz in diese Welt, aber ich habe ein ausgeprägtes Bewusstsein wenn es um "mein und dein" geht.
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24.01.2006 11:31 Uhr von luckyfred
 
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divercharly: Ich stimme deinem Kommentar voll zu. Allerdings: Vielleicht wollte er gar nichts stehlen, fand etwas zufällig und wusste eben nicht, was man richtigerweise in so einem Fall tut.
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24.01.2006 11:59 Uhr von divercharly
 
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luckyfred: ich finde es nett dass Du versuchst den Mann in Schutz zu nehmen. Aber glaubst Du wirklich jemand könnte "gerade mal so " über 700 archäologische Stücke finden ?????

Der ist garantiert von der Spezies die mit Geräten der neuesten Technik ( von denen übrigens offizielle Archäologen nur träumen können ) ausgerüstet und geht gezielt vor.

Ich versteh ja wenn ein Mensch seinem Entdeckerdrang nachgiebt und in seiner Freizeit dem Erdreich seine Geheimnisse entlocken will, dann aber doch bitte in geregelten Bahnen.
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24.01.2006 17:13 Uhr von ArrowTiger
 
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Wer hat recht? Tatsächlich ein diskussionswürdiges Thema! Wer hat Recht am Fund, der eigentlich niemandem mehr gehört? Der Staat, weil er der "Stärkere" ist, und ein "Allgemeininteresse" behaupten kann (womit er zumindest nicht ganz unrecht hätte)? Der Besitzer des Grundstücks, der evt. nie etwas von den Fundstücken erfahren hätte, aber zumindest juristisch der rechtmäßige Besitzer wäre? Oder der Finder, weil er womöglich viel Zeit und Geld in die Suche investiert hat?

Vielleicht teilt man sich ja einfach den Fund gerecht. Der Finder und Grundbesitzer bekommen z.B. eine angemessene Entschädigung, und der Staat stellt die Schätze ins Museum für die Allgemeinheit. :-)

Solange ein Schatzsucher befürchten muss, quasi legal bestohlen zu werden, wundert es mich jedenfalls nicht, wenn er sein "Zeug" unter der Hand z.B. in der Schweiz vertickt...

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