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1.500 Ausbildungsplätze in der Landwirtschaft und bei Gärtnereien sind unbesetzt

In Berlin findet derzeit die Grüne Woche statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung gab der Deutsche Bauernverband jetzt bekannt, dass in der Landwirtschaft und bei Gärtnereien noch etwa 1.500 Ausbildungsplätze unbesetzt sind.

Zurzeit werden etwa 40.000 junge Leute in den "grünen Berufen" ausgebildet. 1995 waren es lediglich 31.000.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Ausbildung, Landwirt, Landwirtschaft, Gärtner
Quelle: portale.web.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.01.2006 11:28 Uhr von Garviel
 
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Wen wundert´s? Schließlich muss man bei den Berufen ordentlich buckeln, der Verdienst reicht weder für den Manta Turbo noch für die Goldketten, und das Sozialprestige ist auch eher dürftig.
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17.01.2006 12:57 Uhr von Katerle
 
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@Garviel: genauso sehe ich das auch.

Angesichts der steigenden Mieten und anderen Kosten, kann sich keiner mehr erlauben einen solch schlecht bezahlten Job anzunehmen. Zudem muss man sich von vornherein interessieren, auf Zwang sowas zu arbeiten schadet mehr als es nützt.
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17.01.2006 13:03 Uhr von schuhtown
 
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Gut zu wissen: evtl. finde ich ja in so einen Betrieb einen Zwischenjob, falls ich nach meiner Ausbildung wirklich nichts finden sollte.

Man soll eben nehmen was kommt, aber ob das Gehalt mehr als das Arbeitslosengeld ist was ich bekommen könnte wage ich zu bezweifeln.

Man sollte eben nicht allzu wählerisch sein...
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17.01.2006 13:05 Uhr von Kneißl
 
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Grundlagen: Hier fehlen oft einfach die Grundlagen.

Wie viele Kinder haben noch Bezug zur Landwirtschaft oder zur Natur an sich?

Dies liegt sicher oft in der immer größer werdenden "Landflucht" begründet.
In großen Städten, wo die Familien leben müssen die sich beispielsweise kein Auto leisten können, ist der Bezug zur Natur und Landwirtschaft eigentlich nicht gegeben.

Viele derer, die heute "am Land" aufwachsen, stammen aus besser situierten Familien und ergreifen daher auch eher "höhergestellte" Berufe.

Ein anderes Problem ist hier sicher auch, daß die Zukunftschancen in der Landwirtschaft nicht wirklich als rosig betrachtet werden können.
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17.01.2006 13:06 Uhr von Landschaftsarchitekt
 
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@ Garviel : das sehe ich anders: ich habe eine Gärtnerlehre gemacht, bevor ich anfing Landschaftsarchitektur zu studieren.

Die Bezahlung ist grundsätzlich nicht gut bei einer Lehre, und darum geht es auch nicht, sondern viel eher darum einen guten Betrieb und Meister zu finden.

Ob die Berufe angesehen sind oder nicht, wage ich ebenfalls zu bezweifeln, denn ein Landschaftsarchitekturstudent der vorher eine Gärtnerlehre gemacht hat ist angesehener als jemand der gerade vom Gymnasium gekippt ist.

Wenn ich mir die Lebensmittelskandale der letzten Zeit ansehe muss ich sagen, dass ein Landwirt, der Bioprodukte erstellt, bei mir angesehener ist, als ein Broker mit Ferrari, der sein Geld mit Nestlé-Aktien gemacht hat. Da ist es mir auch egal ob der tagsüber Kuhkacke am Schuh hat, ich mag nämlich Milch, Joghurt und Käse.

Arbeit an der frischen Luft, mit Tieren oder Pflanzen, im Wandel der Jahreszeiten und des Wetters, ist sehr abwechlungsreich und erfüllend. Ich kenne kaum einen Gärtner, der seinen Job nicht total liebt oder sich nach dem Sinn des Lebens den Kopf zermartert.
Von diversen Mediziner- oder büroarbeitenden Freunden kann ich das leider nicht behaupten.
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17.01.2006 13:09 Uhr von Garviel
 
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@Landschaftsarchitekt: Stimme dir voll und ganz zu. Ich hab auch weniger meine eigene Sicht der Dinge geschildert, sondern das, was ich von Schülern üblicherweise in der S-Bahn oder sonstwo "mithöre", wenn sie sich über ihre Berufswünsche und Zukunftspläne unterhalten. Da sind halt die typischen mittelmäßigen Realschüler, die von einer Karriere als Unternehmensberater träumen, ziemlich in der Überzahl...
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17.01.2006 13:11 Uhr von ciaoextra
 
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@ Garviel: Bei der aktuellen Arbeitslosenzahl sind Berufswünsche an letzter Stelle gerückt. Da sollte man erst mal sehen, dass man überhaupt einen Job bekommt. Umsteigen kann man dann evtl. immer nochmal.
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17.01.2006 13:21 Uhr von Kneißl
 
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Kleine Bemerkung am Rande: Ist euch eigentlich aufgefallen, daß 1500 freie Ausbildungsplätze auf ganz Deutschland bezogen eigentlich ziemlich wenige sind?

Unsere Politiker kreiden es den Arbeitslosen doch immer an, daß sie nicht in der Landwirtschaft arbeiten wollen. Meiner meinung nach paßt da was nicht zusammen.

Noch was!
Da ich selbst davon betroffen bin möchte ich das hier auch noch anbringen:
Inzwischen leidet in Deutschland fast jeder Zweite an Allergien.
Dies ist auch für einige ein Grund, keine Arbeit an der gesunden, frischen Luft annehmen zu können.
Spielt vielleicht nicht die größte Rolle, sollteaber doch nicht übersehen werden, oder?
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17.01.2006 13:23 Uhr von Troll-Collect
 
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Warum Ausbildung als Ein-Euro-Jobber? Ne Ausbildung im GaLaBau oder Gärtnerei ist ein Highway in den Ein-Euro-Job. Für Privatleute fehlt immer mehr die Kaufkraft solche Firmen zu beauftragen und die Kommunen ersetzen zunehmend eigenes Personal und Aufträge an Unternehmen durch 1-Euro-Jobber - was Zugleich die Perspektive der Azubis nach der Lehre wäre.
Eine Ausbildung als Selbstzweck ohe Perspektive bringt auch nichts.

Und die Landwirtschaft? denen sind delbst die Polen schon zu teuer. Bei Stundenlöhnen zu etwas über 5 Euro (im Westen) ist auch hier nicht die Frage das Wollen, sondern das Können (sich die Arbeit zu leisten).
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17.01.2006 13:40 Uhr von Teppichratte
 
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Ich habe selbst: Gärtner gelernt, und war dann im GalaBau, als meine Frau aufhören musste zu arbeiten, weil das zweite Kind kam, hätte ich vom Verdienst her Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe gehabt, so viel dazu, was man als Gärtner verdienen kann.
Und Landwirschaft? Klasse, gerade wird von Seehofer der gesammte Bereich des biologischen Anbau´s plattgemacht, all die, die mit großen Mühen umgestellt haben, haben die Arschkarte gezogen.
Es werden also einige Monsterbetriebe übrigbleiben die auch keinen sicheren Arbeitsplatz bieten können
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17.01.2006 13:57 Uhr von Andre1977
 
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den leuten geht es zu gut wenn die menschen in deutschland nicht soviel vom staat bekommen wuerden, waeren sie auch gezwungen solche arbeiten anzunehmen.

es gibt ja wohl genug leute, die bestens qualifiziert sind fuer diesen job. soll nicht abwaertend klingen, habe sicher nichts gegen diesen beruf. habe vor meinem studium auch etwas "anstaendiges" gelernt. man kann ja darauf aufbauen. aber wenn sich die jugendlichen leisten koennen lieber einen auf arbeitslos zu machen, dann stimmt etwas am system nicht!!!

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