13.01.06 12:16 Uhr
 254
 

Medizinstudenten sehen keine Zukunft in Deutschland

Nachdem Krankenhausärzte den Anfang gemacht haben war es nur logisch, dass der Nachwuchs auch auf die Barrikaden geht. Medizinstudenten waren in Mainz auf der Straße, um ebenfalls auf die schlechten Voraussetzungen für junge Ärzte hierzulande hinzuweisen.

Einer Onlineumfrage nach sind viele Studenten bereit, später auch 50 Stunden pro Woche zu arbeiten, unbezahlte Überstunden lehnen sie aber ab. Ein großer Teil denkt über eine Beschäftigung im Ausland nach, andere sehen Chancen in medizinnahen Berufen.

Die Bundesärztekammer zeigt sich besorgt. Präsident Jörg-Dietrich Hoppe fordert bessere Arbeitsbedingungen und warnt: "Uns bricht der Nachwuchs auf breiter Front weg." Die Zahl der Studienabsolventen, die dann eine Stelle im Krankenhaus antreten, sinkt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Mike Shark
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Zukunft, Medizin
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gefährlicher Trend: Mini-Armbrust als "Mordwaffe"
USA: Mann fängt 14-Jährige in Freizeitpark auf, die aus Gondel stürzte
US-Professorin entlassen: Nach nordkoreanischer Haft toter Student selbst Schuld

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
13.01.2006 11:30 Uhr von Mike Shark
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die "Landarztstellen" möchte auch keiner mehr haben, vom guten Ansehen bei der Bevölkerung alleine kann keiner mehr existieren.
Kommentar ansehen
13.01.2006 12:49 Uhr von Borgir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
verständlich: das gesundheitssystem in deutschland wird demnächst kollabieren. ärzte in krankenhäusern kloppen millionen von überstunden, unbezahlt!! "handschellen" der krankenkassen möchte sich auch keiner anziehen. absolut nachzuvollziehen.
Kommentar ansehen
13.01.2006 17:00 Uhr von Ferkelwämser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Bei den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen bei den angestellten Berufsanfängern muß dringend nachgebessert werden.
Was die Praxisärzte angeht, wie stehen denn selbständige Akademikerkollegen in anderen Branchen da? Warum sollen ausgerechnet Ärzte von der gesellschaftlichen Entwicklung ausgeschlossen werden?

Wenn Akademiker das deutsche Bildungswesen nutzen und dann zwecks Karriere ins Ausland gehen, wäre das einer der wenigen Gründe für Studiengebühren.
Kommentar ansehen
13.01.2006 18:26 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Ferkelwämser: -- "Was die Praxisärzte angeht, wie stehen denn selbständige Akademikerkollegen in anderen Branchen da?"

Keine Ahnung? Werden denen auch die Einkünfte von oben gedeckelt? M.W. ist es nur bei Kassenärzten "üblich", daß selbstständige Einkommen nach oben begrenzt sind, unabhängig vom tatsächlich geleisteten Arbeitsaufwand. (Weshalb viele Ärzte gegen Quartalsende die Praxis dicht machen.)

Hat ein niedergelassener Arzt einmal z.B. aus gesundheitlichen Gründen nur eine geringe Punktzahl erreichen können, wird er quasi "auf ewig" auf diesen Wert festgeschrieben. D.h. auch nach seinem vollständigen Wiedereinstieg in die Praxistätigkeit bekommt er nicht mehr Geld, als in seinem "schlechten" Jahr. Was würden die von Dir genannten Akademikerkollegen zu solchen Mißständen sagen?

Wenn Du mich fragst, ist der Stress gewollt - zumindest kommt er gelegen. Weniger Ärzte = weniger Kosten für das Gesundheitssystem. Wen juckt da noch die Qualität der ärztlichen Versorgung? Man kann´s ja dann als Sachzwang abwiegeln...
Kommentar ansehen
13.01.2006 19:23 Uhr von Ferkelwämser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@arrow: Zumindest müssen andere Freiberufler sich mit den Folgen der Konjunktur auseinander setzen:
Anwälte mit dem Überangebot an Kollegen, andere mit mangelnder Nachfrage.

Die deutschen Hausärzte stehen im internationalen Vergleich zumindest recht gut da:

"Hausärzte verdienen in Deutschland vergleichsweise gut. Ihr Einkommen aus der Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten liege nach Abzug der Praxiskosten bei durchschnittlich knapp 81.000 Euro jährlich, berichtet die "Ärzte Zeitung".

In Frankreich kommen praktische Ärzte dagegen nur auf 72.300 Euro, in Großbritannien auf 55.000 bis 65.000 Euro. In Finnland liegt das Durchschnittseinkommen bei gut 54.000 Euro, in Belgien bei 43.000 Euro."
http://www.n-tv.de/...

"Wenn Du mich fragst, ist der Stress gewollt - zumindest kommt er gelegen."
Das dürfte zumindest ein angenehmer Nebeneffekt sein, neben Pharmaindustrie will natürlich auch die Ärztelobby angesichts der bevorstehenden "Gesundheitsreform" mobil machen.

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball: Deutsche U21-Elf nach Elfmetersieg gegen England in EM-Finale
In Donald Trumps Golfklubs hängen gefälschte Time-Magazines mit ihm auf Cover
Wuppertal: Hochhaus wegen gefährlicher Fassadendämmung geräumt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?