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"Merkelmeter" soll künftige ökonomische Große Koalitions-Erfolge messen helfen

Ein so genanntes "Merkelmeter" gibt künftig die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zusammen mit der "WirtschaftsWoche" heraus. Damit will man künftige Fortschritte bestimmter wirtschaftlicher Aspekte in Deutschland ablesen.

Zum ersten Mal wird das "Merkelmeter" in der nächsten Ausgabe der "WirtschaftsWoche" erscheinen. Mit diesem Instrument zeige man Entwicklungen von vier Bereichen auf: Arbeitsmarkt, soziale Sicherung, Steuern/Finanzen und Governance.

Zuvor dienten die "Schröder-Uhr" und das "Reformbarometer" zur übersichtlichen Veranschaulichung auf den jeweiligen Gebieten. Auch auf Internet-Seiten wie zum Beispiel auf merkelmeter.de kann man die Skala einsehen.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Angela Merkel, Erfolg, Koalition
Quelle: www.presseportal.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.01.2006 18:26 Uhr von ArrowTiger
 
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Ach herrjeh, die INSM mal wieder Und ich dachte, deren BILD-Niveau wäre nicht mehr zu unterbieten (außer vielleicht von der "Du bist Doofland"-Werbekampagne).

Die INSM also als MerkelMeter-Host? Und vielleicht auch MerkelMeter-Tuner???

Das ist m.E. so vertrauenswürdig wie die Sicherheitsstatistiken der Atomindustrie...

)B->
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11.01.2006 19:00 Uhr von Muta
 
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Es gibt kein Niveau, dass: der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, bzw. seine als neutral daherkommende Öffentlichkeitslobby INSM, nicht noch unterbieten kann.

Welche "wirtschaftlichen Aspekte" im Merkelmeter eine Rolle spielen ist auch nicht schwer zu erraten (Nämlich inwiefern z.B. Unternehmenssteuersenkungen, also alles was im Interesse des Arbeitgeberverbandes ist, erfolgt. Und die Dinge, die nicht dem Verbandsinteresse entsprechen, werden automatisch als wirtschaftlich falsch propagiert.).

Tiefergehende Informationen zum Öffentlichkeitslobbyismus, und speziell der INSM:
http://shortnews.stern.de/...
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11.01.2006 20:18 Uhr von artefaktum
 
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Muta: Du nimmst mir wieder die Worte aus dem Mund, das gleiche wollte ich auch gerade sagen.

Sich mal mit der INSM zu beschäftigen, ist höchst interessant. Ich habe beruflich oft mit PR zu tun, und was die INSM macht, ist beängstigend und faszinierend zugleich. Man kann nur hoffen, das diese anonyme PR-Arbeit aus dem Hintergrund keine Schule macht. Die INSM gibt sich ja ungern zu erkennen, und tut dann so, als sei sie völlig neutral, obwohl Sie auschließlich Industrieinteressen bei der breiten Bevölkerung durchsetzen will (womit ich grundsätzlich kein Problem habe, die Gewerkschaften vertreten ja auch Arbeitnehmerinteressen, tarnen sich aber nicht als neutral.)

Wen das interessiert, hier eine Liste der Ziele und Arbeitsweisen, mit der die INSM das Denken der breiten Bevölkerung beeinflussen möchte:

- Betonung und Definition von positiv besetzten
Begriffen ("Sozial ist ... was Arbeit schafft",
Freiheit)

- Erlangung der Deutungshoheit und
Meinungsführerschaft in der Reformdiskussion
durch Leitartikel und prominente Fürsprecher

- Botschafter aus unterschiedlichen politischen
Parteien sollen Anspruch auf Überparteilichkeit
und Konsens verdeutlichen

- Darstellung wirtschaftlicher und politischer
Prozesse als nicht beeinflussbare
Gesetzmässigkeiten (Globalisierung), (wirtschafts)
-wissenschaftlicher Anspruch der Initiative

- Besetzung von Themen (Modernität), Einsatz von
negativ besetzten Schlagworten
(Besitzstandswahrer, Florida-Rolf)

- Betonung einer schlechten wirtschaftlichen Lage in
Deutschland (Rankings)

- Darstellung von traditionell linker Politik als
emotional, unwissenschaftlich, unzeitgemäss und
überkommen (z.B. als Versorgungsmentalität)

- Interessen der Wirtschaft werden den Interessen
der Gesamtbevölkerung gleichgesetzt

- Darstellung der Ziele der INSM als daher
alternativlose Notwendigkeit

Quelle: http://de.wikipedia.org/...

Exzellent auch folgender Artikel aus der ZEIT:

http://www.zeit.de/...
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11.01.2006 20:52 Uhr von Muta
 
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@artefaktum: Jup, wobei Gewerkschaften zumindest noch ein volkswirtschaftliches Interesse (z.B. treten bei niedrigerer Arbeitslosigkeit natürlich auch mehr Arbeitnehmer in die Gewerkschaft ein usw.), während INSM und Co nur Profit-Interessen haben.


Aber zur PR-Arbeit der INSM:
Die ist (leider) in der Tat gut gemacht. Was auch nicht verwunderlich ist, da es erfahrene PR-Leute sind und man sowohl das nötige Kleingeld als auch die besten Beziehungen zu den Medien hat (schon vom Arbeitgeberverband Metall- und Elektroindustrie, da die Medien sich mit deren Werbung finanzieren, hat dieser selbstverständlich auch Einfluss auf den Inhalt).
Ein Erfolgsfaktor der INSM:
Sie macht es den Leuten einfach. Der Journalist braucht nur die für ihn vorbereiten Gäste und Meldungen übernehmen (und profitiert noch in der Karriere von).
Und der Leser/Zuschauer bekommt die wirtschaftlichen Sachverhalte simpel-abstrakt in Grafiken wie dem Reformbarometer serviert. Da die INSM unterschwellig bei einigen Leuten erreicht hat, dass alles eher linke als zu emotional und alles neoliberale als positiv-pragmatisch wahr genommen wird, kann diejenige Person die deren simple Parolen aus geistiger Bequemlichkeit kopiert sich auch noch einbilden dabei etwas einzigartig Kluges zu sagen.
Was man ja auch öfters hier bemerkt, wenn einige "die Löhne sind zu hoch" (und z.B. von Binnenwirtschaft keine Ahnung haben) usw. aufsagen und dabei sich in abgehobener Arroganz als personifizierter Pragmatismus inszenieren, während die anderen angeblich nur nicht verstanden haben, "dass wir über unsere Verhältnisse leben"...

Hier mal ein Vortrag der INSM, wie sie ihre Manipulationen mittels PR-Events vorantreibt:
http://www.kommunikationskongress.de/...
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11.01.2006 21:19 Uhr von artefaktum
 
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Muta: Danke, das PDF kannte ich noch nicht.

Über die INSM ist auch bereits eine Magisterarbeit geschrieben worden, wie du vielleicht weißt.

Das Abstract gibt es unter:

http://www.nuernbergk.de/...

Ich habe den Autoren gerade eben angeschrieben, jemand hatte geschrieben, auf Anfrage schickt der die komplette Arbeit auch schon mal zu.

Falls ich Sie bekomme, und du sie noch nicht kennst, kann ich sie dir ja mal zukommen lassen, falls du möchtest.
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13.01.2006 10:54 Uhr von ArrowTiger
 
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@artefaktum, @muta, -- artefaktum: "Man kann nur hoffen, das diese anonyme PR-Arbeit aus dem Hintergrund keine Schule macht."

Hat sie doch schon längst. Bertelsmann-Stiftung, Holtzmann Gruppe, div. "unabhängige" Wirtschaftsinstitute als Backup dieser Infiltratoren, et al.

Was mich allerdings wundert - und freut - ist, daß diese wahrhaft massive Volksverblödungskampagne trotz ihrer perfiden Mittel und der täglichen Medien- und sonstiger Multiplikatoren-Nutzung (natürlich ohne Angabe, wo der Mist her stinkt) bei der Bevölkerung relativ wenig Erfolg hat. Zumindest zeigen dies die echten repräsentativen Umfragen diverser eher unabhängiger Institute. Was wohl auch der Grund sein dürfte, daß die INSM jetzt massiv auf die Schulen losgeht, frei nach dem Motto: "was ein Kind lernt, lernt es für immer". Ein Fakt, gegen den hoffentlich juristisch vorgegangen werden wird. Zumindest ist solch verfassungsfeindliche Unterwanderung strafbar - wären es religiöse Gruppen, die dies versuchten, der Aufstand wäre groß...

Interessant war übrigens auch die Rede von Steinbrück - dem neuen Bock im Garten des Finanzministeriums. Könnte direkt von der INSM geschrieben worden sein. Da wird z.B. auf einer glatten Lüge ein Systemwechsel begründet (Es wird z.B. das Konzept der Ergebnisgleichheit in unserem Sozialstaat angeprangert, und dagegen Chancengleichheit als Ziel postuliert. Unnötig zu sagen, daß Chancengleichheit ohnehin in der Verfassung festgeschrieben ist, und es ein Konzept der Ergebnisgleichheit in unserem Sozialstaat niemals gab!)

Mehr s. hier: http://www.nachdenkseiten.de/...
und hier: http://www.nachdenkseiten.de/...


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