10.01.06 19:24 Uhr
 413
 

Bundeskartellamt ermittelt gegen Stromkonzerne wegen Preismanipulation

Wie das Bundeskartellamt mitteilt, überprüft es den Verdacht, die großen Stromkonzerne treiben durch Manipulation die Strompreise künstlich in die Höhe. Die Versorger sind zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Die Wirtschaftsvereinigung Metalle WVM erhob den Vorwurf, die Energieversorger hätten kostenfrei erhaltene Kohlendioxid-Emissionsrechte mit in die Preise einkalkuliert.

Die Unternehmen nahmen bisher keine Stellung, lediglich RWE Dortmund teilte mit, kooperieren zu wollen und die Fragen zu beantworten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Ferkelwämser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Preis, Strom, Bundeskartellamt
Quelle: www.handelsblatt.com

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

BGH: Sofortueberweisung.de kein zumutbares Zahlungsmittel
Chinesen empört über sexistische Audi-Werbung: Frau wie Gebrauchtwagen behandelt
Schottische Insel mit Mord in Vergangenheit günstig zu verkaufen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.01.2006 18:44 Uhr von Ferkelwämser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Interessant, dass nach den Verbrauchern nun auch Unternehmen auf die Barrikaden gehen. Vor kurzem sind in Norddeutschland hunderte Arbeitsplätze in der Aluminiumindustrie durch die hohen Strompreise verloren gegangen.
Kommentar ansehen
11.01.2006 08:00 Uhr von mort76
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
RWE London: Zum RWE fällt mir folgende Geschichte ein, um mal ein paar Hintergrundinfos über das Geschäftsgebaren unserer Monopolisten zu geben:

Die RWE hat die Londoner Wasserversorgung gekauft, welche total marode ist. Sie hatten die Auflagen, das Kanal-und Leitungsnetz zu modernisieren. Da die vorhergegangene Betreiberfirma nicht in die Technik investierte, sondern nur die Preise stark erhöhte (was sich in einer 20%igen Rendite für die Aktionäre und vielen Überschwemmungen für die Londoner Bevölökerung niederschlug), konnte man das RWE mit 20%-Renditen zum Kauf bewegen.
Das RWE hat erstmal viel investiert in den Aufbau eines...
...Pressezentrums und in die Öffentlichkeitsarbeit, haben die Preise nochmal erhöht und sonst nix!
Nur wer es schaffte, mit seinen Wasserproblemen (dauern kein Wasser, ständig schwankender Wasserdruck, 25% Verlust in den Wasserleitungen, regelmäßig ungeklärtes giftiges Wasser in der Wasserleitung, wenns in London zuviel regnet).

Dazu muß man wissen, daß London die älteste Wasserversorgung aller europäichen Länder hat, dementsprechend marode ist sie auch. Sie wurde von den Engländern privatisiert, weil England sich die Instandhaltung und Wartung nicht mehr leisten konnte.
Als der Regierung dort auffiel, daß das RWE nur abzockt und nicht investiert (wie bei unseren Strommasten), haben sie Auflagen bekommen, die sie zu ziemlich mageren Investitionen zwingen- seitdem versuchen die, die Londoner "Filiale" wieder loszuwerden. 5% des Gewinns möchte man halt lieber an die Aktionäre ausschütten, statt zu investieren.
Mittlerweile "investiert" das RWE in Afrika- dort sind die Regierungen wohl kontrollierbarer (korrupt).

Soviel zu unseren Stronversorgern, die nur unser Bestes im Sinn haben, und der Globalisierung.
Kommentar ansehen
11.01.2006 18:24 Uhr von Muta
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@mort76: Ja, und zu dem Londoner Beispiel lassen sich mittlerweile noch viele hinzufügen (auch bald, wenn nicht jetzt bereits, in Deutschland).
Neben Afrika wurde z.B. die Wasserversorgung in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires damals privatisiert. Daraufhin vervielfachte sich nicht nur der Preis, sondern die Investitionen (in armen Gebieten, bei den Wohlstandsghettos hat man sich das natürlich nicht getraut) ins Netz wurden so sehr zurückgefahren, dass sich sogar die Cholera ausbreitete!
Positive Beispiele für Wasserprivatisierung (und auch Stromprivatisierung) sind mir bis heute nicht untergekommen (wobei die Wasserprivatisierung noch wesentlich schädlicher als die Stromprivatisierung ist; auch sehr übel: Krankenhausprivatisierungen..)


Kurz zusammengefasst, warum die öffentliche Daseinsvorsorge nicht privatisiert (oder besser formuliert: unter dubiosen Bedingungen verramscht) werden darf:
- Langfristige volkswirtschaftliche Planung, die hier nötig ist, bei Privaten nicht möglich
- keine demokratische Kontrolle über für alle zwingend erforderliche Güter
- ineffektiv und teuer da kein wirklicher Wettbewerb in der Infrastruktur möglich (Gefahr der Oligopol- und Monopolbildung!)

Interessanter link dazu:
http://www.nachdenkseiten.de/...
Kommentar ansehen
11.01.2006 21:11 Uhr von wewuma
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Hornberger Schießen": so nennten man das Ergebnis, wenn mit großem Getöse Aktionismus verbreitet wird, aber nichts, aber wirklich überhaupt nichts als Ergebnis vorzuweisen sein wird.
Pessimismus? Mitnichten! Schaut Euch doch einmal die Ergebnisse der "Anstrengungen" des Kartellamtes bei den Energieversorgern (seit Jahren) an.
Es wird ständig "bewiesen", dass die Preissteigerungen unumgänglich, marktbedingt waren. HAHAHA !
Bei der nächsten Jahreshauptversammlung knallen die Sektkorken aus 2 Gründen:
1. weil wieder einmal exorbitante Gewinne auf Kosten der doofen Verbraucher eingefahren wurden
2, weil das noch doofere Kartellamt wieder mal nix geschnallt hat.
Prost!!!!!!!!!!

Refresh |<-- <-   1-4/4   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Masturbieren in Zelle könnte O.J. Simpson frühzeitige Haftentlassung kosten
Formel 1: ARD möchte RTL bei Fernsehaustragung ausbooten
Berlin: Polizist wegen Tragens des Spaß-Party-Wappens entlassen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?