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Über eine halbe Million Unternehmen in Deutschland bilden ungern aus

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind in Deutschland über 500.000 Betriebe nicht gewillt auszubilden, obwohl sie alle Voraussetzungen dafür erfüllen.

Hauptsächlich sind dies Firmen mit maximal zehn Beschäftigten. Vielen ist die Ausbildung zu aufwändig oder zu teuer. Nur 53 Prozent der deutschen Unternehmen, die ausbilden dürfen, bieten auch Ausbildungsplätze an.

Unter dem Motto "Jobstarter - Zukunft durch Ausbildung sichern" möchte die Bundesregierung am 19. und 20. Januar in Berlin eine Werbekampagne für Ausbildungsplätze starten.


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WebReporter: Kneißl
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Million, Unternehmen
Quelle: www.heute.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2006 02:30 Uhr von Kneißl
 
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Ganz schön viele.
Wobei man viele sicher auch verstehen kann.
In der Quelle ist die Problematik ausführlicher beschrieben.
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09.01.2006 09:00 Uhr von Dream77
 
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laufen nicht: jedes jahr irgendwelche kampagnen das die betriebe ausbilden sollen?

Bei den kleinen betrieben kann ich durchaus verstehen das sie es sich einfahc nicht leisten können. Aber viele der grossen Firmen sollten schon dafür sorgen das der Arbeitnehmernachwuchs ausgebildet wird..
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09.01.2006 09:40 Uhr von |Keiner|
 
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Lieber weniger ausbilden, dafuer uebernehmen: Ich mag diese Kampagnen nicht.
Gut, vielleicht werden Ausbildungsplaetze geschaffen, nur ohne Uebernahme ist das schlicht eine Verschiebung der Arbeitslosen.
Ich kenne viele die eine Ausbildung gemacht haben, nicht uebernommen wurden, eine Umschulung gemacht haben nicht uebernommen wurden etc pp.
Der eine ist inzwischen 30 und hat x Ausbildungen/Umschulungen hinter sich. Was soll das bringen?

Kleinere Betriebe haben durchaus Vorteile bei selbst ausgebildetem Personal.
Man weiss was man hat und die Leute sind schon eingearbeitet. Natuerlich koennen und sollten diese Betriebe auch nicht staendig ausbilden sondern nur soviel wie sie selbst brauchen.
Groessere Firmen sollten auch keine Massenausbildung wie zur Zeit machen, sondern zumindest um die 50% uebernehmen wollen.

Ich selbst hab 2 Ausbildungen hinter mir, eine davon in einer grossen Firma. Dort wurden nichtmal 10% uebernommen.
Wer uebernommen wurde kam selten in den Bereich in dem er ausgebildet wurde ...
Die zweite Ausbildung habe ich in einer oeffentlichen Einrichtung gemacht, und wurde in einen anderen Bereich uebernommen.
Innerhalb der zweiten Ausbildung war ich auch fuer kurze Zeit in einer anderen grossen Firma, da wurden immerhin um die 30% uebernommen.
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09.01.2006 09:59 Uhr von cannibal111
 
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Pro Ausbildung: eigendlich Verstehe ich die Betriebe nicht.
Hatte 3 1/2 Jahre "Lehrzeit" in der Metallverarbeitung.
Es wurden in dieser Zeit viele kleine Putzaufträge bei Materialwechsel und Hilfsdienste verrichtet.
(nicht so viel das die Ausbildung vernachlässigt wurde)
So konnten die Facharbeiter + Hilfsarbeiter schneller weiterproduzieren.
Im allgemeinen ist der Auszubildende die billigste Arbeitskraft.Die Berufsschule war 1 Tag die Woche,in den Ferien nicht^^.
Also noch genug Zeit um zu Lernen.
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09.01.2006 10:01 Uhr von rolf.w
 
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Unwissenheit: Viele der Betriebe bilden aus Unwissenheit nicht aus. Man braucht nicht viel um auszubilden, ein Meistertitel oder ein Ausbilderschein genügen. Fachkenntnisse lernt der Azubi im Betrieb und um die Berufsschule braucht sich der Ausbilder kaum kümmern. Und obwohl der Azubi nach einiger Zeit die gleichen Tätigkeiten wie der Geselle/Ausgelernte macht, kostet er weitaus weniger.
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09.01.2006 10:14 Uhr von Skolle
 
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Aufwand: es ist aber auch ein großer Aufwand zB Ausschreibungen für STellen zu machen oder Vorstellungsgespräche durchzuführen.
Und wenn man dann hört, dass viele glauben mit einem 3er-Hauptschulabschluss noch was zu kriegen, dann würde ich auch nicht ausbilden...
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09.01.2006 11:28 Uhr von Ogge
 
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Kosten???? Ich bin selbständiger Händler, ein Azubi würde ca. 600.-€ verdienen, das kann ich mir nicht leisten.
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09.01.2006 12:28 Uhr von t.weuster
 
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Kosten: Ein Auszubildender würde 600€ kosten. Ein normaler Arbeiter das doppelte oder dreifache.

Meine Freundin macht gerade ihreAusbildung zur Bäckereifachverkäuferin. Sie kostet 1/3 der normalen Arbeitskraft, kann/macht aber sogar mehr als ihre Filialleiterin. Das gilt denke ich mal für den gesamten Beruf. Wenn jemand mit lernt und sich nciht all zu dumm anstellt, dann kann man in diesem Beruf nach 6 Monaten eine volle Arbeitskraft ersetzen und das für ein drittel der Kosten.

Arbeitslosenzahlen verschieben?
Das stimmt auch nur oberflächlich. Also wenn ich die Wahl zwischen einem Arbeitslosen Jugendlichem ohne Ausbildung, Erfahrung und Kenntnissen hab und einem "normalen" Arbeitslosen ziehe ich natürlich den "normalen" Arbeitslosen mit einer Ausbildung vor. Zumal habe ich dann Erfahrung und Wissen. Ob ich dann einen Job finde liegt an mir. Zumindest kann ich etwas vorweisen, was ich ohne Ausbildung nicht kann.
Also einem Jugendlichen eine Ausbildung und seine Zukunft in seine Hände zu legen oder ihm jegliche Ausbildung zu verweigern und ihm somit seine Zukunft zu nehmen ist für mich ein großer Unterschied.

Es kommt natürlich ganz auf den Beruf an. Ich selbst habe seit 6 Monaten meine Ausbildung zum Fachinformatiker bestanden und wurde in einem 10 Mannunternehmen übernommen. Dieser Betrieb könnte jetzt nochmals jemand ausbilden. Machen sie aber nicht. Der Grund dafür ist der Stress. In meinem Beruf muss man min. 3-4 Jahre (ohne Vorkenntnisse) arbeiten um wirklich effektiv zu sein. Außerdem ist in der Firma gar kein Platz für einen weiteren Bürotisch + Computer frei.
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09.01.2006 18:04 Uhr von exekutive
 
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horror: die auszubildenen kosten was..


die betriebe sollten zur ausbildungsabgabe gezwungen werden...
könnt sie sich nicht leisten? pech... dann soll es auch keine staatlichen zuschüsse oder steuersparmöglichkeiten mehr geben..

betriebe die sich weigern, leute auszubilden sollten zusätzlich mehr steuern zahlen oder ähnliches..

es kann doch nicht angehen, das den jugendlichen die zukunft verbaut wird, nur weil irgendwelche meinen sie könnten es sich nicht leisten oder haben keine zeit dafür

wisst ihr überhaupt wie schlimm das für die menschen ist, wenn man nirgendwo gewollt ist? nirgendwo ne chance auf ner ausbildung hat? wenn man schon mit 17 oder 18 oder 20 arbeitslos ist?
und das man nicht übernommen wird ist aufjedenfall schlimm.. aber wenigstens hat man dann schonmal was auf der hand und kann diesbezüglich sinnvollere weiterbildungen in angriff nehmen.

oder sind die jugendlichen einfach zu dämlich?
na und? trotzdem haben sie ein recht auf eine ausbildung...
und das das thema "die jugendlichen sind doch alle dumm" nur ein vorwand ist, damit man sich gerechtfertigt fühlt keine leute auszubilden, ist doch auch klar

arbeitslosigkeit ist so hoch.. ja das ist logisch, aber wenn leute keine chance auf ner ausbildung haben, bleiben diese logischer weise auch so lange arbeitslos bis sie eine ausbildung haben..

okay.. es gibt betriebe die es sich wirklich nicht leisten können.. aber hier versagt der staat..
der staat versagt aber auch so am stärksten von allen, da er sich nicht für die auszubildenden verantwortlich fühlt...da muss sich was ändern..

tut mir jetzt auch leid das man sich da so reinsteigert.. aber in meinen augen ist diese "nicht ausbildung" extrem menschen verachtent (vor allem dann, wenn man von diversen leuten immer zu hören bekommt, das sie trotz 100te bewerbungen einfach keine ausbildung bekommen und extrem verzweifelt sind)
mfg
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10.01.2006 08:08 Uhr von rolf.w
 
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@Skolle: Und was macht der Betrieb, wenn er mal Personal braucht? Führt er dann keine Gespräche? Macht er keine Ausschreibung? Was, wenn sich auf eine Ausschreibung nur Leute melden, die schon seit Jahren aus dem Job raus sind, oder ebend keine Ausbildung haben? Was ist da wohl wirklich teurer?

Im Gegenteil, wer einen Ausb.Platz sucht, meldet sich oft unaufgefordert, macht die gleichen Arbeiten und kostet weniger.
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10.01.2006 08:12 Uhr von rolf.w
 
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@Ogge: Du kannst es Dir jetzt vielleicht nicht leisten, wenn Du aber expandierst und Leute brauchst, sollen die gut ausgebildet sein, oder? Dieses Schmarotzertum gehört abgeschafft. Das Schmarotzertum bezieht sich nicht nur speziell auf Dich, sondern auch auf die anderen Firmen, die zu Gunsten niedriger Preise auf Ausbildung verzichten. Wo soll die Zukunft denn liegen, wenn jeder so denkt?
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10.01.2006 23:58 Uhr von Ferkelwämser
 
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was heißt: bilden ungern aus? Bilden gar nicht aus. Seit 20 Jahren tingelt der aktuelle Kanzlerdarsteller (begann mit dem Dicken, dann Görd und auch MM wirds so machen) durch die Betriebe und läßt sich wohlfeile Worte über die Selbstverpflichtung der Wirtschaft in die Ohre säuseln. Und es ändert sich nichts.

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