06.01.06 20:20 Uhr
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Springer unterliegt erneut gegen das Kartellamt

SSN berichtete heute, dass der Springer-Verlag in seinem Bemühen, die ProSiebenSat.1 Media AG übernehmen zu können, dem Kartellamt gegenüber Zugeständnisse gemacht hat.

Doch das Kartellamt ist mit den von Springer vorgebrachten Abänderungen nicht einverstanden bzw. reichen diese dem Kartellamt nicht aus, um der Übernahme zuzustimmen.

Der Springer-Verlag soll sich von der "Bild"-Zeitung trennen oder Pro Sieben bzw. Sat.1 freigeben. Der Verlag hat jetzt sechs Tage Zeit, diesen Bescheid zu beantworten.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Karte, Springer, Kartell
Quelle: www.ftd.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.01.2006 21:21 Uhr von der_Uri
 
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oh mein gott! springer ohne bild, das waere ja fast so, als wuerde man einer kuh das sch***en verbieten......
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06.01.2006 21:52 Uhr von robbyugo
 
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Wenn die "BILD" nicht wäre könnte Springer bestimmt den Deal problemlos tätigen und durchsetzen, ohne Einwende.
Ich glaube aber nicht,dass sich Springer von "BILD"
trennt.
Verkauf von Radiobeteiligungen sowie von HÖR ZU,FUNK UHR,sind anscheinend bei den Kartellbehörden und KEK nicht ausreichend genug.
Mal gespannt, wie es am 20.Januar 2006 ausgeht.
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06.01.2006 21:54 Uhr von ciaoextra
 
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dann bild: rausschmeissen. eh nur bedrucktes klopapier. :o)
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06.01.2006 22:37 Uhr von flaschensahne
 
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Super: Also ich persönlich finde die Ablehnung dieser Übernahme persönlich gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach wäre der Springer-Verlag danach einfach zu mächtig und könnte fast schon Propaganda betreiben. Gut, dass wir ein Kartellamt haben. :)
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06.01.2006 23:31 Uhr von ludewig
 
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@cioextra : Axel springer ist seit 1985 Tot, und in seinem Testament hat er verfügt, dass die Erben bis zum Jahre 2015 ihr Erbe nicht verkaufen dürfen.
Und die "BILD" ist das Erbe.
(http://www.dhm.de/...)
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06.01.2006 23:32 Uhr von ciaoextra
 
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@ ludewig: Habe ich denn von verkaufen gesprochen? *lol*
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06.01.2006 23:40 Uhr von Muta
 
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@flaschensahne: "danach einfach zu mächtig und könnte fast schon Propaganda betreiben"

Das "fast schon" hat gute Chancen als Untertreibung des Jahres durchzugehen ;) (Das macht Springer auch ohne Fernsehsender bereits zu genüge, siehe u.a. http://www.bildblog.de/).


Allerdings hat das Kartellamt, auch wenn es sich traut eine harte Position gegenüber dem Springer-Konzern einzunehmen, eventuell nicht die Macht um die Übernahme zu verhindern.
Der Wirtschaftsminister hat da ja auch noch ein Wort mitzureden (und Glos steht Springer nahe)...
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07.01.2006 00:05 Uhr von Muta
 
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Ergänzend hierzu, da es oft vergessen wird:
Das Kartellamt prüft nur ob durch die Übernahme jemand zu viel Marktmacht bekommt.
Ob mit der Übernahme eine zu große Meinungsmacht entsteht, prüft die Medienkonzentrationsaufsicht KEK.

Weiteres:
http://www.ftd.de/...
"Eine Untersagung der KEK könnte von einer Dreiviertelmehrheit der 15 Landesmedienanstalten gekippt werden. Dies wäre faktisch eine Entscheidung der Länder und hätte als solche auch Einfluss auf eine wahrscheinliche Debatte im Koalitionsausschuss über die Ministererlaubnis. Springer muss daher nun die Medienanstalten von seinem Beiratsmodell überzeugen. Auch könnte Wirtschaftsminister Michael Glos die Fusion kaum unter Verweis auf das Allgemeinwohl genehmigen, solange die Medienwächter die Meinungsvielfalt gefährdet sehen. Noch aber versucht Springer, das Kartellamt mit Zugeständnissen zu überzeugen."
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07.01.2006 01:55 Uhr von JJB
 
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@Autor: Ach ja, das heißt "Springer erliegt erneut DEM Kartellamt". Und nich "gegen das"...*g* Naja ok, weiß nich, obs auch so richtig is, aber es klingt bedeutend besser mit "dem". ;)
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07.01.2006 10:02 Uhr von no_trespassing
 
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Maßstäbe des Kartellamts? Mich würde mal interessieren, welche Maßstäbe das Kartellamt bei der Bewertung einer möglichen Übermacht sieht.

Wenn es um die Reichweite seiner Leser geht, dann ist das nicht nachzuvollziehen. Der Bertelsmann-Konzern ist da mindestens genauso groß, wenn nicht gar noch größer. Und Bertelsmann verlegt nicht nur, sondern denen gehört auch gleichzeitig die RTL-Gruppe plus n-tv.

Von daher wäre Springer ein Äquivalent zu Bertelsmann, wenn es Pro7Sat.1 kaufen würde.

Ich kann es mir nur so erklären, daß das Kartellamt eine Übermacht bei politischen Themen sieht. Aber schon heute kann BILD Wahlen entscheiden.

Und vermutlich sind auch die Verbindungen zu anderen Verlagshäusern den Kartell-Wächtern ein Dorn im Auge. Spiegel und Springer verstehen sich prima, mit Bertelsmann unterhält Springer eine gemeinsame Druckerei, usw.

Daß sich Springer von der BILD trennt, das kann sich das Kartellamt abschminken. Mich wundert schon, daß Springer anbot, die traditionsreiche HörZu aufzugeben.

Ich schätze, daß es wohl darauf hinausläuft, daß einer der großen Sender von der Gruppe abgespalten werden muß, Pro7 oder SAT.1.
Allerdings fallen dann hohe Umstrukturierungskosten an und Springer hat die Sendergruppe schon viel zu teuer bezahlt.
Die hätten sich besser gestanden, sie wären vor Saban eingestiegen. Aber keiner wollte das unternehmerische Risiko tragen.

Was die Kartellamtsentscheidung jetzt theoretisch noch schwieriger machen dürfte, ist die Schützenhilfe von der NRW-Landesregierung (siehe Quelle). Eine solche Unterstützung leistet man nicht, wenn man sich dadurch keinen Vorteil erhoffen würde ;-) .
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07.01.2006 10:10 Uhr von asmodai
 
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Respekt: Mein Respekt vor dem Kartellamt steigt mit jeder vergleichbaren Meldung. Wir werden doch nicht tatsächlich an wichtigen Stellen noch ein paar Leute mit Rückgrat sitzen haben, die sich nicht durch das Wedeln mit einem Bündel Banknoten beeindrucken lassen? Gäbe ja Anlass zur Hoffnung...!

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