06.01.06 16:37 Uhr
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Bakterien in Ameisenhaut produzieren Antibiotikum

Einige Ameisenarten züchten sich Pilzkulturen, um sich von diesen zu ernähren. Diese Pilzkolonien sind jedoch von dem parasitischen Mikropilz Escovopsis bedroht.

In der Außenhaut sämtlicher pilzzüchtender Ameisen sitzen Bakterien, die ein gegen Escovopsis wirkendes Antibiotikum produzieren. Diese Bakterien beziehen ihre Nahrung über Drüsenzellen von der Ameise. Dies entdeckte jüngst ein Forscherteam.

Verwunderlich ist, dass die Mikropilze nicht gegen das Antibiotikum resistent geworden sind, obwohl es schon seit Millionen von Jahren gegen sie eingesetzt wird.


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WebReporter: Contagion
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Bakterie, Ameise
Quelle: www.wissenschaft.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.01.2006 16:32 Uhr von Contagion
 
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Interessante Symbiose aus Tier und Bakterium - wie so etwas mit der Evolutionsgeschichte in Einklang zu bringen ist, fragt es mich.
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06.01.2006 17:31 Uhr von alicologne
 
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Ameisen haben doch keine Haut, die haben einen Chitin Panzer..oder hab ich da etwas verpasst?!

Grübel...
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06.01.2006 18:18 Uhr von Contagion
 
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@alicologne: Ihr Chitinpanzer ist ihre Haut ;)
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06.01.2006 18:33 Uhr von sacratti
 
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Das ist wohl ganz einfach: Es handelt sich um ein natürliches, körpereigenes Antibiotikum,das wohl keine Resistenzen bedingt. So wie körpereigenes Cortison beim Menschen ja auch keine Nebenwirkungen hat, dto. Endorphine etc.
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06.01.2006 19:40 Uhr von Moloche
 
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http://www.wissenschaft.de = Bildzeitung: Peinlich fuer das Magazin, seid wann bekämpft man Pilze mit Antibiotika?
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06.01.2006 20:14 Uhr von GuaranaJones
 
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hmmm Davon abgesehen, dass ich bisher auch nicht wusste, dass man Pilze mit Antibiotium bekämpft......kann vielleicht auch sein, bin kein Biochemiker.

Falls die Meldung stimmen sollte, vielleicht sind die Bakterien den "Pilzen" einfach immer einen Schritt voraus.
Pilze werden allmählich resistent, Bakterien merken dies und produzieren schließlich, schneller als der "Pilz" 100% resistent wird, ein abgeändertes Antibiotikum.

Wäre evolutionstechnisch also wiederum sinnig.
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06.01.2006 21:05 Uhr von Blue_Crystal
 
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antimykotisch wirksame Antibiotika: Mal zur Info: Es gibt auch antimykotisch wirksame Antibiotika.

antimykotisch = Bezeichnung für Präparate gegen Erkraankungen, die durch Pilze hervor gerufen werden.

Antibiotika = (...) Bezeichnung für niedermolekulare Sekundärmetabolite von Mikroorganismen, die in geringen Konzentrationen das Wachstum anderer Mikroorganismen hemmen oder sie abtöten (...)

Antimykotika werden auch zu den Antibiotika gezählt und nur im medizinischen Sinne "getrennt".

Quelle: Römpp kompakt Basislexikon Chemie, Thieme Verlag
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06.01.2006 21:39 Uhr von Moloche
 
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@Blue_Crystal: ich gebe zu das das Haarspalterei ist.

Aber der Begriff Antibiotika wird vorwiegend bei Prokaryonten verwendet und nicht bei Eukaryonten.
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06.01.2006 22:55 Uhr von Blue_Crystal
 
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@Moloche wie ich schrieb: Im medizinischen Sinne wird der Begriff Antibiotikum so verwendet, ansonsten ist es der Oberbegriff verschiedener Wirkstoffe. Je nachdem also, wo/mit was man arbeitet.
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07.01.2006 00:01 Uhr von Deniz1008
 
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Neue Medikamente in aussicht irgendwann wird man medikamente herstellen. evtl. besseres antibiotikum.

mfg

Deniz1008
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07.01.2006 09:26 Uhr von buckowitz
 
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@sacratti: "So wie körpereigenes Cortison beim Menschen ja auch keine Nebenwirkungen hat, dto. Endorphine..."

Das würde ich nochmal an Deiner Stelle ganz heftig überdenken...

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