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Microsoft übernimmt in China selbst die Zensur

Das Weblog des chinesischen Regimekritikers Zhao Jing ist vom Betreiber Microsoft gesperrt worden. Die kritischen Äußerungen über die chinesische Regierung wurden blockiert, angeblich um zu prüfen, ob sie mit den chinesischen Gesetzen vereinbar sind.

Der Konzern durchsucht seit einiger Zeit Websites nach unerwünschten Begriffen wie "Tibet" oder "Falun Gong" und filtert sie aus. Man beruft sich dabei auf Landesgesetze.

Der vorauseilende Gehorsam von Microsoft gegenüber China wird heftig kritisiert, auch wenn zugegeben wird, dass viel Geld und eine Menge Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Zhao Jing hat sein Blog inzwischen bei einem anderen Anbieter.


WebReporter: mercator
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: China, Microsoft, Zensur
Quelle: de.internet.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2006 18:50 Uhr von mercator
 
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Wenn es ums Geld geht, hört auch bei den Amerikanern, die sich doch so gerne als die Speerspitze der Demokratie und vor allem der Meinungsfreiheit sehen, der Spaß auf.
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05.01.2006 19:45 Uhr von IYDKMIGTHTKY
 
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typisch die suchen sich die gesetze raus den sie befolgen, die nur ihnen selber was bringen. gesetze die die menschenrechte oder deren privatsfaire schützen, werden einfach ignoriert.

siehe TCPA
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05.01.2006 19:53 Uhr von Deniz1008
 
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MS, was sonst löl*

mfg

Deniz1008
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05.01.2006 21:10 Uhr von spartaner
 
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diee heuchelnde Amerikaner: um andere Länder anzugreifen, reden die kriminellen über Demokratie udn Freiehit, dabei geht es nur um das Geld.
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05.01.2006 23:35 Uhr von evil_weed
 
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@spartaner: microsoft ist das höchste, was der kapitalismus zu bieten hat. und den haben wir ja alle ganz doll lieb, oder?

wieviele firmen/menschen kennst du denn, denen es nicht nur ums geld geht? ist doch völlig normal. geld regiert die welt.
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06.01.2006 00:08 Uhr von prod1gy
 
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spartaner du elendiger Heuchler: Warum setzt du Microsoft mit der amerikanischen Regierung gleich? Microsoft ist ein internationaler Konzern mit Sitz in Amerika und braucht nicht im Gesamten die Ideologie einer Regierung tragen bzw. folgen. Die Konzerne sind zuerst einmal gegenüber ihren Aktionären verpflichtet, nicht gegenüber der Regierung. Konzerne wie Microsoft, Google, Yahoo sind nur daran interessiert, Geld zu verdienen, deshalb wird vor China gekuscht. Wach mal auf aus deiner Traumwelt. Deutsche Konzerne machen es nicht anders. Siemens beispielsweise ist der Profiteur mit den größten Aufträgen im kriegszerstörten Irak. Siemens und Daimler bestachen die Regierung Husseins für Aufträge im Rahmen eines UN-Programms. Heckler&Koch liefert Waffen in die ganze Welt, u.a. wieder Siemens lieferte dem Irak anno 198x Raketentechnik für Giftgasraketen. Das in Halabjas verwendete Gas wurde mit deutschen Maschinen und deutscher Technik hergestellt. Unter anderem waren daran Preussag, Karl Kolb, Hammer, Rhein-Bayern. 1989 planten die Iraker eine Artilleriefabrik für Geschütze größeren Kalibers. Der Hauptauftrag dafür ging an die westdeutsche Ferrostahl, an Hochtief, Buderus und MAN. Kein Schwein hat das gestört, also du elendiger Heucherl, deutsche Firmen sind keinen Deut besser.
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06.01.2006 10:37 Uhr von Philbird
 
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@prod1gy: Als Ferrostahl die Technik lieferte, bag es einen handfesten Skandal!
Von wegen hat kein Schwein interessiert.

Und dass MS ein sehr amerikatreues und extrem kapitalistisches Unternehmen ist, ist wohl auch hinlänglich bekannt. Und es sind sicherlich nicht ALLE Unternehmen in dieser Weise kapitalistisch.
Aber deine Meinung, dass ein Unternehmen zunächst den Aktionären allein verplichtet ist, ist totaler Quatsch. Schonmal was von Stakeholder-Value gehört? Es gibt also auch andere "Herangehensweisen".

Ich gebe dir zwar insofern recht, dass hier auf ssn grundsätzlich alles gegen Ameirka bezogen wird,
allerdings den Kritikwillen hier als Huchelei darzustellen passt sehr gut in den unkritischen Zeitgeist deiner Generation.

Meiner Meinung nach ist die willenlose AKzeptanz dieses Systems zur persönlichen Rechtfertigung der eigenen Profitgier die wirkliche Heuchelei.
Mir persönlcih ist JEDER 1000x lieber der einen kritischen Gedanken formuliert, als so systemkonforme Menschen wie dich.
Traurig
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06.01.2006 11:22 Uhr von fiver0904
 
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@IYDKMIGTHTKY: da haste recht...

"siehe TCPA"
TCPA dient der Datensammlung, Systemüberwachung und
Registrierung der Nutzungsgewohnheiten von Usern.
Zuerst wurde TCPA aufgrund heftiger Kritik eingestellt, die
Allianz ließ sich aber nicht zerbröckeln sondern wurde als
TCG (Trusted Computing Group) ohne Veränderungen neu
gegründet. Diese Freiheitseinschränkung des Nutzers wurde
im April 2003 beschnitten, dennoch wird Vista Teile davon
enthalten.
"Next-Generation Secure Computing Base" nennt sich das,
was sich in Vista wiederfinden wird. Kritiker befürchten,
dass damit Benutzer an Microsoft-Produkte gebunden
werden sollen.
Teilinhalte: Wikipedia

Passt nicht zum Thema, ist mir klar, dennoch versuche ich
hier klarzumachen, dass sogar TCPA seine Vorteile hat,
warum nicht das was in China abläuft?

Software wie OpenOffice.org könnte mit TCPA nur dann
ausgeführt weden, wenn die Entwickler eine
Zertifizierungsgebühr entrichten, oder das System dazu
bringen Programme in einem "untrusted"-Modus
auszuführen.
Quelle: Erneut Wiki...

So, das hat logischerweise zur Folge, dass weniger
Entwickler für Windows programmieren und auf andere
Systeme überlaufen.... Das wiederrum wird die User zum
wechseln auf andere Plattformen bewegen...

Wie ihr sehr hat alles Vorteile, nun darf sich jeder den
Vorteil aus Microsofts Gesetzen in China zusammenreimen
:-)
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11.01.2006 19:48 Uhr von Maddi88
 
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Kommunistensoftware: Danke, fiver, dass du auch versuchst die Welt über TCPA aufzuklären, ich stimme dir voll zu.

Aber mir ist noch etwas anderes eingefallen:
Hat Micro$oft nicht mal versucht, Linux als Kommunistensoftware abzustempeln? (Hab da jetzt grad mal keine Quellen gefunden, aber vllt. weis einer von euch ob das offiziell ist.
Wäre auf jeden Fall ein schönes Beispiel für Dopelmoral

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