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Gasstreit: Debatte um Energieversorgung in Deutschland entbrannt

In der Folge des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine entwickelt sich nun in Deutschland eine rege Debatte über die Energiepolitik. Bundeswirtschaftsminister Glos (CSU) hatte sich gestern in einem Interview für die Atomenergie ausgesprochen.

Darüber hinaus solle auch die Steinkohle als heimische Energiequelle weiter gefördert werden. Rückenstärkung bekommt Glos aus den Reihen von CDU/CSU sowie vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Kritik an diesen Äußerungen kommt von der SPD und vom Bund der Energieverbraucher. Dieser gibt zu bedenken, dass auch die Uranreserven nur noch etwa 30 Jahre reichen werden. Außerdem könne man mit Atomkraft nur Strom, jedoch keine Wärme erzeugen.


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WebReporter: bress
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Energie, Debatte, Energieversorgung
Quelle: www.tagesschau.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.01.2006 15:33 Uhr von ichaufklebstoff
 
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hmmm "Außerdem könne man mit Atomkraft nur Strom, jedoch keine Wärme erzeugen." <-- Aber kann man nicht aus Strom Wärme erzeugen? Gibt doch so praktische Stromheizung, also ist das doch wohl irrelevant zu diskutieren, oder?
Wie auch immer. ich denke die Atomenergie sollte weiter genutzt werden. Ob wir in 5Jahren durch Atombomben ausgerottet werden doer durch ein AKW ist doch Jacke wie Hose, oder?

kleba
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03.01.2006 15:47 Uhr von Mike Shark
 
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Wozu die: riesigen Kühltürme, wenn man beim Erzeugen von Atomstrom nicht auch Wärme erzeugen würde?

Ich schätze, man erzeugt auch beim "Atomstrom" erst Wärme und daraus Strom?

Kramt schonmal den Schnellen Brüter wieder raus.
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03.01.2006 15:52 Uhr von wewuma
 
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Interessante Reaktionen !!!: Da hat sich der Herr Glos aber ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt.
Absicht ? Provokation ?
Es scheint aber immer dann, wenn es bei uns an das "Eingemachte" geht jemand auch einmal anders herum zu denken!
Mal sehen was noch so passiert!
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03.01.2006 15:59 Uhr von Teppichratte
 
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Die: neue Regierung macht eigentlich nix anderes, als jede Möglichkeit zu nutzen, ihre alten Zöpfe durchzusetzen. Scheuble spielt mit der Angst der Bürger vor Terror und die Grundrechte zu beschneiden und Glos nutzt die schürt die Angst vor kalten Wohnungen um der Antomindustrie mal wieder "behilflich" zu sein.
Sehr einfallsreich.
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03.01.2006 17:46 Uhr von eros007
 
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Pro Kernenergie: Die Kernenergie (gewonnen durch Kernspaltung) ist zwar nicht risikofrei (Tschernobyl sollte uns eine Lehre sein), aber derzeit dennoch eine der besseren Möglichkeiten zur Stromgewinnung.

Was gibt es denn für Alternativen?
Kohle: Zwar reichlich vorhanden, aber mit den höchsten CO2-Emissionen von den fossilen Brennstoffen. Sollte im Zusammenhang mit dem immer stärker werdenen Treibhauseffekt nicht die erste Wahl sein - nicht mehr als 20% an der Elektrizitätserzeugung weltweit wäre wünschenswert
Erdöl/Erdgas: Ebenfalls Emissionen von CO2, wenn auch geringere als Kohle. Wegen der Knappheit dieser Rohstoffe (und ihrer vielfältigen Anwendungen) sollten sie nicht unbedingt zur Stromerzeugung verfeuert werden - wo es doch einige Alternativen gibt
Wasser: Wahrscheinlich beste Energiequelle, nur in den meisten Ländern leider schon ausgereizt.
Wind: Sinnvolle erneuerbare Energie. Solange jedoch das Problem der Speicherung von größeren Mengen Strom/Energie (da der Wind ja nicht ständig gleich stark bläst) nicht gelöst ist, nur im Zusammenspiel mit anderen Energieträgern wie Kohle/Erdöl oder in beschränktem Maße Wasserkraft anwendbar
Solarstrom: Siehe Wind
Biomasse: Bisher nur begrenzt nutzbar. Weitere Erforschung erwünscht
Kernfusion: Forschung noch in den Kinderschuhen. Industrieller Reaktor nicht vor 2040 zu erwarten

Fazit: Gewiss ist Atomenergie nicht ohne Risiken, aber - vor allem in globalem Kontext - ist das mögliche Risiko eines Unfalls in einem AKW abzuwägen gegenüber dem bewiesenen von treibhausemittierendem Öl/Kohle/Gas abzuwägen. Kaum ein Energieträger ist ohne Risiken - und derzeit stellt ein AKW mit hohen Sicherheitsstandards (wie in Dtl.) meiner Meinung nach das geringste Risiko dar. Mit Abstand.

Da niemand ohne Strom leben möchte - für Atomkraft. Auch bei uns in Deutschland. Alles andere ist energiepolitische Gefährdung unseres Standortes.

Und Grüne, die behaupten, dass Atomstrom so rückschrittlich sei, sollen mir doch bitte erklären, warum beinahe alle unseren europäischen Nachbarn (u.a. Skandinavien, Italien; Frankreich und GB sowieso) in letzter Zeit verstärkt Atomstrom ausbauen. Sind die nun rückschrittlich oder nicht doch eher wir? Überlegen Sie sich die Antwort genau, und bitte lassen Sie ideologische Argumente weg. Auch wenn sie seinerzeit die Grünen erst so stark machten!
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03.01.2006 17:52 Uhr von eros007
 
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Korrektur: Ich schrieb
"Alles andere ist energiepolitische Gefährdung unseres Standortes."
meinte allerdings:
"Alles andere halte ich für energiepolitische Gefährdung unseres Standortes."

Und zwischendrin habe ich zwei mal "abzuwägen" in einem Satz geschrieben und und... ach, diese Fehlerchen :-)
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03.01.2006 19:21 Uhr von Stellung69
 
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@eros: Schön geschrieben! Und von so einer Korrektur können sich einige hier eine Scheibe abschneiden!

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