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Kombilöhne: Breite Ablehnung für Unionspläne

Während die Union die Einführung von Kombilöhnen fordert und die SPD mit Zögern reagiert, formiert sich von Sozialverbänden über die Opposition bis hin zu Wissenschaftlern breiter Widerstand gegen die staatlich aufgestockten Niedriglöhne.

Vor Milliardenkosten warnte der ehemalige Wirtschaftsweise Rolf Peffekoven während Hilmar Schneider vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit von einem «Thema aus der Mottenkiste» sprach.

Arbeitslosenverbände sehen die Gefahr, dass Arbeitgeber keine regulären Löhne mehr bezahlen müssten. Auch die FDP kritisierte die Pläne, Hoffnungen auf ein Wundermittel gegen die Arbeitslosigkeit seien unrealistisch.


WebReporter: Ferkelwämser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Union, Kombi, Ablehnung
Quelle: de.news.yahoo.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.01.2006 21:41 Uhr von Ferkelwämser
 
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Weitere Quelle: http://de.news.yahoo.com/...
>>Der frühere Wirtschaftsweise Rolf Peffekoven warnte ebenfalls vor »gewaltigen Mitnahmeeffekten«. Das Modell könne nur funktionieren, wenn es genug Jobs am ersten Arbeitsmarkt gebe.<<
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02.01.2006 21:56 Uhr von Teppichratte
 
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Ist doch klar was dann passiert, die Wirtschaft wird sich auch noch ihre Angestellten von Staat bezahlen lassen, und jetzt bei der Großen Koalition ist die Gelegenheit doch saugünstig, das auch noch durchzusetzen, eine Opposition gibts ja nicht.
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02.01.2006 22:23 Uhr von shadow#
 
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Riesengroßer Blödsinn! Die 1€-Jobs sollten schnellstens wieder abgeschafft werden und auch ansonsten sollte es für Arbeitgeber keinerlei finanzielle Anreize geben, jemanden einzustellen.
Das Ganze mag kurzfristig die Statistiken beschönigen, vernichtet im Endeffekt aber weitaus mehr Arbeitsplätze als dadurch kurzfristig geschaffen werden können.
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02.01.2006 23:13 Uhr von Ferkelwämser
 
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weitere Infos: "...Vor allem flächendeckende und unbefristete Programme würden den Staatshaushalt stark belasten. Nach einer Rechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von 2003 würde etwa die Einführung eines Freibetrags von monatlich 250 Euro bei den Abgaben zur Sozialversicherung zu Mindereinnahmen von jährlich 36 Mrd. Euro führen. Dies entspräche einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um mindestens vier Prozentpunkte....

Existierende Modelle

Gehaltsergänzung
Bereits jetzt erhalten rund 650.000 Haushalte einen Zuschuss zum Gehalt. Der Haushaltsvorstand ist in diesen Fällen zwar beschäftigt, verdient aber so wenig, dass ergänzend Arbeitslosengeld II gezahlt wird. Häufig handelt es sich dabei um Familien mit nur einem Verdiener. Der Zuschuss berechnet sich nach dem Bedarf der Gemeinschaft.

Einstiegsgeld
Rund 13.700 ehemals Arbeitslose bezogen im vergangenen Jahr das erst 2005 eingeführte Einstiegsgeld. Dabei wird ein niedriges Gehalt befristet bezuschusst, wenn der Arbeitslose den Job annimmt. Die Höhe orientiert sich am Bedarf. Allerdings sind von den derzeitigen Beziehern über 10.000 Selbstständige. Von abhängig Beschäftigten wird der Zuschuss kaum nachgefragt.

Eingliederungszuschuss
Dieser Zuschuss wird häufig nicht als Kombilohnvariante bezeichnet, da hier die Arbeitgeber bezuschusst werden. Sie können bis zu 50 Prozent eines Bruttogehaltes für maximal zwölf Monate von der Arbeitsagentur bekommen, wenn sie einen Arbeitslosen einstellen. Als Argument gilt, dass ein Arbeitsloser zunächst eingearbeitet werden muss. Die Höhe steht letztlich im Ermessen der Agentur. Bis einschließlich November wurde bei rund 120.000 Arbeitslosen der Zuschuss bewilligt.

Zuverdienst
Grundsätzlich dürfen Arbeitslose hinzuverdienen: Die ersten 100 Euro dürfen sie behalten, darüber hinaus 20 Prozent der Restsumme. Wer also als Arbeitsloser einen Minijob für 400 Euro annimmt, darf davon 160 Euro behalten. Ab 800 Euro sind zehn Prozent des Verdienstes anrechnungsfrei. Die Regelung gilt in Branchen wie der Gastronomie als nur schwer kontrollierbar.

Einstellungszuschuss
Kleinunternehmer bis fünf Angestellte können in der Anfangsphase einen Zuschuss erhalten, wenn sie einen Arbeitslosen einstellen. Auch hier gilt, dass die Zuschusshöhe von der Agentur festgelegt wird und maximal 50 Prozent betragen darf. Förderlänge ist maximal zwölf Monate. Einstellungszuschüsse sind bis November rund 13.000-mal bewilligt worden. "

http://www.ftd.de/...
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03.01.2006 01:37 Uhr von Götterspötter
 
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gefährliche Voll-Id-di-o-ten: grrrrrrrrrrrrrrrrr :(:(:( ......

es kann doch nicht angehen das es Familien in Deutschland geben soll / gibt ... die es nicht schaffen mit einem Job den Lebensunterhalt zu bewältigen und dadurch in die Sozial-spiralle geraten ?????????? ...

und gleichzeitig überschlagen sich die Aktienkurse und wir sind Exportweltmeister ???

und vom "Volk" wird soziales Verhalten erwartet ..... HALLO !!! .....Bonzen, Unternehmer und Vorstandsmitglieder sind auch "Volk" .... wenn nicht ? .... ab unter das Fallbeil..... wird passieren, wenn ich in Geschichte aufgepasst habe .... :(

da stimmt was ganz und gar nicht in diesem Land ..!!!!

Ich merke schon ..... die Strassen müssen erst brennen bevor die Kasper-köppe in Berlin aufwachen ......und dann weis wieder keiner warum !!!

solch unverantwortliches Denken unserer "Vorturner" in Berlin wird dazu führen das wir bald in einen "unerträglichen" Land leben müssen ......

weil ??? was hindert die Leute daran "Braun" oder "Dunkel-rot" zu wählen wenn sie eh schon ganz unten sind ?? .... viel schlechter kann es dann eh nicht mehr werden ...... denk mal darüber nach .....

na mal schaun wie unser nächster Hitler oder Honecker ausschaut ..... und der wird den Flächenbrand EU-weit legen ... die Macht hat er heute dazu !!! durch Brüssel

...... und auf das dumme "Achselzucken" und "Huch- wie konnte das passieren" ...aus Berlin bin ich dann mal gespannt .......

ich warte mal einfach ... wenn ICH meinen Job verliere .... was bei so einer Politik ja nur eine Frage der Zeit ist :( ..... aber ich tanke schon mal Benzin und füll in Flaschen ab ..... damit´s schön "warm" auf den Strassen wird ..... grrrrrrrrrrrrrr

es ist einfach zum kotzen !!!!!!

Ich schmeisse jetzt mal einen Begriff in die Runde ----- <<<<Ziviler Ungehorsam !!!!>>>>>

Unsere effektivste und beste Waffe !! ..... denn wenn das so weitergeht kann nur noch Arnachy uns retten !!

bin zwar kein Freund von "Gewalt" .... aber wenn man aufhört UNS zuzuhören ..... was bleibt dann noch ?
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03.01.2006 20:08 Uhr von Ferkelwämser
 
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Nachtrag: >>>
"Eine flächendeckende Lohnsubventionierung ist unbezahlbar und unsinnig", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Peter Clever.
Kombilöhne seien kein System, "um politische Vorstellungen über einen angemessenen Lohn" zu erfüllen. Der Vize-Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, sagte: "Eine breite Subventionierung ist fiskalisch kaum zu schultern."
Auch der Wirtschaftsweise Bert Rürup sieht die Einführung von Kombilöhnen äußerst kritisch: Bei einer flächendeckenden Einführung von Kombilöhnen würden möglicherweise auch solche Arbeitsplätze subventioniert, die ohnehin entstanden wären. Ein nur auf den Niedriglohnsektor gerichtetes Modell würde pro Arbeitsplatz außerdem rund 40.000 Euro kosten. Fast alle wissenschaftlichen Studien sähen das Instrument daher eher skeptisch. "Kombilöhne können unsere Arbeitsmarktprobleme lindern, aber nicht lösen", sagte er.
<<
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03.01.2006 20:22 Uhr von Ferkelwämser
 
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und noch einer: >>>
Kombilohn schafft keine neuen Arbeitsplätze

Denn man muss schlicht erkennen, dass der Kombilohn keine neuen Arbeitsplätze schafft, sondern lediglich eine bestimmte Gattung von Arbeitsplätzen attraktiver macht.

Gleichzeitig haben Entwicklungen im Bereich der Minijobs schon gezeigt, dass solche Modelle schnell dazu führen, dass Arbeitsplätze zunächst abgebaut werden, um die Stellen später durch subventionierte Tätigkeiten zu besetzen. Dies ist zwar bis zu einem gewissen Grade juristisch legitim - kann aber kein Ziel der Regierung sein. Schließlich geht es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Die Milchmädchenrechnung hilft nicht weiter

Dabei ist die Frage der Finanzierung eines solchen Modells noch gar nicht angesprochen. Hier muss sehr genau gerechnet werden. Die Milchmädchenrechnung, dass die Zuschüsse beim Kombilohn über eingesparte Arbeitslosenhilfen wieder hereinkommen, scheint nur im ersten Modell logisch.

Denn gerade hier würde sich die zu befürchtende "Umwidmung" von Arbeitsplätzen von normalen Arbeitsverhältnissen in Kombilohn-Stellen äußerst negativ auswirken. Es müssten entsprechende Einnahmenverluste auf der Steuerseite eingerechnet werden, die bei der angespannten Haushaltslage nicht mehr gegenfinanziert werden könnten. Das Ergebnis wäre also unterm Strich ein Modell, das weder finanzierbar ist noch die gewünschten arbeitsmarktpolitischen Effekte bringen würde.

Es gibt nur einen Weg

Die Kombilöhne können die Arbeitslosenzahlen nur "verschönern", das Problem aber nicht lösen. Letztendlich gibt es nur einen Weg aus dem Teufelskreis der Arbeitslosigkeit: Eine Stärkung der Wirtschaft, wobei die Exportorientierung nicht die entscheidende Rolle spielen darf. Nur eine Stärkung der Binnennachfrage kann hier helfen.
<<<

http://www.manager-magazin.de/...

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