Schauprozess in Usbekistan
Die Staatsanwaltschaft in der usbekischen Hauptstadt Taschkent warf den 15 Angeklagten beim heutigen Verhandlungsbeginn einen «islamistischen Aufstand», «Terrorismus» und unerlaubten Waffenbesitz vor. Gegen weitere 106 Personen wird noch ermittelt.
Vor vier Monaten kam es nach Demonstrationen in Andischan zu einem Massaker, bei dem mehrere hundert Menschen ums Leben kamen. Dabei soll es laut unabhängigen Quellen zu schweren Menschenrechtsverstößen gekommen sein.
Der autoritäre Staatschef Karimow sprach von einem islamistischen Aufstand und hatte eine unabhängige Untersuchung abgelehnt. Human Rights Watch bestritt dies und kritisierte die USA und Europa, weil sie nicht auf der Untersuchung bestanden hätten.