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Gefängnismeuterei in Schwäbisch Hall

Mit der Weigerung nach dem Hofgang in ihre Zellen zurückzukehren haben ca. zwölf Russlanddeutsche in der JVA von Schwäbisch Hall bessere Haftbedingungen erzwingen wollen. Dabei fügten sie sich selbst mit Rasierklingen Verletzungen zu.

Grund des Aufstandes: Die Gefangenen wurden von der Gefängnisverwaltung mit der Begründung der 'Vermeidung von Subkultur' vom normalen Hofgang und der Mitarbeit in den Gefängniswerkstätten ferngehalten.

Wärter des Gefängnisses konnten schließlich die Aufständigen überwältigen. Die Verletzten wurden ambulant behandelt. Um weitere Vorfälle zu vermeiden, wurden die Täter auf andere Gefängnisse verlegt.


WebReporter: MannisstderBlond
Rubrik:   Brennpunkte / Delikte
Schlagworte: Gefängnis, Schwäbisch Hall
Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2003 10:28 Uhr von Klaus Magnier
 
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Gefängnismeuterei: Ich denke in Rußland würden die sich das nicht erlauben.
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22.11.2003 10:34 Uhr von feierfresse
 
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Denkt nicht unsere Knäster sind besser! Im Fernsehen bringen die immer irgendwelche Vorzeigebuden!
In Wahrheit sind das absolute Drecklöscher mit 23h auf Zelle sitzen!
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22.11.2003 10:35 Uhr von FnoRd23
 
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toll klaus: es sind ja auch keine Russen sondern Enkel der Leute die von den Nazis (eure Großeltern?) vertrieben wurden.
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22.11.2003 11:13 Uhr von Monika3
 
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Ab nach Sibirien! Und warum haben die meißten dieser sogenannten Deutschen diese typisch russischen Gesichtszüge? Ich erkenne mittlerweile schon auf 10 Meter ob es sich um einen Polen, Russen oder Deutschen handelt. Ein guter Freund von mir (Rußlanddeutscher) könnte vom Aussehen der direkte Nachfolger von Dchingis Khan sein, aber irgendwann vor vielen Jahrhunderten hat mal ein verirrter Deutscher eine seiner Urahnen vernascht. Zum Thema: Mietvertrag mit einem sibirischen Strafgefangenenlager abschließen und alle Meuterer da hin incl. z.B. der Typen die jetzt die Erzieherin umgebracht haben.
MfG
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22.11.2003 17:21 Uhr von matz70
 
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@feierfresse: Ich behaupte hier mal, dass du weder die Mentalität der Russen noch die Situation im Knast und schon gar nicht die JVA Schwäbisch Hall kennst.

Ich fange mal mit dem letzten an. Diese JVA ist relativ neu, bietet gute Bedingungen und für nahezu alle Gefangenen Arbeit. Also optimale Bedingungen im Knast. Andere Anstalten träumen von sowas. Das lässt sich die Leitung der JVA natürlich nicht von solchen Chaoten kaputt machen. Die Verlegung in andere Anstalten ist der einzig richtige und damit logische Schritt.

Die Russen bzw. Russlanddeutschen (ich werfe die hier mal in einen Topf, weil sich das von der Mentalität nichts nimmt) sind nicht integrierbar, weder in der Gesellschaft noch im Knast. Die führen ihr eigenes Leben und schotten sich komplett ab. Gerade in den Anstalten im Westen der Republik hat man echte Probleme mit denen. Die bauen ihre Strukturen auf und kennen nur einen Weg, sich durchzusetzen, mit der Faust oder noch schlimmer. Erpressung und Körperverletzung sind an der Tagesordnung. So etwas wie Unrechtsbewusstsein kennen die nicht. Es gilt das Gesetz der Wildnis und fertig. Für die zählt ein Menschenleben nicht viel.

Man sollte das zwar nicht verallgemeinern, aber leider trifft das alles auf eine Mehrheit der Spätaussiedler zu.

Ich danke daher Altkanzler Helmut Kohl für dieses faule Ei, was er uns da ins Nest gelegt hat. Er ist nämlich dafür verantwortlich, dass die alle hergekommen sind.
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22.11.2003 17:25 Uhr von matz70
 
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Nachtrag: Zum Ausdrucken des Textes benutzen Sie bitte die Druckfunktion Ihres Browsers.


Russlanddeutsche terrorisieren Mithäftlinge

Gewalt im Knast: "So schlimm war es noch nie"

Geschlagen, getreten, misshandelt - fast täglich werden in deutschen Gefängnissen Häftlinge verletzt. "So schlimm war es noch nie", meint ein Insider. Vor allem die so genannten Russlanddeutschen unter den Häftlingen bilden "meist sehr gewaltbereite Subkulturen", klagt der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin. Das Gefängnispersonal ist machtlos, weil sich die Häftlinge abschotten.

Sie sprechen kein Deutsch, sie schotten sich ab und sie leben nach den Regeln der "Bewegung der Diebe" - eine Metapher für die mafiaähnlich aufgebauten Gruppen der Spätaussiedler unter den Gefangenen. In der Haftanstalt Zweibrücken stellen die russlanddeutschen Häftlinge etwa ein Fünftel der knapp 400 Insassen. Ähnlich sieht es auch in anderen Gefängnissen aus. Die "Russen", wie sie von den Mithäftlingen genannt werden, haben in den vergangenen Jahren in nahezu allen Haftanstalten streng abgeschottete Cliquen gebildet. Von den anderen Gefangenen gefürchtet, setzen sie ihre Regeln mit brutaler Härte durch.

Sie kontrollieren den florierenden Drogenhandel, verletzten und vergewaltigen Mitgefangene und erpressen Geld und Zigaretten. "Die Methode der Verängstigung wird da sehr gezielt eingesetzt", weiß Albert Stürmer, der Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Zweibrücken. Neue Häftlinge zum Beispiel erhalten Frauennamen, müssen für die "Chefs" der Gruppe Drogen, Tabak oder Geld besorgen. "Wenn er nicht bezahlen kann, kann er nicht in die Kantine gehen", beschreibt ein Ex-Häftling im SWR-Fernsehmagazin "Ländersache Rheinland-Pfalz" nur eine mögliche Repression.

Familienangehörige von Gefangenen schmuggeln Drogen oder Geld in die Gefängnisse, nur um ihre Angehörigen vor den Repressalien der Knast-Gangs zu schützen. "Wer Drogen hat, hat alles", bringt es der Ex-Häftling auf den Punkt.

Film: Gewalt im Knast von Leo Colic (Ländersache RP, 31.10.02, RealVideo 4:44 Min.)

Auch Beamte werden bedroht

Damit Drogenhandel und Erpressung reibungslos funktionieren, schrecken die russlanddeutschen Gefangenen auch vor Gewalt und Drohungen gegen das Gefängnis-Personal nicht zurück. Manchmal werden Mitgefangene dazu erpresst, Vollzugsbeamte zu attackieren, häufiger aber erfolgen die Drohungen viel subtiler: "Da wird ganz nett gesagt 'Sie haben doch zwei Kinder'... und der Beamte kann sich dann seinen Reim drauf machen", erläutert JVA-Chef Stürmer.

Inzwischen hat die Justizverwaltung das Ausmaß der Gewalt in den Gefängnissen erkannt. In Mainz fand kürzlich eine Anhörung des Landtags zu dem Problem statt, ähnliche Veranstaltungen gab es auch in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern. Experten sehen in der Herkunft der Häftlinge eine Hauptursache für die Probleme. Gefangene aus Rußland und anderen osteuropäischen Ländern kämen häufig "aus absolut zerstörten Staaten, aus absoluter Anarchie ... wo nur der Starke überlebt", meint der Migrationsbeauftragte der Evangelischen Landeskirche der Pfalz, Reinhard Schott.

Ein Drittel der Häftlinge konsumiert Heroin

Hinzu kommt das dramatisch gewachsene Problem der Drogenabhängigkeit vieler Häftlinge. Früher sei hauptsäschlich Haschisch und Marihuana konsumiert worden, berichtet der Zweibrücker JVA-Leiter Stürmer, "jetzt finden wir fast wöchentlich Heroin". In der JVA Wiesbaden hängen 38 der 40 russischstämmigen Gefangenen an der Nadel, glaubt deren Leiter Gernot Kirchner. Und im baden-württembergischen Jugendgefängnis Adelsheim war der erste Drogentote zu beklagen - ein Russlanddeutscher. Insgesamt, so schätzen Fachleute, sind heute etwa ein Drittel der Häftlinge in deutschen Gefängnissen heroinabhängig.

Problem erkannt aber nicht gelöst

Wie die heimliche Herrschaft der "Gemeinschaft der Diebe" gebrochen werden kann, weiß keiner der Experten. Alle Versuche, die Strukturen der "Gemeinschaft" zu spre
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22.11.2003 17:26 Uhr von matz70
 
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Hier kommt der Rest: Problem erkannt aber nicht gelöst

Wie die heimliche Herrschaft der "Gemeinschaft der Diebe" gebrochen werden kann, weiß keiner der Experten. Alle Versuche, die Strukturen der "Gemeinschaft" zu sprengen, seien gescheitert, heißt es. Also bleiben nur die Gefangenen selbst, die Informationen über die Gruppe liefern können. Doch die schweigen - aus Angst oder weil sie dem Ehrenkodex der Häftlinge folgen. Denn Verräter (Knast-Slang: "Ratten") stehen ganz unten in der Knast-Hierarchie.

Letzte Änderung am: 05.11.2002 Leo Colic, Martin Heuser

Impressum l © SWR 2003

Wer mehr lesen will, sollte mal bei google die Suchbegriffe "russlanddeutsche jva gewalt" eingeben.
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22.11.2003 18:23 Uhr von dpa
 
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Monika: aber ansonsten ist alles klar ?

"Ich erkenne mittlerweile schon auf 10 Meter ob es sich um einen Polen, Russen oder Deutschen handelt"

*kopfschüttel* no comment

Und zum Thema Meuterei- Hier haben Menschen gegen ihre Haftbedingung protestiert- vielleicht zurecht (Wisst ihr wie es da abgeht? NEIN!) und ihr (also in dem Fall Monika) wollt sie ins Strafgefangenenlager nach Sibirien schicken?

Meine Güte - Ich würde gern den einen oder anderen User hier dahin schicken, wo der Pfeffer wächst .

Und wenn ich sowas hier lese:

"Die Russen bzw. Russlanddeutschen (ich werfe die hier mal in einen Topf, weil sich das von der Mentalität nichts nimmt) sind nicht integrierbar, weder in der Gesellschaft noch im Knast."

verweise ich ganz simpel und völlig zu recht auf Hoffstechrchens Tread mit den braunen Drecksäcken: http://shortnews.stern.de/...
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22.11.2003 18:36 Uhr von petero
 
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@Monika3: Du solltest ein bißchen vorsichtig sein, mit dem was du postest. Ich habe mal ein Buch von Max Frisch gelesen, da gab es auch jemanden, der konnte Juden durch Anschauen entdecken.
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22.11.2003 18:39 Uhr von matz70
 
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@dpa: Du bist ein Dummkopf und hast offenbar noch nie mit solchen Leuten zu tun gehabt.
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22.11.2003 19:00 Uhr von Acïd
 
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ich mag die Russen! Die Türken bei uns im Viertel haben einen Mords-Schiss vor ihnen! :)

Tja, matz - wie in deinem Text zu lesen => die kommen aus Ländern, wo Krieg oder zumindest Chaos herrscht. Viele von den Jungs sind ausgebildete KGB-Spezialisten. Und die haben da in der Armee ein paar wirklich fiese Sachen gelernt. Als dann alles zusammenbrach, lernten sie auf der Straße, was man mit solchen Fähigkeiten anfangen kann.
Des weiteren sind sie halt recht konsequent.
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22.11.2003 19:26 Uhr von matz70
 
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@acid: Das ist nicht nur auf der Straße, sondern auch im Knast so. Dass sich da die Anstaltsleitung in Schwäbisch Hall nicht das Zepter aus der Hand nehmen lässt, müsste jeder normal denkende Mensch einsehen können. Aber es sind ja nur arme gestrauchelte Gestalten, die alle eine schwere Kindheit hatten.
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22.11.2003 19:33 Uhr von volkero1
 
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dpa ist ja auch noch ein kind er wird auch noch lernen was auf der strasse los ist.
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22.11.2003 19:43 Uhr von dpa
 
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sorry volkero1: Ich hatte ja ganz vergessen, dass (bedingt durch die bösen Ausländer) auf unseren Straßen Bürgerkrieg herrscht. Bitte verzeih mir diesen Fehler. Und jetzt geh ich raus, ein paar Russen jagen(Ironie!) (Die ich im übrigen auf 100m Entfernung als solche erkennen werde)

*In Sachen Ironie eigne ich mir das Copyright an*
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22.11.2003 19:58 Uhr von *Anja*
 
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@dpa: Monika3 hat sich zwar wirklich blöd ausgedrückt, aber die Häftlinge haben ganz bestimmt nicht "zurecht" gegen die Haftbedingungen protestiert. Wie schon matz70 erwähnt hat, ist das Problem mit russischen oder russlanddeutschen Gefangenen in Baden-Württemberg allgemein bekannt. Es kam erst vor ein paar Wochen in der Zeitung ein Bericht über ein Gefängnis, glaube es war Stuttgart-Stammheim. Die russischen/russlanddeutschen Gefangenen haben sich ne Mafia-Ähnliche "Familie" aufgebaut und terrorisieren ihre Gefangenen. Die meisten sind drogenabhängig, misshandeln ihre Mitgefangenen und unternehmen auch gerne etwas gegen "Verräter". Ist also kein Vorurteil gegen Ausländer, sondern einfach Realität.
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22.11.2003 20:06 Uhr von dpa
 
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@Anja: nur warum machen Leute sowas ? Im Knast gibt es keine gesellschaftlichen Normen, da gehst du ohne diese Verbindungen unter und es gibt sie genauso unter Deutschen. Es auf Ausländer zu beschränken macht demnach keinen Sinn.
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22.11.2003 20:14 Uhr von *Anja*
 
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@dpa: Klar gibt es auch sowas unter Deutschen. Nur hier in BW sind es eben auffallend viele Russen/Russlanddeutsche. Es ist einfach so...
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22.11.2003 20:25 Uhr von Acïd
 
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arm dran, Bein ab: als arm sind die nicht, die ich meine, matz :)

Ab & an strauchelten sie mal - liegt meist am Wodka.
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22.11.2003 23:36 Uhr von *Anja*
 
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@xmaryx: Ich hoffe ja mal, dass du nicht mich (u.a.) gemeint hast. Wollte nämlich damit nicht sagen, dass nur die ausländischen Gefangenen Gruppen bilden und die anderen terrorisieren. Es gibt ja auch "arische Brüderschaften", die genauso verachtenswert sind. Nur in dieser News ging es eben um Russlanddeutsche. Außerdem finde ich deutsche Verbrecher genauso schlimm wie ausländische, die "schlechte Kindheit" ist für mich kein Argument oder ne Entschuldigung.

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