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Pharmareport 2002: Lobby unterläuft Arzneimittelreform

Auch wenn die Einzelverordnungen von Medikamenten 2001 zurückgegangen sind, stieg der Arzneimittelumsatz um 10,4%. Allein diese Prozentzahl macht bei den Kassen 2 Milliarden € aus, und damit den Löwenanteil bei einem Finanzloch von 2,8 Milliarden €.

Dadurch, so die Autoren des Reports, dass die Pharmalobby die sogenannte Positivliste verhindern konnte, sei garantiert, das vergleichsweise teuere Präparate, vor allem über Krankenhäuser, auf den Markt kommen. Bezahlen tut der Patient.

Steigende Kassenbeiträge und sinkende Leistungen sind die Folgen dieser Politik. Die Autoren des Reports wiesen erneut darauf hin, das durch Preisregulierungen Einsparungen von jährlich 4,2 Milliarden € möglich seien, wenn man dies wirklich wolle.


WebReporter: tubbs
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Pharma, Arznei, Arzneimittel, Lobby
Quelle: www.jungewelt.de

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