23.04.02 18:10 Uhr
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GFN bleibt auch am Neuen Markt notiert

In seiner heutigen Entscheidung hat das OberlandesgerichtFrankfurt der Deutschen Börse in einem Eilverfahren untersagt die 'Penny-Stocks-Regeln' bis zum Abschluss des jeweiligen erstinstanzlichen Hauptverfahrens anzuwenden. Gemeinsam mit fünf anderen Unternehmen hatte GFN gegen ein Urteil desLandgerichts Frankfurt vom 19. Dezember 2001 Berufung beim OLG eingelegt, das mit seiner heutigen Entscheidung das damalige Urteil abgeändert hat. Damit bleibt die GFN AG mindestens bis zur Klärung im Hauptsacheverfahren am Neuen Markt notiert. Die Richter begründeten das Urteil damit, dass keine ausreichenden Gründe für eineBeendigung der Zulassung der Aktien der sechs Unternehmen zum Neuen Markt dargelegt worden seien. Gegen die Entscheidung sind keine weiteren Rechtsmittel mehr gegeben.

Volker Gallatz, Vorstandsvorsitzender von GFN zeigt sich mit der Entscheidung zufrieden: 'Wir waren von Anfang an mit den Kriterien die die Deutsche Börse angelegt hat nicht einverstanden und haben uns insbesondere gegen den vorgegebenen, viel zu kurzen Zeithorizont, ausgesprochen. Mit dem jetzt ergangenen Urteil gewinnen wir Zeit,können das Unternehmen wieder in die Gewinnzone führen und rechnen dann auch wieder mit einem höheren Kurs unserer Aktie.' GFN bedauert nach eigenen Angaben das Verhalten der Deutschen Börse AG, die im Vorfeld der gerichtlichen Auseinandersetzung zu keinen Zugeständnissen bereit war. Zudem kritisiert GFN, dass mit derBekanntgabe der Delisting-Regeln im letzten Jahr Kursverluste bei betroffenen Unternehmen mitverursacht wurden und damit viel Kapital von Aktionären vernichtet wurde.


WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Markt
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