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Network Associates von SEC-Untersuchung belastet

Im Dezember 2000 hatte Network Associates, ein amerikanischer Sicherheitssoftware-Spezialist, eine Umsatz- und Gewinnwarnung veröffentlicht. Unter anderem aufgrund einer damaligen Umstellung bei der Erfassung der Umsatzzahlen waren die Erlöse um 120 Mio. Dollar gegenüber den Prognosen zurückgeblieben. Dies führte zu einem Kurssturz der Aktie und des sich zu 75 Prozent im Besitz von Network Associates befindlichen Unternehmens McAfee.com. Die Aktien von McAfee.com brachen im Dezember 2000 kurzfristig auf einen Dollar ein und notierten Jahr später bei 40 Dollar.

Als Folge dieser verheerenden Gewinnwarnung wurde das komplette Management von Network Associates ausgewechselt. Kurz nach Bekanntgabe der Gewinnwarnung hat sich die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC beim Management gemeldet. Nach über einem Jahr hat die SEC am Freitag das Unternehmen darüber informiert, dass sie eine formelle Untersuchung durchführe. Die Meldung wurde erst heute bekannt, weil das Management noch genauere Daten von der SEC bekommen wollte.

Zahlreiche Anleger haben Anfang 2001 in Sammelklagen das Unternehmen beschuldigt, sogenanntes Channel-Stuffing betrieben zu haben. So wird die Praxis bezeichnet, in der die Händler mit Waren überhäuft werden, um am Ende eines Quartals noch die Umsatzprognosen erreichen zu können, die Händler aber diese Waren nicht absetzen können und es im kommenden Quartal zu einem Umsatzeinbruch kommt.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Netzwerk, Untersuchung
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