07.03.02 15:20 Uhr
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Hornblower: Im Blickpunkt - US-Mobilfunkunternehmen im Vergleich

Der US-Mobilfunkmarkt ist im Vergleich zum europäischen und asiatischen unterentwickelt. Während in den größten Märkten Europas Deutschland und England 67% bzw. 76% der Einwohner mobil telefonieren, liegt diese Penetrationsrate in den USA erst bei 45% – von 286,5 Mio. Einwohnern sind nur 130 Mio. Mobilfunknutzer. Entsprechend ergibt sich enormes Potenzial. Das früheabebben des Wachstums lässt aber gleichzeitig auf erhebliche strukturelle Probleme schließen. Diese sind zum einen in der fehlendenStandardisierung der Technologien und der damit einhergehenden Zersplitterung des Angebotes zu sehen.

Zum anderen tummeln sich in den unterschiedlichen Standards mit sechs großen Netzbetreibern zu viele Wettbewerber, die nebeneinander nicht die entscheidende Größe und Marktmacht erreichen und sich damit das Leben gegenseitig schwer machen. Die Inkompatibilität der Dienste ist eine Erklärung für die im Vergleich zu Europa stark zurückbleibende Nutzung von SMS-Diensten und Datenübertragungen, mit denen die europäischen Operatoren hohe Umsätze mit attraktiven Margen generieren. Bei der bevorstehenden Konsolidierung rechnen wir mit der Entstehung von wenigen großen Mobilfunkanbietern, die vom Konzentrationsprozess profitieren.Angesichts dieser strukturellen Probleme hat seit Jahresbeginn ein panischer Ausverkauf die Aktien der Mobilfunkanbieter unter Druck gesetzt. Dabei ist der Sektor aus unserer Sicht ungerechtfertigt stark abgestraft worden. Auch mit einer leichten Wachstumsabschwächung bleibt die Dynamik in dem Marktsegment hoch und die großen Operatoren stehen sehr gut dar: Das Umsatzwachstum dürfte auch dieses Jahr im zweistelligen Prozentbereich verharren und die Operatoren erwirtschaften ein positives EBITDA. Je nach Wachstumsrate und Investitionsfreude bleibt auch unterm ein Gewinn stehen (siehe Tab.). Vergleichsweise hohe monatliche Durchschnittsumsätze pro Kunde sorgen für einen üppigen Cash-Flow. Wir rechnen damit, dass in diesem Jahr wieder mehr als 20 Millionen neue Kunden gewonnen werden. Unseres Erachtens zeigt die Betrachtung der großen US-Netzbetreiber weiterhin vorhandene Fantasie für den Sektor und attraktiven Bewertungen. Börsennotiert sind von den großen vier AT&T Wireless und Sprint PCS. Sprint PCS halten wir für besonders interessant, nachdem die Aktie bei der Schuldenhysterie im Telekom-Sektor angesichts einer relativ hohen Verschuldung zu stark abgestraft wurde. Wir rechnen nicht mit Liquiditätsproblemen und gewichten die Chance mit einer geplanten EBITDA-Verdoppelung 2002 höher.

Quelle: Hornblower Fischer


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Blick, Mobil, Vergleich, Mobilfunk
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