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SdK: DaimlerChrysler-Vorstand soll nicht entlastet werden

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) gab am Mittwoch bekannt, dass man zur Hauptversammlung der DaimlerChrysler AG am 10. April 2002 in Berlin Gegenanträge eingereicht hat, in denen sie sich gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ausspricht.

Die SdK begründet demnach ihre Anträge damit, dass DaimlerChrysler gegenwärtig weniger wert sei als die Daimler-Benz AG allein vor der Fusion und dass die Wertvernichtung weiter anhalte. Der Vorstand habe seine Prognosen von vor einem Jahr erneut revidieren und seine Ergebnisankündigung für 2002 halbieren müssen. Die vom Vorstand selbst verursachten Probleme, nämlich Ertragsschwäche, Dividendensenkung und negativer freier Cash-Flow im Industriegeschäft, hate er, so die Mitteilung weiter, mit dem Programm der 'Meilensteine' in einer selbst gesetzten Schonfrist beheben wollen. Dass dies nicht möglich sein wird, hat er Anfang Februar nun eingeräumt. Eine Entlastung des Vorstands ist daher nach Auffassung der SdK nicht möglich.

Dem Aufsichtsrat wirft die SdK insbesondere die vorzeitige Verlängerung des Vertrages für Jürgen Schrempp bis zum Jahr 2005 vor. Das Gremium hat damit ein falsches Signal gesetzt. Es hätte vielmehr abwarten müssen, ob Schrempp nach der Chrysler-Fehlentscheidung wenigstens die 'Meilensteine' erreicht, um erst dann den Vertrag zu verlängern. Solange der Aufsichtsrat nicht dafür Sorge trägt, dass DaimlerChrysler Werte schafft, anstatt Werte zu vernichten, kann auch ihm keine Entlastung erteilt werden.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Daimler, Vorstand, Chrysler
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