12.02.02 22:47 Uhr
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Wie sich das früher unziemliche Wort "geil" in den Top Ten etablierte

Erstaunlich, ja sogar faszinierend beschreiben die Sprachforscher den Aufstieg des einst vulgären Begriffs 'geil' von der untersten Schublade in die Höhen der allseits akzeptierten Umgangssprache; und dies in der Rekordzeit von circa 30 Jahren.

Die Wandlung vom sexuellen Unwort zum Positivausdruck begann Mitte der 60-ziger Jahre. Mannheimer Gymnasiasten schmückten ihre Sprache damit bereits 1970. Damals gab es für geil noch die Begriffe prima, klasse, toll; super war dann schon 'spitze'.

Kaum zu glauben, dass das Substantiv 'Geile' bis ins 14. Jahrhundert für 'fruchtbare, üppige Erde' stand; und auch für den Tanz einiger Tiere zur Brunftzeit. Der Siegesmarsch der Jugendsprache setzte sich fort mit mega-, ober-, und oberaffengeil.


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WebReporter: luckybull
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Top, Wort, Top Ten
Quelle: www.morgenweb.de

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