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Carrier1 beantragt Einleitung des Gestion Controlee-Verfahrens

Die Carrier1 International S.A. teilte am Dienstag mit, dass sie bei dem zuständigen Gericht in Luxemburg die Einleitung des 'gestion controlee'-Verfahrens beantragt hat. Das Unternehmen erwartet, dass seine Tochtergesellschaften in Kürze, in vielen Fällen noch innerhalb dieser Woche, in den jeweiligen Jurisdiktionen ähnliche Schritte oder Insolvenzverfahren einleiten werden.

Carrier1 hat die Einleitung des Verfahrens beantragt, um eine geordnete Verwertung seiner Vermögenswerte zu erreichen. Man erwartet, dass das Verfahren und das damit verbundene Moratorium bezüglich der Gläubigeransprüche es ermöglichen, Transaktionen, die die Veräußerung des Unternehmens als Ganzes oder von Teilen davon beinhalten, in Betracht zu ziehen und zu verfolgen. Der Telekomdienstleister geht davon aus, dass die Gesellschaft im Verlauf des Verfahrens liquidiert wird, rechnet aber nicht damit, dass die Aktionäre noch eine finanzielle Entschädigung erhalten werden. Zudem geht man nicht davon aus, die am 5. Februar 2002 fälligen Zinszahlungen für seine Euro- und Dollar-Anleihen zu leisten.

Das Unternehmen erwartet auch eine Einstellung des Handels mit ADRs (NASDAQ) und am Neuen Markt gelisteten Aktien im Laufe des Verfahrens. Das Verfahren beinhaltet u.a., dass ab jetzt alleMaßnahmen des Managements der Zustimmung eines vom Gericht bestelltenoffiziellen Verwalters bedürfen und dass ein Zahlungs-Moratorium eingerichtet wird.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Verfahren
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