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Jüdische Gemeinden protestieren selbst gegen Berliner Neonaziaufmarsch

Am Samstag wollen Neonazis aus Protest gegen die neu eröffnete Wehrmachtsausstellung durch das Berliner Scheunenviertel ziehen, dem jüdischen Viertel der Stadt (SN berichtete). Selbst das Simon-Wiesenthal-Center aus Los Angeles meldete Protest an.

Denn 12.000 Berliner Juden müssen nun damit rechnen, ausgerechnet am Sabbat vor ihren Synagogen auf Neonazis zu treffen. Deshalb haben sich nun alle jüdischen Gemeinden aus Berlin dazu entschlossen, sich selber dem Aufmarsch entgegenzustellen.

Man nimmt es dabei bewusst in Kauf, 'dass die Polizei Juden von der Straße räumt, um Neonazis den Weg freizumachen'. Auch die Initiative 'Europa ohne Rassismus' will viele Leute auf die Straße bringen, um eine Umleitung des Aufmarsches zu erzwingen.


WebReporter: Lindwurm
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Neonazi, Gemeinde
Quelle: www.spiegel.de

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