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Hornblower: Im Blickpunkt - Infineon

Europas zweitgrößter Chiphersteller berichtete heute Zahlen für das abgelaufenen Geschäftsquartal (zum 30. September). Der Verlust fiel mit 523 Mio. Euro oder 76 Cents je Aktie höher aus, als von Analysten erwartet.

Der Umsatz fiel gegenüber dem Vorjahresquartal um 54% auf 1,09 Mrd. Euro. Das Bruttoergebnis war mit 342 Mio. Euro negativ. Dramatisch war das Segmentergebnis im Geschäftsbereich Speicherprodukte. Betroffen von einem Rückgang der Speicherpreise um fast 90% fiel hier der Umsatz von 1,27 Mrd. Euro auf nur noch 243 Mio. Euro. In diesem Geschäftsbereich fiel das Ergebnis vorSteuern und Zinszahlungen (EBIT) von +727 Mio. Euro auf –522 Mio. Euro. Auch in den anderen Geschäftsbereichen siehtdie Situation nicht besonders gut aus. Lediglich im Bereich Automobil- und Industrieelektronik konnte mit +33 Mio. Euroein signifikant positives EBIT ausgewiesen werden.

Angesichts eines Zahlungsmittelbestandes von nur noch rund 850 Mio.Euro, der in diesem Quartal massiv genutzten Möglichkeiten der Finanzierung über die Bilanz (Ausdehnung der Zahlungsziele bei Lieferanten, Reduzierung von Forderungen, etc.) und eines negativen Free Cash Flow von rund 450 Mio. Euro, reicht das Geld bei Infineon bei einer Fortsetzung der derzeitigen Geschäftssituation wohl nur noch bis zum Ende des Jahres, bei einer moderaten Verbesserung der Geschäftssituation bis zum 1. Quartal 2002. Eine weitere Finanzierungsrunde dürfte ohne einen massiven aber unwahrscheinlichen Umschwung im Pricing der Speicherchips kaum zu vermeiden sein.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Blick, Infineon
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