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Bayer kritisiert Patentverletzung durch Kanada

Das Pharma-Unternehmen Bayer AG kritisierte die kanadische Regierung scharf, weil sie bei dem kanadischen Medikamenten-Hersteller Apotex eine Mio. Tabletten eines Milzbrand-Medikaments bestellt hat. Dieses Medikament ist noch nicht am kanadischen Markt zugelassen, es handelt sich dabei um ein Generikum des Bayer Präparats Ciprobay.

Das Patent auf Ciprobay ist in Kanada noch bis 2004 gültig. Die Regierung hat Bayers Patent verletzt, da sie scheinbar bezweifelt, dass der Konzern genügend Tabletten liefern kann. Dazu ist sie aber nur berechtigt, wenn sie zuvor den Notstand ausgerufen hat, was bisher aber nicht geschehen ist. Der Bayer-Konzern versichert, dass für Kanada Millionen Tabletten zur Verfügung stehen. Zudem soll die Produktion des Breitbandantibiotikums in den kommenden drei Monaten verdreifacht werden.

Während dessen beabsichtigt die US-Regierung nicht, das Bayer-Patent zu verletzen. Dieses Patent gilt bis 2003, weswegen kein Nachahmerprodukt auf dem Markt erhältlich ist. Damit ist Ciprobay in den USA das einzige Medikament mit der Zulassung zur Milzbrandbekämpfung.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bayer, Kanada, Patent
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