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Ruanda: 260.000 Richter zur Aufklärung der 500.000 Morde gewählt

Sieben Jahre nach dem Genozid in Ruanda wurden 260.000 Richter von der Bevölkerung gewählt, um die 110.000 Angeklagten nach traditionellem Recht vor Gericht stellen zu können. Die Strafen reichen von Gemeindearbeit bis zu 25 Jahren Gefängnis.

Die Richterwahlen wurden am Sonntag abgeschlossen und verliefen ruhig. Einige der neuen Richter bezeugten sogar ihre Schuld und traten wegen eigener Verstrickung von dem Posten zurück. Insgesamt 11.000 Gerichtshöfe sollen entstehen.

Wäre nach dem bisherigen Verfahren weiterprozessiert worden, das auf europäischen Recht basierte, hätten die Verhandlungen noch 200 Jahre gedauert. 110.000 sind für 500.000 Morde angeklagt, 70.000 bekennen sich schuldig.


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WebReporter: slack
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Richter, Aufklärung, Ruanda
Quelle: www.iol.co.za

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