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Berufungsgericht weist Microsoft Bitte ab

Microsoft hatte das für den aktuellen Kartellprozess gegen den Betriebssystem-Monopolisten zuständige Berufungsgericht vor kurzem gebeten, mit einer Weiterführung des Prozesses zurück in die erste Instanz zu warten. Zuerst wollte das Unternehmen den obersten Gerichtshof über einen Punkt der ursprünglichen Verurteilung entscheiden lassen, der Microsoft als Monopolisten bezeichnet, der sein Windows-Monopol zur Erlangung des Browser-Monopols eingesetzt habe.

Das Berufungsgericht hat entschieden, dass Microsofts Antrag beim obersten Gerichtshof, dass die Befangenheit von Richter Thomas Penfield Jackson das Urteil unhaltbar mache, nicht die Weiterführung des Prozesses behindern sollte. Das Berufungsgericht hatte zwar bei der Aufhebung einiger Punkte bei der Verurteilung von Microsoft durch Richter Jackson auch dessen Verhalten gerügt. Allerdings sei dies nicht Grund genug, den aktuellen Prozess auf beinahe unbestimmte Zeit auszusetzen, weil der oberste Gerichtshof bei seinen Entscheidungen wesentlich länger brauchen darf und brauchen könnte als ein „normales“ Gericht.

Für Microsoft bedeutet dies, dass der neuen Richter im zuständigen Bundesgericht noch eine einstweilige Verzögerung bei der Auslieferung von Windows XP erwirken könnte. Microsoft hat aber die Auslieferung von Windows XP im Gegensatz zu vielen anderen großen Produktstarts beschleunigt und wird schon dieses Wochenende erste fertige Windows XP-Versionen an PC-Hersteller ausliefern, bei denen ausgelieferte Systeme in einem Monat zu erwarten sind. Ob die Regierung einen solchen Auslieferungsstopp allerdings erzwingen wird, ist bislang nicht klar. Genauso könnte es sich mit Bezug auf das neue Betriebssystem und dessen Auswirkungen am Markt eventuell mehr bei der Entscheidung über das endgültige Strafmaß erhoffen.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Microsoft, Beruf, Berufung, Bitte
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